Der Weg vom Tällital nach Kandersteg - Abschied für 2012


Publiziert von alpensucht , 16. August 2013 um 23:45.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum: 6 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 100 m
Abstieg: 1300 m

Heut muss ich also Abschied nehmen von meinen Freunden, die noch einen Tag länger als ich im Berner Oberland bleiben können.

Etwas bedrückt mache ich mich im Dunkeln auf den Weg vom Biwakplatz hinüber zur letztens gefundenen Quelle, um meine Bestände für die Rückreise aufzufüllen (Richtung Schwarzgrätli, teils weglos).

Der richtige Abstiegsweg durch das Üschenetal ist dann zunächst gar nicht ganz einfach zu finden (Dunkelheit). Als ich den markierten Weg habe, hänge ich noch so manchen Gedanken an die Touren der letzten Tage nach, insbesondere der traumhaften Tour gestern auf Rinder- und Chindbettihorn. Auch an die Schwierigkeiten am Steghorn Nordgrat muss ich denken und ein starkes Gefühl von Dankbarkeit kommt in mir auf.

Nach der Steilstufe, aus der zahlreiche Quellbäche strömen (laut AVF sollen einige davon sogar vom Tällisee stammen), führt der Steig über nun breiteren Weg hinab über die Innere und Äußere Üschene, vorbei an verlassenen und winterfesten Alp- und Ferienhütten. Der Blick zurück zu Felsen- und Steghorn in der Morgensonne muss natürlich noch ausgiebig genossen werden. An der Waldgrenze führt der Steig nochmals über eine steile Geländestufe nahe am Alpbach. Mit dessen Wasser wasche ich mich noch, bevor ich die eigentliche Rückreise über Basel antrete. Das Wasser war 7°C kalt, genauso wie auch die Luft an dem Morgen...

Der Rest bis zur Straße und den Parkplätzen ist nicht mehr der Rede wert.

Landschaftlich war der Abstieg durch das Üschenetal sehr reizvoll. Wenn wir wieder in das Gebiet zum Biwakieren kommen sollten, würde ich diese Route hinauf wählen, denn sie vermittelt langsam und mit schönen landschaftlichen Übergängen den Zugang ins Hochgebirge und alpine Terrain. T3+ wird eigentlich nur ganz oben im Tälli auf dem Weg zur Quelle und bis zum markierten Weg erreicht. Alles andere ist eher T2 und leichter.

Tourengänger: alpensucht


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