Brüggler, 1711m


Publiziert von Burro , 30. Mai 2008 um 20:26.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum:25 Mai 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Oberseegruppe 
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Bergstation (Niederurnen-Morgenholz)-Brüggler-Bergstation
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto oder Öv nach Niederurnen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s. o.
Kartennummer:1113

Aufgrund des vielen Schnees und des späten Aufbruchs, blieb der Brüggler heute unser einziges Tagesziel (Vorgesehen wäre noch der Chöpfenberg)
Von der Bergstation dem breiten und gut markierten Wanderweg folgen Richtung Mettmen. In Mettmen links (südlich) abbiegen und auf dem jetzt schmalen Wanderweg durch den Wald hinauf zu P. 1610. In diesem ersten Teil des Austieges trafen wir schon auf Schneefelder; der Aufstieg macht mit denen aber auch mehr Spass:-). Jetzt ist es unser Ziel, durch die Nordflanke hinauf auf dem Brüggler zu gelangen. Doch da dort der Weiterweg von Schnee bedeckt ist, entschliessen wir uns, den Wegspuren südlich vom Grat zu folgen und dann irgendwie auf den Grat zu klettern und weiter über diesen zum höchsten Punkt. Etwa 250m folgen wir diesem Wanderweg und erklettern dann den Grat über einen Kamin (I-II). Plötzlich steht man dann auf diesem wunderschönen, ausgesetzten Grat; der Gipfel schon (fast) zum Greifen nah und die Aussicht ist einfach grandios. Wir folgen dem Grat, in der Hoffnung, dass sich uns kein überwindbares HInderniss in den Weg stellt. Vor uns hat es zwar einige Seilschaften, doch die können uns nicht allzu stark beeindrucken. So folgen wir dem Osgrat ca. 100m ohne grosse Probleme. Doch dann kommt es halt, wie es kommen muss: Plötzlich stehen wir  vor einer ausgesetzten,  ca. 3m hoher Felswand, die abgeklettert werden muss. Das Abklettern misslingt, wie auch die die Umgehungsversuche in der Nord- bezw. Südflanke. So müssen wir unseren Besteigungsversuch über den Osgrat wohl oder übel abbrechen und umkehren. Doch so schnell geben wir nicht auf. Wir entschliessen uns, den Aufstieg doch durch die Nordflanke zu versuchen. Also klettern wir den Grat wieder zurück und gelangen so wieder zu P. 1610. Über ein steiles Grasband gelangen wir unter den ersten Felskopf und dort treffen wir auch auf eine Wegspur. Beim nächsten Aufschwung hat es zwar ein Fixseil, doch das ist zum einen unter Schnee oder von Lawinen teilweise ausgerissen. Die Querung dieses Schneefeldes ist etwas heikel, da der Schnee noch etwas hart ist und da das Feld in einer Felswand endet...(Pickel wäre hier evtl. hilfreich, wenn man ihn dabei hätte...) Weiter, kurz über Gras, und dann über ein langes, nicht besonder ausgesetztes Schneefeld (auch weicher Schnee) Richtung Gipfel. Ein weiteres Schneefeld umgehen wir rechts im steilen Gras. Der letzte Hang ist die Schlüsselstelle: Die Variante besteht aus einem steilen, ausgesetzten Schneefeld; einem nassen, rutschigen Grashang oder ein Grasband, direkt unter den Gratfelsen. Wir entschliessen uns für die letzte Variante und gelang so über dieses bewachsene, etwas ausgesetzt Band hinauf  zum Gipfel (T5). Auf dem Gipfel trffen wir Zaza , der durch die Südflanke aufgestiegen ist. Doch da ich ihn nicht von Fotos kenne, erkenne ich ihn leider nicht, dass da ein bekannter Hikr-Promi vor mir steht... Na ja. Jetzt sollte ich ihn kennen:-)
Abstieg wieder auf gleicher Route.

Wunderschöne Tour, jetzt mit Schnee noch spannender, die ich sehr empfehlen kann. Momentan ist ein Pickel evtl. hilfreich. Trittsicherheit und (jetzt noch) Erfahrung im Schnee, ist sehr hilfreich:-)










Tourengänger: Burro

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