Ftan-Lavin mit Konsumation


Publiziert von cls , 7. Juli 2008 um 16:14.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum: 5 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:00
Strecke:Ftan, Ardez, Bos-Cha, Guarda, Lavin
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Lavin, Postbus

Gemütliche Wanderung mit Miri von Ftan über Ardez, Bos-Cha und Guarda nach Lavin inklusive Test zweier Gastronomiebetriebe. Die Route folgt den Ausschilderungen und ist einfach zu finden. Sie vermeidet automatisch Strassen sofern möglich. Die Wanderung ist ein Klassiker von Ftan aus, sie ist leicht und auch sehr gut für Familien geeignet. Es war für einen Samstag und schönes Wetter erstaunlich wenig los.

Zuerst wollten wir auf der Hälfte der Strecke in Bos-Cha uns das kühle Bun-Tschlin gönnen, aber ich habe die Terrasse, welche sich linker Hand befindet, wenn man von Ftan kommt, und mit diversen Schildern wirbt, noch nie in gästebereitem Zustand angetroffen. Vielleicht nur Mitte Juli bis Ende August? Nundenn. Die Flüssigkeitsaufnahme wurde dann auf Guarda verschoben, wo wir zufälligerweise Stani und Anna getroffen haben, welche gerade vom Fil da Tuoi runterkamen. Nachdem wir für das geplante Grillieren am Abend uns im Volg eingedeckt haben, testeten wir das mir schon bekannte

Crusch Alba, Guarda

Das Crusch Alba habe ich vor Jahren zusammen schon mal mit einem Freund getestet; zu der Zeit war es gerade in der "Gutes Essen und Nett"-Phase (2006). Leider musste ich im Februar 2008 schon feststellen, dass man inzwischen aufgrund des sich bald einstellenden Erfolges und der Nichtortsansässigkeit die "Gutes Essen aber unerhört Arrogant"-Phase erreichte, die meistens mit einer darauffolgenden "Schlechtes Essen und Arrogant"-Phase endet.
Der Gast ist hier höchstens geduldet, hat sowieso keine Ahnung und bereitet nur Scherereien. Da ich meinem eigenen Urteil eher kritisch gegenüber stehe, war das Ziel dieses Besuchs, mir nun noch das Urteil von Miri einzuholen. Miri musste leider schon bei der ersten Begegnung mit dem Schefdelakwisin mein Urteil bestätigen und ihren Hunger trotz Lust auf die Speisen (mit stolzen Preisen) und den eigentlich herzig hergerichteten Sitzgruppen zügeln. Wir tranken unser viel zu teures BE aus und motivierten uns, da wir unser Ass noch im Ärmel wussten, zu einem Weitermarsch nach Lavin.


staziun, Bistro Bahnhof Lavin, 1431,70 m ü.M., www.staziun-lavin.ch

Nachdem wir Freunden in Lavin mit unterwegs gesammelten Blumensträussen zu ihrer zufällig gerade stattfindenden Hochzeit gratuliert haben, schlossen wir unsere Wanderung im Bistro "staziun", welches, wie der Name schon vermuten lässt, im Bahnhofsgebäude beherbergt ist, mit Kafi und Grappa ab. Sehr nette Beiz mit sehr nettem Personal. Eignet sich optimal, um vor und nach Bergtouren hier nochmals aufzutanken, bzw. abzusacken.
Die Piz Linard-Gänger, die wir getroffen haben, waren allerdings eher unentspannt und hielten sich in Gebührendem Sicherheitsabstand vom Bistro - vielleicht weil man nicht mehr so viel zum Lachen hat, wenn man die Steigeisen trotz Schnee nicht mitnimmt? Oder man Laster wie Bars nicht mit der reinen Seele vereinbaren kann? Wer weiss. Uns jedenfalls war es "schnurzpipe" und genossen die Sonnenstrahlen bis zum nächsten Zug nach Scuol, von wo wir mit dem Postbus zurück nach Ftan fuhren, um bei meiner ehemaligen Biolehrerin, welche das Hotel Bellavista führt, noch ein von ihr hergestelltes Bio-Glace zu geniessen.


Achtung: Das staziun in Lavin ist nur Freitags, Samstags, Sonntags offen. Am besten man checkt vorher die website (s.o.), denn vielleicht sind die Öffnungszeiten in der Haupsaison verschieden.



Tourengänger: cls

Galerie


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Kommentare (2)


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RomanKoch hat gesagt: Schade
Gesendet am 7. Juli 2008 um 18:10
Schade, das mit dem Crusch Alba. Wir waren schon mehrmals dort und immer sehr zufrieden mit der Oberwallis-Engadin-Connection. Hoffen wir, dass der Erfolg dem Wirtepaar nicht zu sehr in den Kopf steigt.

cls hat gesagt: RE:Schade
Gesendet am 7. Juli 2008 um 18:22
Ja, ich fand's eigentlich auch eine gute Adresse. Aber Kritik kann ja manchmal Wunder bewirken. Das Essen war im Februar auf jeden Fall noch tiptop. Es wirkte auch eher er frustriert, als sie (das Oberwallis)...

Wir haben uns jedenfalls gedacht, dass wir uns eher freuen würden, wenn wir so einen netten Ort führen dürften, der ja auch meistens nette Leute anziehen müsste. Vielleicht findet er ja einfach meine Erscheinung bescheuert und ist bei anderen Leuten völlig euphorisch, dass müssten wir der Vollständigkeit halber eigentlich noch herausfinden - Freiwillige?


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