Fjölskyldan


Publiziert von Delta Pro , 11. Juni 2008 um 12:46.

Region: Welt » Island
Tour Datum:10 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 2:00
Aufstieg: 430 m

Wanderung auf einen aussichtsreichen Gipfel im Tal der Thorsmörk

 

Die Thorsmörk ist ein eindrückliches Tal am Fusse des Myrdalsjökulls. Auf allen Seiten ist es von Gletschern und hohen Gipfeln eingerahmt, die einen grossen Teil des im Süden Islands sehr reichlichen Niederschlags aufnehmen. Daher erfreut sich die Thorsmörk eines günstigen Klimas. Das Tal ist beliebt und lädt zu allerlei Touren ein. Wegen der tiefen Gletscherflüsse, die durchquert werden müssen, versucht man besser nicht mit dem eigenen Fahrzeug dorthin zu gelangen.

 

Die hier beschriebene Route ist eine einfache Bergtour, die nicht in der eigentlichen Thorsmörk, sondern auf der gut erreichbaren und viel seltener besuchten Nordseite des breiten Gletschertales zu finden ist. Der Aufstieg auf den Fjölskyldan, ein eigentlich wenig markanter Bergrücken, der durch einige Felsstufen gegliedert ist, ist abwechslungsreich, bietet Naturerlebnis und Einsamkeit, sowie prächtige Ausblicke auf die Gletscherwelt, die Gletscherflüsse und die weiten Küstenebenen. Der Fjölskyldan (Bezeichnung gemäss Gipfelbuch) ist auch unter dem Namen Porolfsfell bekannt  - danke margit.

 

Start auf der Piste der Fjallabak Sydra-Route rund 5 Kilometer nach den letzten Höfen auf der Nordseite des breiten Tals des Markafljots (ein Fluss ist zu durchqueren). Aufstieg in der Gipfelfalllinie über die gestuften Hänge. Die meisten Felsstufen können direkt erstiegen (ab und zu leichte Kraxelei, T4) oder einfacher umgangen werden. Das Gipfelplateau weist nur geringes Relief auf, weshalb der höchste Punkte (Steinhaufen und Gipfelbuch) etwas gesucht werden muss. Für den Abstieg haben wir eine etwas östlichere Route gewählt.

 

Reisetipp: Ein schöner Zeltplatz befindet sich rund 1km nördlich des Seljalandsfoss. Besonders eindrücklich ist der Zeltplatz-eigene Wasserfall, der fantastische Formen in den weichen, aber griffigen Aschefels geschnitten hat. Der Wasserfall fällt momentan in ein rund 30 Meter tiefes Loch, das von unten durch eine höhlenartige Schlucht betreten werden kann. In anregender Kraxelei (T4-T5, Fixseil) kann man die Felsnadel vor dem Wasserfall erreichen – dieser ist dann zum Greifen nah. Ein spannender Tummelplatz!

 

Das ist mein letzter Tourenbericht aus Island. Ich hoffe, dass ich allen, die dieses wunderbare Land bereisen möchten, einige Ideen mitgeben konnte, die über den Inhalt der normalen Reiseführer hinausreichen und mit den Bildern einige Impressionen aus der Insel von „Feuer und Eis“ vermitteln konnte.


Tourengänger: Delta, sglider

Galerie


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