Goldloch und Chümibarren West


Publiziert von Delta Pro , 19. Mai 2008 um 07:53.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:26 April 2008
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Zeitbedarf: 2:15
Aufstieg: 430 m

Ein traumhafter Abend im Tössbergland und eine lohnende Alpin-Route für jedermann

 

Die hier beschriebene Tössbergland-Wanderung gehört zu den schönsten, die ich je unternommen habe. Die Schwierigkeiten liegen im Z3-Bereich und sind deshalb für jeden zu meistern. Dazu liegt eine Sehenwürdigkeit am Weg: Die grösste Höhle des Tössberglandes, das Goldloch, früher Isaraloch genannt. Das Goldloch ist für Kinder ein besonderer Genuss! An einem klaren, warmen Frühlingsabend ist diese Tour ein unvergessliches Erlebnis!

 

Von Chamm im verwunschenen Seitental bei Hinter Goldingen zuerst einige Meter auf dem Fahrsträsschen gegen die Hand, dann nach rechts abbiegen. Ein gepflegter Wegweiser und schwarz-gelbe Wegmarkierungen (eine Seltenheit!) weisen den Weg zum Goldloch. Nach einem Hüttchen zeigt der Pfad in ein Seitental ab und führt steil bergauf an verschiedenen Flühen und Wasserfällen vorbei.

 

Nach einer halben Stunde steht man vor dem unscheinbaren Eingang des Goldlochs. Die Höhle soll künstlich (wohl nur zu einem Teil) gegraben worden sein, um Goldvorkommen im Tössbergland auszubeuten. Scheinbar wurde aber nicht besonders viel gefunden. Auch ein anderes Goldloch am Dägelsberg (Schlüssel bei der Strahlegg erhältlich) zeugt von Schatzsuchern in dieser Region.

Gutes Schuhwerk ist empfehlenswert, um das Goldloch zu erkunden, da es in der Höhle ausserordentlich schlammig ist. Man kann sich nur gebückt bewegen. Ein rund 60 Meter langer Gang führt in den Berg. Beim Höhleneingang kann man auch nach links abbiegen und findet einen grossen See und einen weiteren Gang.

 

Vom Goldloch steigt man leicht links haltend weiter bergauf, bis man nach knapp 50 Höhenmetern eine grosse Waldebene erreicht. Hier setzt ein markanter Sporn an, dem man weiter folgt. Der Sporn ist problemlos zu begehen, der Einsatz der Hände ist nur selten nötig. Eine Nagelfluhstufe auf halber Höhe kann rechts umgangen werden oder man kann sie an Wurzelgriffen direkt erklettern. Über moosigen Waldboden erreicht man schliesslich die Weiden unterhalb des Chümibarrens und rechts haltend den Wanderweg. Auf dem Gipfel wurde unser schöner Aufstieg durch einen prächtigen Fernblick in die verschneiten Alpen und unendliche Abendruhe vervollständigt. Abstieg auf dem Wanderweg über Habrüti auf die Hand und zurück nach Chamm.


Tourengänger: Delta, sglider

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