L'viv / Lemberg


Publiziert von Linard03 Pro , 24. November 2013 um 11:52.

Region: Welt » Ukraine
Tour Datum:17 November 2013
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: UA 
Zeitbedarf: 1:15
Aufstieg: 124 m
Abstieg: 124 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:gute Flug-Verbindungen ab Zürich via München oder Wien

Tag 3 unserer Ukraine-Reise
(hier geht's zum Bericht der ersten beiden Tage)

Nach dem Stadtbummel durch Ivano-Frankivs'k fuhren wir wieder nach Norden. Kurz vor Erreichen des Ziels hatten wir noch eine freundliche Begegnung mit einem Verkehrspolizisten, welcher mich darauf aufmerksam machte, künftig die Strassenschilder etwas genauer zu befolgen ... ;-))

Da der Flug von Sputnik und dabusse bereits nach 13 Uhr erfolgte, fuhr ich die beiden direkt zum Flughafen. Mein Flug ging erst um 16 Uhr, sodass ich also noch etwas Zeit hatte, mir die Stadt L'viv / Lemberg anzusehen.

Diese Stadt hat ebenfalls bewegte Zeiten hinter sich: vom altrussischen Lwow (1256-1340) zum polnischen Lwów - 1356 erhielt die Stadt vom polnischen König das Magdeburger Stadtrecht. 1772 fiel die Stadt an die Habsburgermonarchie und wurde so zum österreichischen Lemberg (bis 1918). Nach dem ersten Weltkrieg war die Stadt wieder in polnischer Hand. 1939 schliesslich wurde Lemberg in die Ukrainische Sowjetrepublik eingegliedert. 1945-1991 kam die Stadt erneut unter sowjetischer Herrschaft und erst ab 1991 ist Lemberg Teil der unabhängigen Ukraine.

Ich fuhr also nochmals Richtung Zentrum, wobei das Erreichen des Zentrums nicht so einfach war: momentan werden auf der Hauptachse die Tramgeleise erneuert und demzufolge gleicht diese Strasse einer einzigen, riesigen Baustelle. Als Unkundiger war's deshalb für mich nicht so einfach herauszufinden, wie ich denn das Stadtzentrum am einfachsten erreichen würde.

So liess ich dann mein Mietwagen einfach an geeigneter Stelle stehen und machte mich zu Fuss auf. Zunächst alles entlang dieser Baustelle, bis ich zum imposanten Gebäude der Oper gelangte. Bei schönstem Wetter machte ich einen ausgedehnten Spaziergang und folgte nun einigen Sehenswürdigkeiten.

Nach der Oper erreichte ich das Denkmal von Taras Ševčenko. Vorbei an einigen Kirchen, wobei die grossen Menschenansammlungen vor all' diesen Kirchen auffällig waren. Offensichtlich ging es um eine kirchliche Demonstration ("die Kirchen zurück an diejenigen, welchen die Kirche gehören" oder so ähnlich hiess einer der Slogans).
Weiter ging's an einem historischen Turm vorbei und ich gelangte via Maksyma Kryvonosa-Strasse zum Schlossberg-Hügel. Dort erklomm ich die Treppen und erreichte (inkl. Abkürzung ...) so den Mini-Gipfel Vysokyj Zamok (413m). Von hier aus hat man einen schönen Blick über die ganze Stadt L'viv. Offensichtlich nutzen auch viele Einheimische die Gelegenheit an diesem schönen Sonntag, um ihre Stadt von oben zu betrachten. Jedenfalls sind hier sehr viele Leute unterwegs.

Hinunter ging's auf dem direkten Weg - ich steuerte wiederum die Oper an, um danach auf den Geleise-Baustellen wieder zum Auto zu  c k zu gelangen. Natürlich gäbe es noch viel mehr zu entdecken in dieser schönen Stadt. Allerdings drängte langsam die Zeit ...
Auf der Fahrt zum Flughafen musste ich den Mietwagen auftanken, was dann noch die letzte, kleine Herausforderung war (niemand sprach an der Tankstelle irgendeine Fremdsprache, nur "cash"! ...).

Der Rückflug stellte sich dann auch noch als spannend heraus. Mein Flug wurde mit "mind. 1 Std. Abflugverspätung infolge Schlechtwetter in Wien" ausgerufen. Mit nur 1 Std. Umsteigezeit in Wien würde dies also zur Herkulesaufgabe ... Dann ging's jedoch plötzlich schnell und mit "nur" 30 Min. Verspätung hoben wir in L'viv ab. Als wir uns jedoch Wien näherten, begannen die Endlos-Schleifen am Himmel - zu dichter Nebel in Wien und deshalb nur eine Piste benutzbar ...

Als wir endlich in Wien aufsetzen durften, lief bereits meine boarding-Zeit für Zürich. Mit einem Flughafen-security durften wir zu viert über das Rollfeld rasen (2 Passagiere für Mailand, 2 für Zürich), in abgekürztem Verfahren die Zollkontrolle & se curity check hinter uns bringen. Just zur planmässigen Abflugzeit durften wir dann als letzte 2 Passagiere das Flugzeug besteigen. Da jedoch weiterhin nur 1 Piste zur Verfügung stand, sassen wir letztendlich nochmals eine Stunde im Flugzeug, bis wir schliesslich starten durften. Egal, Hauptsache war für mich, dass ich an diesem Abend noch nach Hause kam ...

Schön war's, dieser Kurzurlaub!

Tourengänger: Linard03


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T1
15 Nov 13
Vysokyj Zamok 413m · Sputnik

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