Ramsauer Klettersteig


Publiziert von Saxifraga , 23. Juni 2008 um 19:39.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Dachsteingebirge
Tour Datum:21 Juni 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettersteig Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 2 Tage
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Ramsau
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Guttenberghaus

Trainingstour für die anstehende Dolomiten-Woche mit Sara.
Samstag um 5.30 Uhr Früh starten wir Richtung Ennstal. Nach genau 3 Stunden Fahrzeit sind wir bei der Talstation der Hunerkogel-Seilbahn angelangt. Wir erwischen gleich eine Seilbahn und sind um 9 Uhr am Dachstein-Plateau. 

Gleich zu Beginn folgt der schwierigste Teil der Tour. Da es noch früh im Jahr ist, liegt in der ausgesetzten Querung vom Rosmarie-Stellen zum Edelgries noch massig Schnee. Ein Ausrutscher würde hier ca. 200 Meter tiefer enden. Trotz einer behelfsmäßig installierten Sicherung (Kunststoff-Seil an Holzpfosten) ist vollste Konzentration angesagt. Danach geht es noch eine kurze, aber sehr steile Schneeflanke zum Rand vom Edelgriesgletscher. Wir sind froh, dass wir die Steigeisen dabei haben.

Nach dem aufregenden Start geht es dann einfach zum Einstieg des Klettersteigs. Die folgenden 3 Stunden klettern wir über - leider meist brüchige und splittrige - Felszacken immer wieder rauf und runter. Auf der einen Seite geht´s 1000 Meter in die Ramsau hinunter, auf der anderen Seite hat man immer den Koppenkarstein im Blickfeld. Wir sind recht flott unterwegs, da wir und ein Gewitter am Klettersteig ersparen wollen. Erst am Gipfel der Scheichenspitze machen wir ausgiebig Rast.

Von der Gruberscharte am Fuß des Eselstein-Westgrates geht es schließlich zum Guttenberghaus hinunter. Auf dem Weg dorthin sind nocheinmal einige steile Schneefelder zu queren. Kurz nachdem wir das letzte passiert haben, löst sich ca. 50 Meter darüber ein großer Felsblock. Seine Einzelteile krachen auf das Schneefeld, auf dem wir vor 2 Minuten gegangen sind.

Ziemlich erschöpft, vor allem wegen des schweren Rucksacks, kommen wir auf der Hütte an. Dort treffen zufällig wir Sara´s Onkel und Cousin. 

Am nächsten Tag machen wir eine Plateau-Überschreitung zurück zur Hunerkogel-Bergstation. Dadurch ersparen wir uns den langen Abstieg und die komplizierte Rückfahrt per Bus zum Ausgangspunkt. Der Weg entpuppte sich als landschaftlich wunderschön, wennauch als Hatscher. Er führt an der Ostseite des Eselstein und am Landfriedenstein vorbei zum Fuß des Gjaidsteins. Der Wiederanstieg (ca. 400hm) auf den Schladminger Gletscher war wegen des sulzigen Schnees recht mühsam. 

Insgesamt lange, vor allem wegen des Zustiegs hochalpine Tour bei besten Wetter. Den Klettersteig selbst habe ich nicht so sensationell gefunden, wie überall beschrieben. Die Umgebung am Dachstein-Plateau ist natürlich traumhaft.



Tourengänger: Saxifraga

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