L'experience Romandie: Les Diablerets und Vanil Noir


Publiziert von budget5 , 3. Oktober 2013 um 20:47.

Region: Welt » Schweiz » Waadt » Waadtländer Alpen
Tour Datum: 1 Oktober 2013
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   CH-VD   CH-FR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Strecke:Tag 1: Sex Rouge - Le Dome - Sommet des Diablerets - Tete de Barme - Sex Rouge. Tag 2: Lac de Coudré - Bounavaux - Bounavalette - Col de Bounavalette - Tete de l'Herbette - Vanil Noir - Vanil de l'Ecri - Les Baudes
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PKW bis Col du Pillon, Seilbahn bis Sex Rouge. Anschliessend fuhren wir mit dem Auto nach Grandvillard bis zum Parkplatz Les Baudes.

Zwei Tage - Zwei Kantonshöhepunkte - Zwei Bergfreaks. Ein herbstlicher Ausflug in die Romandie bei unsicherem Wetter, der sich jedoch mehr als lohnte! 

Welch ungutes Gefühl mich beschlich, als ich am Dienstagmorgen mit dem Auto über den Brünig fuhr: Nebelschwaden und strömender Regen, das konnte ja "heiter" werden. In der Region Gstaad wurde das Wetter dann endlich besser, jedenfalls regnete es nicht mehr. Vom Col du Pillon fuhren wir auf den Sex Rouge, wo wir so ziemlich die einzigen Gäste waren. Im dicken Nebel folgten wir der markierten Route bis zum Le Dome, einem sehr schnell erreichbaren 3000er. Der anschliessende Abstieg auf den Gletscher beinhaltet leichte Kletterei, die aber auch bei Schnee (wie heute) gut zu meistern ist. Als wir nun den Gletscher betraten, lockerten sich die Wolken über uns langsam auf und einige erste Sonnenstrahlen kamen zum Vorschein. Es hat sich also gelohnt! Auf dem Gipfel angekommen erwartete uns gar ein schöner Tiefblick und noch etwas mehr Sonennschein. Das perfekte Timing, denn dies sollte sich bald wieder ändern. Nach obligatem Gipfelfoto und einer ausführlichen Pause stiegen wir via Tete de Barme zurück zur Bergstation Sex Rouge. Das Oldenhorn, welches wir eventuell noch besteigen wollten, liessen wir aufgrund des unsicheren Wetters und des mühsamen Einsinkens im Schnee aus. 

Mit dem Auto brausten wir, etwas früher als angenommen, via Col de Mosses und Chateau d'Oex nach Grandvillard, Les Baudes. Kurz umgepackt machten wir uns auf zum Lac de Coudré, wo wir das Nachtlager einrichten wollten. Aufgrund von Problemen (die eigentlich keine hätten sein sollen, wie sich zuhause herausstellte) mit dem Kocher, bereiteten wir unser Abendessen auf dem Feuer zu. Mit all dem nassen Holz war das eine nicht ganz leichte Aufgabe, welche aber glückte. Und kurz vor dem Einschlafen kam dann noch die Blitzidee von der Sonnenaufgangstour...wieso eigentlich nicht?

Mittwoch: Tagwache um vier Uhr Morgens. Das Nachtlager hatten wir noch vor dem Start geräumt. Mit leichter Kleidung (erstaunlich warm war es) machten wir uns in beachtlichem Tempo auf den Weg zum Col de Bounavalette. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir bereits 650 Höhenmeter hinter uns gebracht und waren etwas zu früh unterwegs. Viel gemächlicher stiegen wir via Pas de la Borière auf den Tete de L'Herbette (T4), von wo aus wir die herrliche Morgenstimmung genossen. Der Weiterweg zum Vanil Noir ist bestens markiert und beinhaltet keine schwierigeren Kletterstellen (ausser man geht direkt dem Grat entlang). Der Gipfelaufenthalt ist dann wieder eher kurz aufgrund des kühlen Windes. Im Abstieg zum Plan des Eaux mussten wir uns dann nochmals konzentrieren, da dieser bei Nässe nicht ganz ungefährlich ist (T5). Den Vanil de L'Ecri hängten wir dann auch noch dran. Meine Kamera hatte leider mittlerweile den Akku leer, weshalb ich die vielen Steinböcke im Aufstieg zum Vanil de l'Ecri nicht fotografieren konnte. Zum Glück machte jfk eifrig Fotos, welche es in seinem Bericht zu bestaunen gibt! 
Auch den letzten Abstieg zum Parkplatz brachten wir einigermassen rasch hinter uns, so dass wir Mittags losfahren und dem Feierabendverkehr ausweichen konnten. 

Jetzt fehlen mir noch sieben Kantonshöhepunkte und grundsätzlich sind alle auf ihre Art besondere Leckerbissen: Rotstöckli, Rheinwaldhorn, Dufourspitze, Tödi, Dammastock, Finsteraarhorn und der Piz Bernina. (Vor)freude herrscht!

Die ausführlichen Berichte von jfk findet man hier und hier

Tourengänger: budget5, jfk


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