Lakigigar


Publiziert von Delta Pro , 7. Juni 2008 um 10:39.

Region: Welt » Island
Tour Datum: 9 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 2:30

In der Lavawelt der Laki-Spalte

 

Vor gut 200 Jahren herrschte am Laki die Apokalypse: Der grösste Vulkanausbruch der Geschichte förderte 12 Kubikkilometer (!) Gestein zu Tage. Die Lavaströme flossen über rund 50 Kilometer bis ans Meer und liessen unzählige Höfe in Flammen aufgehen. Giftige Gase zerstörten die Ernte und die abschliessende Hungersnot kostete viele Isländer das Leben. Heute ist die Laki-Lava aus dem 18. Jahrhundert von einer dicken Schicht leuchtend grüner Moose überzogen. Die Landschaft erscheint unwirklich und geheimnisvoll. Niemand wäre erstaunt, wenn tatsächlich ein Troll hinter dem nächsten Lavabrocken hervorkäme.

 

Die Laki-Spalte ist ein exklusives Ausflugsziel rund 2 Fahrstunden auf einer unangenehmen Rüttelpiste im Hinterland vom Ort mit dem unaussprechlichen Namen – Kirkjubaerjaklaustur (oder so). Verschiedene kleine Wanderungen durch die eindrückliche Lava-Landschaft sind möglich und sehr zu empfehlen. Im Nationalpark ist wildes Campieren verboten. Ein kostenloser Campingplatz befindet sich am Rand der Lavafelder, wo man das Zelt auf einer saftigen Wiese inmitten zerklüfteter Lavatürme aufstellen kann.

 

Sehenswert ist die Kraterreihe der eigentlichen Laki-Spalte unmittelbar neben dem älteren Vulkan Laki, dessen Gipfel auf einem guten Weg bestiegen werden kann. Ein Rundweg (1h, T2) führt durch die eindrückliche, wild zerrissene Kraterlandschaft der Lakigigar und auf einige Gipfel der kleinen Krater, welche die Spalte säumen.

 

Die Laki-Spalte zieht sich über Dutzende von Kilometern gegen Südwesten. Die Vulkanausbrüche haben immer wieder eindrückliche Krater gebildet, die teils mit tiefen, glasklaren Seen gefüllt sind. Eine weitere, lohnende Rundwanderung (2h, T2) rund 10 Kilometer südwestlich des Laki-Gipfels führt durch diese Kraterlandschaft und durchquert eindrückliche Canyons, in denen im 18. Jahrhundert nicht Wasser, sondern flüssiges Gestein floss. Besonders schön ist es, zu sehen wie sich die Vegetation allmählich wieder in der ehemaligen Feuerhölle ausbreitet.


Tourengänger: Delta, sglider

Galerie


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