Vom Lago Ritom via Lago Scuro zur Capanna Cadagno


Publiziert von Geissbock , 29. September 2013 um 10:39.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum: 7 September 2013
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Pizzo del Sole   CH-TI 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 450 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Via PKW zum Ritom Stausee oder per Bergbahn. Beim Staussee Gebührenpflichtiger offizieller Parkplatz oder bedeutend günstiger beim Albergo Ritom
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s.o.
Unterkunftmöglichkeiten:Capanna Cadagno, Albergo Ritom
Kartennummer:Quadraconcept alta Levantina, Swisstopo Ambri-Piotta 1252

Anlässlich meines Geburtstages wollte ich mit ein paar z.T. nicht bergerfahrenen Leuten eine leichtere Tour machen, und habe deshalb den Pizzo Taneda ins Auge gefasst. Früh morgens sind wir in Freiburg i. Br. los und waren ca. um 10 in Airolo. Dort fährt man ab und auf der Landstraße Richtung Piotta unter hinter der roten Rastätte links rum Richtung Talstatdion Bergbahn. Dort ist der Ritom Stausee bestens ausgeschildert. Bei der Auffahrt sind wir dann in den Almabtrieb geraten, was zwar witzig war, uns aber sehr viel Zeit gekostet hat. Waren deshalb erst um 11.30 Uhr oben am See. Der nette Wirt im Albergo Ritom hat mir dann angeboten, für 5 Chf am Tag bei ihm zu parken, statt 13 Franken auf dem offiziellen Parkplatz zu zahlen.

Die Wegfindung für diese Tour ist völlig unproblematisch. Zunächst folgt man dem Schild Alpe Tom auf dem Weg links vom Ritom Stausee. Es geht zunächst auf dem Fahrweg zur Capanna Cadagno am See entlang, bevor nach einiger Zeit die nicht zu übersehende und beschilderte Abzweigung zur Alpe Tom und zum Lago Scuro kommt. Der Bergweg ist gut in Schuss, viel begangen und nirgendwo exponiert. Im weiteren Verlauf zum Lago Scuro hoch wird er dann gelegentlich recht steil und schmal, so dass ich ein leichtes T3 vergeben würde. 2 Mitwanderer waren zum ersten mal in den Alpen und hatten keine Probleme, waren aber froh, dass ich auf richtige Wanderschuhe bestanden habe. Als wir am Lago Scuro angekommen waren, haben wir den Pizzo Taneda nicht mehr gemacht. Angesichts unseres verzögerten Starts war die Zeit schon fortgeschritten und wegen der vielen Wolken wäre der Blick wohl ohnehin nicht so atemberaubend gewesen. Denn schon der Blick vom Bassa des Lago Scuro zurück auf die passierten Seen ist sehr schön. Schwierig zu besteigen wäre der Pizzo Taneda aber wohl nicht. Wenn ich das richtig erkennen konnte, müsste man links um den Lago Scuro rum und dann auf einem breiten Grad durch das Geröll hoch zum Gipfel. (in der Quadra Concept Karte ist dort auch eine gepunktete Wegspur eingezeichnet. Ich weiß nicht, ob es Markierungen gibt)

Nach einer ausgieben Rast sind wir dann auf dem Anstiegsweg zurück zum Lago di Tom. Dort biegt man dann links ab und geht über einen kleinen Pass (Scüd)  nach Cadagno di Fuori. Es lohnt sich dann definitiv, den etwas längeren Weg links um den See zur Capanna Cadagno zu nehmen, der durch ein schönes Moor führt.

Dann kommt man zur Alpe Cadagno, wo es den berühmten Piora Käse gibt, den man auf jeden Fall probieren sollte. Er ist wirklich sehr lecker und man kann ihn sowohl auf der Alpe als auch im Albergo Ritom am Stausee kaufen.(56 Franken das Kilo) Die Capanna Cadagno liegt ein paar Meter hinter der Alpe und ist gerade rennoviert worden. Architektonisch sehr interessant hat man die neue Hütte einfach über die alte drüber gebaut. Die Schlafräume (8er) sind im neuen Trakt. Sie stellen keinen echten Comfortgewinn dar, weil sie genau so eng wie überall und die Matrazen sogar unbequemer als in anderen Hütten sind. (vielleicht grade weil sie neu sind?) Die Duschen sind hingegen sehr konfortabel und der Essraum wirklich schön geworden. Auch das Abendmenue war gut, insbesondere die Desserts. Das Frühstück war in Ordnung. Die Hütte ist leider nur im Sommer bewartet. Der Wirt hat mir erklärt, dass im Winter die Lawinengefahr im Val Piora sehr sehr hoch ist, weshalb nicht genug Tourengeher kommen.

Am nächsten Tag sind wie dann nur noch auf dem etwas längeren Weg über Mottone abgestiegen, weil es Bindfäden geregnet hat. Trotzdem hat es auch den Neueinsteigern sehr gut gefallen, so dass die Tour ihren Zweck absolut erfüllt hat!

Tourengänger: Geissbock


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