Ochsenhorn - Reh schwimmend im Wildbach
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Die Berufsfachschule Oberwallis in Brig und Visp (BFO) führt diese Woche verschiedene Sportanlässe durch. Es wird geradelt und gefischt, es werden Berge bestiegen und wilde Tiere beobachtet, und andere schwitzen im Sportzentrum Olympica in Brig-Glis. Es ist erstaunlich, mit welch grossem Engagement die Schüler an den Anlässen teilnehmen.
Wildbeobachtung
Obwohl dies ein Bericht zur Besteigung des Ochsenhorns ist, füge ich ein paar Bilder von der Wildbeobachtung im Gerental ein. Die Bilder sind ausserordentlich. Ein Reh auf der Flucht durchquert schwimmend einen reissenden (Wild)bach. Eine solche Szene kann man wohl nur äusserst selten beobachten und fotografieren. Kompliment an meinen Kollegen BA, der mir diese Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Er scheint nicht nur mit dem Schiessgewehr und mit Kreide und Schwamm umgehen zu können.
Zur Besteigung des Ochsenhorns
Wir haben das Ochsenhorn von Visperterminen/Giw aus bestiegen. Man folgt vorerst einem schönen Wanderweg, der sich dann kurz nach der Waldgrenze mehr und mehr verliert und in einzelne Wegspuren übergeht. Leicht erreicht man den Grat nach weniger als einer Stunde. Flott geht es dann weiter über den Südgrat des Ochsenhorns bis auf dessen Gipfel.
Waren vorerst noch Zweifel zur weiteren Wetterentwicklung angesagt, und schauten wir immer wieder besorgten Blickes in Richtung Nanztal, von wo dichte Nebelschwaden zu uns heraufzogen, konnten wir dann doch bei jedem bewältigen Höhenmeter feststellen, wie es mehr und mehr um uns herum aufhellte.
Auf dem Gipfel konnten wir dann einen langen Aufenthalt unter blauem Himmel und wärmender Sonne geniessen, während es zumindest in St.Niklaus, Visperterminen und Staldenried zu regnen schien (Dies ergaben telefonische Rückfragen mit den verschiedenen Basislagern, wo unsere Liebsten in gespannter Erwartung über den Ausgang unserer einmaligen Unternehmung ausharrten).
Für den Abstieg wählten wir den NW-Grat des Ochsenhorns. Bald erreicht man den Ort genannt Sädolti, wo wir eine weitere Rast einlegten. Fantastisch die blühenden Wiesen zu dieser Jahreszeit. Welch ein Kontrast der Duft der Alpenblumen zum Duft in den Spelunken drunten im Tal oder zum Elektrosmog meines vermaledeiten PCs hier in meinem Arbeitszimmer, wo ich jetzt schon zum zweiten Mal diesen Bericht schreibe, weil das erste Mal etwas mit der Übermittlung auf den Server nicht klappte, und sich meine einstündige Arbeit mit einem einzigen Mausklick auf die gleiche Art in nichts auflöste wie der Nebel gestern.
Vom Sädolti ging es in gemütlicher Wanderung über den bekannten Höhenweg Gspon-Gebidem-Simplon in einer knappen Stunde zurück aufs Giw.
Eh, liebe Schülerinnen und Schüler, ihr seid fantastisch gewesen. Ihr habt euch genau so verhalten, wie man sich üblicherweise in den Bergen verhält. Auch wenn am Schluss einige Füsse etwas wund waren und verschiedene Muskeln schmerzten, war kein Wehklagen zu vernehmen - gut, dass ihr das für den Fussballmatch Schweiz-Türkei aufbewahrt habt. In keinster Weise hatte ich den Eindruck, dass ihr in dieser hehren Alpenwelt unsere fantastischen Klassenzimmer in unseren wunderbaren Schulhäusern vermisst habt.
Und dann war da noch die Hündin Belle. Wie das bei Hunden üblich ist, hat sie die Tour an diesem Tag wohl mindestens dreimal gemacht. Wieso kann ein Hund bloss nicht im Gleichschritt mit uns Zweibeinern einen Berg hochsteigen und wieder herunterkommen! Was gibt es denn da ständig zu schnüffeln? Dank Belle mussten wir wenigstens nicht ständig unsere Tour unterbrechen, um irgendwelche Wildtiere zu beobachten, die sonst wohl überall in der Gegend auf langweiligste Art am Grasen gewesen wären.
Nach vollendeter Tour war Belle aber dann wirklich mause, während wir anderen Tourengänger auf einer gemütlichen Gartenterrasse in Visperterminen noch genüsslich das einte oder andere alkoholfreie Bier genehmigten und die bestandene Tour nochmals in den buntesten Farben aufleben liessen.
Die Tour in Zahlen
Zeit Aufstieg: 2:58 Stunden
Gipfelrast: 0:56 Stunden
Zeit Abstieg: 2:30
Zeit insgesamt: 6:24
Höhenmeter im Aufstieg: 936






















































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