Almagellerhorn (3327m)


Publiziert von Bergamotte Pro , 30. September 2013 um 14:17.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:26 September 2013
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 6:45
Aufstieg: 1675 m
Abstieg: 1455 m
Kartennummer:1329 Saas

Nach meiner erfolgreichen Besteigung des *Lagginhorns wollte ich mir die Möglichkeit offenhalten, am Folgetag noch den benachbarten Weissmies zu besuchen. Also suchte ich mir eine Unterkunft in Saas-Almagell und widmete mich den Rest des Tages der Erholung. Doch der nächste Morgen verhiess wenig Gutes: starke Bewölkung, Temperatursturz, vereinzelt ein paar Tröpfchen. Auch zweifelte ich, ob meine Beine für eine Besteigung ab Tal genügend frisch waren. So wählte ich vernünftigerweise das nahe Almagellerhorn als Ausweichtour.

Es empfiehlt sich, das Almagellerhorn mit Bahnunterstützung zu besteigen. Dafür war ich heute zu früh dran und die Heitbodmen Bahn hatte ohnehin bereits das Saisonende eingeläutet. So musste ich wohl oder übel die 1700Hm zu Fuss abstrampeln. Bis Furggstalden (1901m) geht das auf dem steilen Waldweg ganz zügig. Doch anschliessend folgt die ineffiziente, oft flache Etappe nach Heitbodme (2346m). Um diese Jahreszeit und beim durchzogenen Wetter erstaunt es nicht, dass ich keinen Mitwanderern begegne. Auch meine Motivation erreicht laufend neue Tiefstände.

Beim Einstieg in den SW-Grat beäugen mich zwei Gämsen, eine Mutter mit ihrem Kleinen. Sie warnen ihre Artgenossen, verziehen sich selber aber erst im letzten Moment. Im unteren Bereich ist der Grat mit Drahtseilen und Eisenbügeln ausgerüstet. Von einem klassischen, modernen Klettersteig kann aber kaum gesprochen werden. Es handelt sich vielmehr um Hilfsmittel, wie man sie auf Alpinwanderwegen (z.B. an der Rigi Hochflue) zuhauf findet (T4). Hat man das Metall hinter sich gelassen, gewinnt man über den gerölligen Grat zunehmend an Höhe. Zahlreiche Markierungen und teils Trittspuren verhindern grössere Verlaufer. Aber prinzipiell kann man auch eine andere Linie wählen, das Gelände ist nirgends exponiert oder anspruchsvoll (T3, max. T4).

Mit ungewohnt viel Ach und Krach erreich ich schliesslich das Almagellerhorn (3327m). Der Blick auf den Weissmies zeigt, dass mein Entscheid richtig war, liegt er doch in den Wolken. Wie mir später meine Bekanntschaft vom Vortag schreiben sollte, war es oben so kalt, dass gar der Trinkschlauch gefror... Auch auf dem 700m niedrigeren Almagellerhorn herrschen garstige Temperaturen. So verdrück ich eilig meinen Lunch und bewundere noch etwas den nahen Pizzo d'Andolla. Von den gegenüberliegenden 4000ern ist heute kaum was zu sehen.

Der Abstieg geht glücklicherweise zügiger vonstatten, auch die Flachetappe unterhalb von Heitbodme. Im Bergrestaurant Alpina in Furggstalden wartet die Belohnung in Form von kühlem Blondem und Käseschnitte. Das letzte Stück zurück nach Saas-Almagell lege ich gemütlich per Sesselbahn zurück.

Zeiten
4:35  Almagellerhorn (ab Saas-Almagell)
2:05  Furggstalden


PS: Man entschuldige die miserable Qualität der Handyfotos. Meiner eigentlichen Kamera bekam am Vortag die Höhe am Lagginhorn nicht... Fallhöhe um ganz präzise zu sein.

Tourengänger: Bergamotte

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