Spektakuläre Stahlseilbergung von 2 Kletterern aus der „Hundswand“ im Hochschwab


Written by Bergretter , 29 June 2008, 19h17.

Region: Monde » Austria » Hochschwab
Date of the hike:28 June 2008
Waypoints: Gasthof Bodenbauer 1076m. 3529 ft. (3)
Geo-Tags: A 
Time:1 days 10:00
Access to start point:S6 - Kapfenberg - Richtung Mariazell - Thörl - dort Abzweigen in das St.Ilgner Tal bis zum Talschluß beim Gasthof Bodenbauer
Accommodation:Bodenbauer

Am Samstag, dem 28. Juni 2008, fand bei idealen Witterungsbedingungen die diesjährige Sommergebietsübung des Gebiets Hochschwab statt. Das Einsatzgebiet Hochschwab zählt mit den Ortsstellen Bruck, Mariazell, Thörl,  Aflenz, Kapfenberg, Turnau, Tragöss und Mixnitz zu einem der größten Bergrettungseinsatzgebiete der Steiermark.  

Gebietsleiter Arnold Fuchs und Ortsstellenleiter Gerd Würger hatten eine selektive Übung vorbereitet, die von den beteiligten 70 BergretterInnen das Letzte fordern sollte. 

Die „Hundswand“ am Talende des St.Ilgnertales, die von einigen schweren Kletterrouten durchzogen wird, stellte die Kulisse dieser Übung dar.

Übungsannahme: 2 Seilschaften befinden sich in der Wand, eine im Bodenbauerweg (Schwierigkeitsgrad 5-6) und die andere in der Mondscheingasse (Schwierigkeitsgrad 8-). Im Abstand weniger Minuten stürzt jeweils der Vorauskletternde ins Seil, kann von seinem Kameraden gehalten werden. Beide Kletterer haben sich beim Sturz ins Seil erheblich verletzt und rufen über’s Handy die Bergrettung zu Hilfe. Da die Witterung einen Hubschraubereinsatz nicht zuläßt, müssen die zu Hilfe kommenden Bergretter eine Rettungsaktion von oben durchführen. Das heißt, sie steigen auf den Gipfel der „Hundswand“, von oben wird ein Retter am Stahlseil zu den Verunfallten abgelassen, versorgte sie, nimmt sie ans Seil und „fährt“ mit ihnen bis zum Wandfuß. Dort werden die Verletzten, von den auf sie wartenden Einsatzkräften, weiter versorgt und abtransportiert. 

Nach dem Eintreffen der einzelnen Bergrettungsortstellen, wurden diese in verschiedene Gruppen aufgeteilt, die bald ins Gelände unterwegs waren. Das Einsatzgebiet war bald erreicht und binnen kürzester Zeit lief fast synchron die Rettung der beiden verunfallten Kletterer ab. Nach knapp 2 Stunden waren beide Verunfallte aus der Wand geborgen und dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben.


Hike partners: Bergretter

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