Dosso di Fuori und Piz Russenna - Bike and Hike


Publiziert von cls , 24. Juni 2008 um 17:32.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:23 Juni 2008
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Russenna-Gruppe   CH-GR   I 
Aufstieg: 1713 m
Abstieg: 1713 m
Strecke:Resgia, P-1509, Storta Gronda, Madal, Plan dal Mür, Forcla di Fuori, Dosso di Fuori, Piz Russenna
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Velo Ftan-Resgia: 16km
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Velo Resgia-Ftan: 16km
Kartennummer:25000 Blatt 1199

Nach der letzten sehr schönen Wanderung am Freitag haben wir (Anna, Stani, Zina und ich) uns entschlossen, eine weitere Wanderung zu unternehmen, vor allem weil bei der momentan vorherrschenden Hitze ein Ganztagesaufenthalt im Klettergarten doch etwas schweisstreibend wäre.

Wir verabredeten uns also bei der Brücke in Resgia, wobei Anna, Stani und Zina zu Fuss/Pfote von Ramosch und ich mit dem Velo von Ftan komme.

Die gleiche Tour haben die beiden Hikr-Macher schon letzten Spätherbst zusammen mit 360 unternommen (www.hikr.org/tour/post4770.html, >>www.hikr.org/tour/post4763.html).

Wir steigen über die von Anna, Stani und Zina schon öfters begangene Route durch den God Urezza (ein wahrer Märchenwald) auf. Bei P. 1509 queren wir das Val d'Assa, welches immernoch mit unglaublich viel Lawinenmüll (Schuttbedeckter Schnee) gefüllt ist, weiter geht es über die Storta Gronda, was übersetzt "Die Grosse Kurve/Kehre" heisst. Das ist auch nicht zu viel versprochen, der Pfad windet sich in vielen Kehren extrem steil den Hang empor, man macht unglaublich viel Höhenmeter innert kürzester Zeit.

Kurz nach P. 2072 steigt man aus dieser "Wand" aus, wobei zur selben Zeit auch die Waldgrenze erreicht ist. Es eröffnet sich ein fantastisches Panorama über den gesamten Kessel: Östlich unser Ziel, der Piz Russenna, über die südlich liegende Spi da Russenna schwenkend zum sehr leckeren Piz S-Chalambert. Der Blick ins Tal erreicht Scuol, später soll er sich dann sogar noch bis auf Ftan und weiter ausweiten.

Wir nutzen die Gelegenheit und gönnen uns ein kleines Picknick nach dem recht rassigen Aufstieg.

Zina hat uns den ganzen Aufstieg wie immer, wenn es Tannzapfen gibt, mit ihrem unglaublichen Spieldrang in bedrängt. Wobei das Spiel selber beeindruckend ritualisiert ist, schon fast zu menschlich. Jetzt kam nun die Gelegenheit, sich mal bei ihren Menschenfreunden zu revanchieren, denn bei P. 2315 befindet sich eine Schafweide mit zwei riesigen Weissen Hunden, einer der höher bellt, weil er kastriert ist und ein anderer, Columbus, der schon eher eine einschüchternde Wirkung auf mich hatte. Stani befürchtete schon, dass wir zur Umkehr gezwungen wären, um einer Zerfleischung Zinas vorzubeugen. Doch dann kam das unerwartete: Columbus war auf einmal ganz lieb - fast ängstlich - und lief Zina sabbernd hinterher. Zina ist läufig! Was für eine lustige Rettung. Der Schäferhund war auf einmal wie ausgeschaltet. Wow - eine wirklich elegante Methode, um Schafe zu klauen :)

Unsere weiterer Aufstieg führt uns über die Plan dal Mür hoch zur Forcla di Fuori, auf der wir von unten etwas gesehen haben , was laut Stani letztes mal noch nicht dort gewesen sei. Es ist ein Warnschild, welches vor den Schäferhunden warnt! Gut, nur leider zu spät für uns. Wir steigen über den Dosso di Fuori über den Grat zum Piz Russenna und geniessen eine schöne Gipfelrast. Piz Ajüz und Piz Nair sehen auch sehr einladend aus, man überlegt, ob nicht noch eine Besteigung des Piz Nair drin liegt, aber wir verschieben das auf ein anders Mal.

Als uns der Wind doch etwas zu frisch wird , steigen wir durch die von Schuttfeldern durchzogene Westflanke zurück zur Plan dal Mür. Ich lasse mir ein wenig Zeit und werde bestraft, dass ich nicht in der Nähe von Zina bleibe: Columbus bellt mich wie wild an, ich versuche ihn zu ignorieren, was bei 10cm Abstand seiner Schnauze zu meinem Allerwertesten nicht ganz einfach ist. Werde dann aber doch noch erlöst, weil Stani mit Zina wartet und Columbus wieder durch Zinas Pheromone um den Verstand gebracht wird.

Der Abstieg zeigt mir mal wieder den Vorteil des Winters, wenn man alles mit den/dem Skiern/Brett runterfetzen kann... Ich war wirklich schon seit meiner Kindheit kein Freund vom Abwärtslaufen und bin da wahrscheinlich nicht alleine.

Zurück beim Velo verabschieden sich Anna, Stani und Zina, sie gehen noch ein bisschen Kneippen im Inn. Mein Körper schwingt sich auf Radl, mein Kopf ist schon vorausgefahren und trinkt ein kühles Bierchen.
Sehr schöne Tour. Ist man einmal in dem Kessel bei Munt Russenna, sind die Variationsmöglichkeiten sehr vielseitig (All die Gipfel, Wanderung durch das Val d'Uina, ...).


Tourengänger: Anna, Stani™, Zina, cls

Galerie


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Kommentare (2)


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Anna hat gesagt: Toll
Gesendet am 24. Juni 2008 um 17:47
Tolle Beschreibung
Es war eine tolle und anspruchsvolle Tour (ich habe 1 Kg verloren in einem Tag!).
Ich sende dir später auch unsere Fotos.

cls hat gesagt: RE:Toll
Gesendet am 24. Juni 2008 um 17:51
Juhee, Danke! Es war fantastisch! Das mit dem Gewicht weiss ich noch nicht, ich habe zu hause noch den Rest von meiner Nusstorte gefunden :) Ich schicke Dir meine email...


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