Sonnenuntergang Freschen via Binnelgrat


Publiziert von paul_sch , 12. Juli 2013 um 11:09.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Bregenzerwald-Gebirge
Tour Datum:11 Juli 2013
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 830 m
Abstieg: 830 m
Strecke:4 km hin + 4km zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit PKW zur Unterfluhalpe
Kartennummer:http://map.geo.admin.ch/

Vorab: Von der Relation Schönheit pro Zeitaufwand vermutlich meine tollste Wanderung überhaupt. Auch wegen der dramatischen Abend-Lichtstimmung, aber nicht nur.

18:30 Abfahrt Dornbirn

19:08 Parken Unterfluhalpe (1.180 m), Beginn der Tour
Bei der Abzweigung nach links (von der Straße nach Ebnit) ist ein Fahrverbotsschild mit der Zusatztafel „kein Winterdienst“. Ich würde das als Fahrverbot interpretieren. Lt. Auskunft Stadt Dornbirn ist die Zufahrt aber erlaubt, wiewohl die Sperrung der Straße wohl immer wieder ein Thema ist. Es folgen einige Schotterpisten, die aber gut befahrbar sind.

19:13 Abmarsch: Unter der Materialseilbahn geht es in vielen Serpentinen rauf gut 1.600 m, in der Nähe der Altenhofalpe. Der Weg ist vom Gefälle und den „Tritten“ sehr angenehm, das gilt übrigens für die gesamte Tour. Es ist 20:01. Man hat die Wahl zwischen einer Abkürzung nach WSW oder einem kleinen Schlenker nach SO. Dann weiter nach Süden zur Binnelalpe.

Das Blütenmeer und die Abendsonne sind dramatisch, und irgendwie scheint alles etwas unwirklich. Kaum zu glauben dass wir nur wenige Kilometer von Dornbirn entfernt sind. Wir passieren massenweise Kühe, die im Gegensatz zur letzten Tour friedlich sind.

Rechts von uns taucht irgendwann eine gewaltige „Felsrinne“ auf. Ich habe schon viele geologische Absurditäten gesehen, doch soetwas quasi vor der Haustüre zu haben, hat schon was. Es würde mich reizen, abzuklettern und der Rinne zu folgen.

21:06 Wir erreichen den „heissen“ Teil des Binnelgrates inkl. Warnschild. Super-schön, wir sind beeindruckt. Links und rechts geht es oft ordentlich runter, ausrutschen könnte böse enden. Doch der Weg ist gut und technisch einfach und voller angenehmer „Tritte“.  Viele Stellen sind mit Stahlseil versichert. 1-2 Mal kann man die Hände zu Hilfe nehmen. Es wird viel fotografiert, die untergehende Sonne (so um ca. 21:15) in Kombination mit dem Nebel ist absurd schön.

21:23 Am Gipfel des Hohen Freschens auf 2.004m. Viel Fernsicht gibt es nicht, da wir meist in einer Wolke sind. Dafür gibt’s lecker ungarischen Wurstsalat.

21:45 Beginn Abstieg, natürlich mit Stirnlampe, es wird schnell dunkel. Bei der Binnelalpe begegnet uns ein Kätzchen, das uns lange Zeit verfolgt, bis wir es abschütteln können. Wir hoffen dass es den Weg zurück findet und die Nacht gut übersteht. Wir gingen den gleichen Weg retour – natürlich hätte es Möglichkeiten für eine Rundtour gegeben, doch dann wären wir noch viel später heimgekommen.

23:23 Ankunft bei der Unterfluhalpe.


Zu den Gehzeiten: Beim ersten Aufstieg unter der Materialseilbahn waren wir recht zügig unterwegs. Danach „normal“. Viel fotografiert. Während der gesamten Tour, es war ein Donnerstag, sahen wir keine Menschenseele.

Fotos von mir ( http://www.eigelb.at ) und Rebecca Tsukalas (http://www.tsukalas.at ). Kleine Karte siehe vorletztes Bild!

Tourengänger: paul_sch, tsuki

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»