Leglerhütte (2273 m) - von Ämpächli nach Schwanden


Publiziert von dulac Pro , 9. August 2013 um 03:13.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 5 August 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   Chärpfgruppe 
Zeitbedarf: 7:45
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 2100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus von Schwanden bis Elm, Hst. Sportbahnen
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Schwanden
Kartennummer:SLK 1:25.000 Elm und Linthal

Im schönen Glarnerland gibt es noch viele Ecken, die ich bisher nicht kenne. So auch das Gebiet um den Kärpf. Heute, fand ich, wäre eine gute Gelegenheit, dieses Manko auszugleichen und dabei auch die Leglerhütte zu besuchen, die hier schon vielfach lobend erwähnt worden ist.
 
Da ich gerne Überschreitungen mache, sollte Elm mein Ausgangspunkt sein. Entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten habe ich für die ersten Höhenmeter die Bergbahn bis Ämpächli genutzt. Eine gute Wahl, denn es ging derartig flott, daß zwischen Bus-Ankunft und Eintreffen auf der Bergstation, knapp 500 m höher, maximal eine Viertelstunde lag.
 
Von hier der Aufstieg über Ober-Ä(E)mpächli, Gelb Chopf, Wildmadfurggeli, Hinter Matt und das Sunnenbergfurggele zur Leglerhütte. Er ist schon häufig beschrieben, drum spare ich mir die Details. Unterwegs habe ich häufig zum Schauen (und Fotografieren) innegehalten, drum brauchte ich für diese Strecke auch fast 4 Stunden.
 
Die Hütte selbst ein Bijou, von der Terrasse wunderbarer Ausblick auf Tödi, Clariden etc. einerseits und auf den Glärnisch auf der anderen.
 
Bei der Mittagsrast im Gespräch mit meiner einheimischen Tischnachbarin befragte ich sie über geeignete Routen zum Abstieg. Denn die Auswahl an möglichen Varianten entsprechend der LK war riesig. Das übliche wäre wohl über den Garichti-Stausee hinab nach Kies gewesen, und von dort dann mit dem Bus nach Schwanden.
 
Doch dann gab es da in meinem Rother-Wanderführer noch eine deutlich längere Variante, zu Fuß bis hinab nach Schwanden. Die Nachbarin meinte dazu, ja, das wäre ein sehr schöner Weg, den ich durchaus in Erwägung ziehen könnte. Lt. Führer sollte man dafür 3 Stunden brauchen. Mir schien das etwas knapp, doch bei diesem konkreten Führer hatte ich auch an anderer Stelle bereits die Erfahrung gemacht, daß die angegebenen Zeiten von der Realität abweichen, sowohl in die eine wie in die andere Richtung. Entscheidung aber dennoch gefällt!
 
Zur späteren leichteren Orientierung zuvor noch bis zu der Kante (mit Aussichtsbank), wenige Schritte von der Hütte entfernt, von wo sich zumindest der erste Teil der Abstiegsroute gut überblicken ließ.
 
Dann steil hinab und an den Ängiseen (in denen gebadte wurde) vorbei zur Alp Ängi. Danach über einen Bach hinüber in die Flanke unterhalb des Fätschenhorns zum Steinstossfurggeli.
 
Von hier weiter immer den Grat entlang und mit einigen An- und Abstiegen über Franzenhorn, P1843, P1842 und P1824 bis kurz vor das Schönaufurggeli, wo eine Pfadspur nach links zum Aussichtspunkt Schönau führt (auf der LK P1849.6), der das „schön“ zu Recht bereits im Namen trägt. Abgesehen von dem kurzen Aufstieg zum Franzenhorn das letzte Wegstück offenes Wiesen- und Weidegelände mit schönem freien Blick, insbesondere hinüber zum immer näher kommenden Glärnisch.
 
Ab dem Schönaufurggeli geht es dann fast durchgehend recht steil hinab, der Steig teilweise ein wenig ruppig. Passagen durch Wald wechseln sich ab mit Wiesen. Auf meiner Route passierte ich P1579, unterhalb der Mätzstöck dann P1300 und weiter in nördliche Richtung bis zur Fahrstraße. Eigentlich hätte mich der Weg jetzt zum Tannenberg führen sollen, doch in den weiten Wiesen waren die Markierungen etwas spärlich, irgendwann war ich vom rechten Weg abgekommen und befand mich auf der Fahrstraße in der Nähe von P1033. Hier entdeckte ich auf der Karte einen möglichen Abstieg, der über Rüidisboden in gerader Linie zu P725 führen sollte. Dieser Steig war zwar weder ausgeschildert noch markiert, doch gut zu finden. Und es war tatsächlich die direkte Linie. Dann noch die letzten 200 Höhenmeter hinab nach Schwanden, kein Problem mehr, auch wenn sich der lange Abstieg mittlerweile in den Beinen bemerkbar gemacht hatte.
 
Total durchgeschwitzt, je tiefer desto schwüler an diesem heissen Tag, war ich nach knapp 4 Stunden an der Bahnstation angekommen. Hier die schlechte Nachricht: Mein Zug fährt erst in einer Dreiviertelstunde. Doch auch eine gute: Mir bleibt genügend Zeit für ein Weizen auf der Terrasse der Wirtschaft gegenüber.
 
Trotz des etwas anstrengenden Abstieg eine überaus lohnende Tour in einer herrlichen Gegend mit der zurecht vielgelobten Leglerhütte als Rastpunkt auf halber Strecke. Der Abstieg in meiner Variante offensichtlich nur wenig begangen, denn bis kurz vor Tannenberg bin ich keinem anderen Wanderer begegnet.
Ich werde gewiss wiederkommen für weitere Entdeckungen.
 

Tourengänger: dulac


Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»