Stöckalp - Hohmad und Gewitter


Publiziert von jaschwilli , 29. Juli 2013 um 13:26.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:23 Juli 2013
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Östliche Melchtaler Alpen   CH-OW   Westliche Melchtaler Alpen 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1470 m
Abstieg: 650 m
Strecke:siehe Wegpunktliste
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Stöckalp, hinteres Ende im Melchtal, Zufahrt mit Auto oder Bus

Vom Parkplatz der Seilbahn in Stöckalp starte ich auf dem Wanderweg nach Melchsee Frutt. Dieser führt anfangs noch durch Wald, später aber  recht sonnig am Fuss der das Tal begrenzenden Berge. Ich kam erst spät gegen 11 Uhr an, daher ist der Anfang schon ziemlich heiß und schweißtreibend.
In Melchsee Frutt ahne ich aber schon, dass sich gegen nachmittag Gewitter zusammenbrauen würden und ich entscheide mich gegen die zunächst geplante Richtung Haupt und Glogghüs, da dort schon erste Wolkentürme aufsteigen und ich auf dem Glogghüs definitiv nicht in ein Gewitter kommen will. Der Graustock wäre zu weit, also nehme ich die Route Richtung Barglen.
Nach Verlassen des Ortes schlängelt sich der Wanderweg auf einer extrem blumenreichen Route hinauf zur ersten Etappe am Bonistock. Hier mache ich eine kurze Kaffeepause und wandere dann weiter auf einem schmalen aber nie ausgesetzten Grat Richtung Hohmad – alles T3. Das Tannenschild hebe ich mir für den Rückweg auf. Auch wenn die Wegspuren sich manchmal ein wenig verlieren bleibt die Route klar und die rot weiß roten Pfosten machen die Orientierung problemlos und so erreiche ich nacheinander den Groß Homad, den niedrigsten der drei Gipfel und den Hohmad – der Schlussanstieg auf den Buckel ist dabei durchaus knackig. Hier, auf 2440 Meter blühen noch die Schlüsselblumen…
Ab hier ist die Route blau weiß markiert und wenige Meter hinter dem Gipfel gibt es einen zunächst leicht ausgesetzten Grat, der zusätzlich eine kleine Kraxeleinlage erforderlich macht. Während ich noch sinniere, wie ich die Stelle mit dem Hund am besten bewältige, kündet ein mächtiges Grollen aus Richtung Glogghüs unmissverständlich schlechtes Wetter an. Beim Blick auf die Gewitterwolken bin ich zunächst erst einmal froh, jetzt nicht im Grat auf dem Glogghüs zu hängen und entschließe mich, die Tour hier abzubrechen.
Auf dem Rückweg sehe ich die eindrucksvollen Riss- und Grabenbildungen am südlichen Felsabbruch – hier wird es irgendwann sicher einmal einen gewaltigen Bergsturz geben, da würde ich nicht drunter stehen wollen. Als kleines Schmankerl steige ich gerade noch über das Tannenschild, ein ausgesetzter T4 Grat (Fixseile, leichtestes Kraxeln) mit 5 Minuten Zeitbedarf. Ein eigenständiger Gipfel? Na, meinetwegen.
Die Zeit für diese kleine Extratour fehlt mir genau am Ende, sodass das Gewitter 5 Minuten bevor ich die Seilbahnstation erreiche loslegt. Jetzt heißt es warten, denn die Seilbahn fährt nicht. Nach etwa einer Stunde dann grünes Licht und ich bin ganz froh, nicht den nassen Abstieg zu Fuß machen zu müssen. Einen kurzen Schreckmoment gab es noch, als ein verspäteter Blitz die Gondel zum Stillstand bringt, aber wenig später bin ich wohlbehalten unten angekommen.
Fazit: Eine etwas kürzere Tour mit nicht so ganz großer Höhendifferenz. Wegen der hohen Temperaturen im Aufstieg war das kurzfristige Erschöpfungsgefühl trotzdem recht stark.
Ich bin froh, die Route wetterbedingt so gewählt zu haben und auch auf dem Hohmad umgekehrt zu haben und nicht weiter Richtung Chli Hohmad und Barglen gegangen zu sein.                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Tourengänger: jaschwilli


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