Bockmattli - Tierberg - Bärensolspitz - ?


Publiziert von tricky Pro , 23. August 2013 um 23:12.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:22 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Oberseegruppe   CH-GL 
Zeitbedarf: 1 Tage
Aufstieg: 1821 m
Abstieg: 1878 m
Strecke:Innerthal - Heubodelistock - Schwartenegg - Chälen - Bockmattlipass - Bockmattli (Übernachtung) - Tierberg - Bärensolspitz - Pt. - Geissgaden - Boggenmoor - Eggberg - Bränden - Näfels
Unterkunftmöglichkeiten:Im Sattel vom Bockmattli auf 1850m

Kurzentschlossen entschied ich mich auf dem Bockmattli zu übernachten und am nächsten Tag via Tierberg dem Grat entlang nach Näfels zu gehen.
Ich nahm den letzten Bus nach Innerthal und startete meine Tour am 20:00 Uhr mit dem letzten Licht. Ab Heubodelistock ist der Weg nicht mehr zu erkennen, wegen den sehr vielen Kuhspuren. Ab Schwartenegg war die Dunkelheit schon so gross das ich mit Stirnlampe lief. Der Mond ist noch nicht zu sehen. Kurz vor der Bockmattlihütte kam mir ein anderer Berggänger in der Dunkelheit entgegen. Die erste und einzige Person die ich bei meiner Tour gesehen habe.
Beim Aufstieg im Chälen machte sich der Abwind und die Bise bemerkbar. Fertig ist mit im T-Shirt laufen. Ab dem Sattel ist der Mond im zarten Nebelschleier zu bestaunen. Die Bergwelt nun erhellt vom Mond. Ich genoss den Ausblick vom Bockmattli trotz der Bise. Meine warme Windjacke ist gerade Ideal. Kurz vor dem Alpinen Abstieg zum Tierberg entdeckte ich eine windgeschützte Mulde für meinen Schlafplatz. Wegen der Bise zog ich meinen Schlafsack ganz zu, so das auch das Licht vom Mond nicht störte. Wunderschön ist auch der morgen mit den vielen Schleier-Wolken. Der Ab- und Aufstieg zum Tierberg ist durch die vielen Tritte im Gras gut zu machen. Doch hat es einige ausgesetzten Stellen bei denen Vorsicht geboten ist (T5-). Bei Nässe sicher unangenehm.
Nun freue ich mich auf den weiteren Grat der nun viel breiter ist und sich weiterzieht bis zum Bärensolspitz.
Am besten hält man sich an dem Grat. Gämsspuren weisen meist den Weg. Selten ist es Ausgesetzt und es gäbe immer wieder die Möglichkeit rechts vom Grat einen Weg zu finden. Schnell war ich nicht unterwegs, das lag an den vielen Heidelbeeren die den ganzen Grat bewucherten - Frühstück :-)
Dann auf dem höchsten Punkt vom Ende, suchte ich mir eine direkte Linie vom Grat hinunter. Das hätte ich besser sein lassen. Ich folgte einem sehr steilen Gänsweg hinunter auf die markante untere Erhebung (Pt. 1705). Zum Teil senkrechte Gras/Gesteins Blöcke (T6+). Auf der Erhebung suchte ich nach dem weiteren Abstieg. Links (Norden) ging es senkrecht über Felsen. So umquerte ich rechts den Pt.1705 und kam auch da an überhängende Wände. Es gäbe eine Grasrampe. Aber auf meinem GPS sah ich das diese im unteren Teil Felsbänder aufweist. So wie es ausschaute war ich in einer Sackgasse. Somit alles wieder zurück über die losen Steine und die steile aber gut machbare Südflanke hinunter bis zum Wanderweg der mich kurz vor Stäfeli brachte. Ab da denn sehr Bike tauglichen Weg hinauf zum Boggenmoor und runter bis nach Näfels.

Fazit: Unter freiem Himmel übernachten ist immer schön. Speziell wenn man am nächsten Tag noch so einen schönen Grat vor sich hat. Der Grat hat Ähnlichkeiten mit dem von Neuenalpspitz - Gmeinenwishöchi, aber dieser hier ist etwas mehr ausgesetzter. Die Tour ist in beiden Richtungen begehbar. Aber vom Bockmattli zum Tierberg sind die steilen Abschnitte im Aufstieg, was ich als angenehmer empfinde. Gerne wieder, aber diesmal ohne Ausflug ins T6+ Gebiet nach dem Bärensolspitz.

Tourengänger: tricky


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Geodaten
 17538.gpx Innerthal - Bockmattli
 17539.gpx Bockmattli - Tierberg - Bärensolspitz - Näfels

Galerie


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