Dossenhütte


Publiziert von TomClancy , 23. August 2013 um 11:13.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum:16 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 

Endlich ist das lang ersehnte Hochtouren-Weekend mit meinen Schaffhauser Bergkameraden gekommen. Nachdem ich letztes Jahr aus Termingründen nicht auf den Palü mitkonnte, freute es mich umso mehr, dass dieses Jahr alles klappte.

Am Mittag treffen wir uns in Meiringen zum Beschnuppern und einem schnellen Imbiss und schon bald geht es mit dem Postauto über die abenteuerliche Bergpoststrecke Richtung Rosenlaui. Wenn man aus dem Postauto aussteigt, sieht man ringsherum eigentlich nur steile Wände! Na hoffentlich, schliesslich stehen nun ja 1200 Höhenmeter bis zur Dossenhütte an! Schnell die Rucksäcke geschultert und vorbei am Eingang zur Gletscherschlucht geht es bergwärts. Der Weg ist steil, aber gut gepflegt und sehr abwechslungsreich. So fällt das Marschieren leicht. Die erste Viertelstunde ist noch sehr touristisch geprägt, aber schon bald trennen sich die Wege von Spaziergängern und Berggängern und wir streben nun alleine unserem Ziel entgegen. Wir sind nicht in Eile, da wir heute nur zur Hütte wollen und so bleibt genug Gelegenheit, sich gegenseitig auszutauschen und die Kameradschaft zu pflegen. Auch ein Foto- oder Verpflegungshalt ab und zu liegt drin - so richtiges Einlaufen halt!

Auf ca. 1700 Metern verlässt man den Wald und folgt nun dem Dossenweg durch die eindrückliche Moränenlandschaft. Vor uns erheben sich mächtige Wände und wie so oft frage ich mich, wo wir da hoch sollen. Mittlerweile weiss ich aber, dass es fast immer einen Weg gibt und sehe der Sache gelassen entgegen. Und wirklich: bei einer Steilstufe verlassen wir mittels kettengesicherten Stufen und einigen Leitern die Moränenlandschaft. Wir steigen nun vorbei am Rosenlauibiwak, das wie ein Schwalbennest am Felsen klebt. Es geht immer höher, dem Urbachsattel entgegen. Nach dem Sattel wird es schon fast ein bisschen alpin und wir dürfen auch die Hände einsetzen. Nach wie vor sind aber alle kritischen Stellen mit Drahtseilen oder Ketten entschärft. Mittlerweile hat sich der stahlblaue Himmel überzogen und es kommt auch etwas Nebel auf. Als wir bei der gemütlichen Hütte ankommen, fallen sogar einige wenige Tropfen vom Himmel. Das Detachement Bier lässt sich davon aber nicht abschrecken und so geniessen wir den verdienten Hopfensaft auf der Terrasse. Anschliessend beziehen wir in der Dependance unser Nachtlager. Nach dem Nachtessen berät uns die Hüttenwartin sehr nett über die Probleme auf unserer geplanten Route. Nach einigem Abwägen entschliessen wir uns, morgen das Rosenhorn in Angriff zu nehemen und nicht das weiter entfernte Wetterhorn. Schliesslich wollen wir ja anschliessend via Ränfenhorn zur Gaulihütte queren und das wird so oder so eine lange Tour! Mit diesen Aussichten sinken wir schon bald in den Schlaf. Der eine oder andere mag vom morgigen Tag geträumt haben, andere haben sich schlaflos gewälzt. Egal, um 0400 Uhr wird der Wecker den neuen Tag einläuten!

Tourengänger: TomClancy


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