Zuckerspitz 2133m


Publiziert von Bergmuzz , 30. Juni 2013 um 23:50.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Saanenland
Tour Datum:30 Juni 2013
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-FR   Gastlosenkette 
Zeitbedarf: 6:15
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Strecke:Mittelberg - Grubenberghütte - P.1945 - Husegg - Zuckerspitz - Grubenberghütte - Mittelberg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Zweisimmen mit dem Auto über den Jaunpass und weiter nach Jaun. Dort der Signalisation Abländschen folgen. Bei der Verzweigung kurz vor Abländschen nach links abzweigen und bis Mittelberg fahren.
Kartennummer:5025T Saanenland Simmental 1:50000 Gelbe Wanderkarte von Swisstopo

Zu Gast bei den Gastlosen

Damit heute eine Tour Möglich war mussten wir dem schönen Wetter schon entgegen fahren und zwar in die Westschweiz. Ziel waren die Gastlosen. Diese Kalkzapfen haben mich seit ich sie das erste Mal gesehen habe sehr fasziniert. Also machten wir uns heute Morgen früh mit Zug auf nach Zweisimmen und von dort mit dem Mobility nach Mittelberg. Bei Mittelberg gibt es ein paar wenige Parkmöglichkeiten. Weitere gibt es an der Strasse weiter Richtung Lauchnere. Die Parkplätze bei Mittelberg selber sind für die Hüttenbesucher reserviert und dementsprechend gekennzeichnet.

Um 10:20 war dann Start bei Mittelberg. Man folgt dem doch sehr steilen Bergwanderweg hinauf bis zur Grubenberghütte. Von dort ging es auf einem nicht markierten Pfad in einer weiten Kurve hinauf zu P.1945. Geplant hatte ich eigentlich die Besteigung von Dent de Ruth und Zuckerspitz. Doch die liebe Ruth zierte sich heute gar fest. Alles war vom Niederschlag der letzten Tage noch immer sehr fecht bis nass. Also liessen wir diesen Gipfel gleich nach der ersten Fixseilstelle sein, kehrten um und machten uns auf den Weg zur Husegg um von dort den Zuckerspitz zu begutachten.

Auf der Husegg angekommen machte der liebe Zuckerspitz zwar auch einen feuchten Eindruck aber das Gelände war nicht ganz so abschüssig wie an der Ruth und die Grassflanke sah gut gestuft aus. Also starteten wir nach einer Pause auf der Husegg zu einem anderen Versuch. Der erste Abschnitt vom Sattel bis unter die ersten Felsen war einfach und gut zu begehendes Steilgrassgelände wenn auch ziemlich feucht. Unsere Pickel leisteten hier sehr gute Dienste. Danach ging das Suchen los. Von Gegenüber sah der Aufstieg noch völlig logisch aus. Doch inmitten all dieser kleinen Rinnen, Grassabsätze und Felsen war die Route plötzlich gar nicht mehr so klar. Nach einigem Suchen und einem kurzen Verhauer spürte ich dann doch noch die richtige Route auf. Danach ging es ohne grosse Probleme auf den Gipfel. Grundsätzlich gilt eher rechts halten in der Grassflanke und im oberen Teil durch ein paar Rinnen im Zick Zack auf den Gipfel aufsteigen.

Nach einigen Fotos und dem Gipfelbucheintrag (auch hier musste Gesucht werden.. nämlich das Gipfelbuch) machten wir uns rasch wieder an den Abstieg. Dieser verlief erstaunlicherweise im feuchten Steilgrass fast besser als der Aufstieg. Der Abstieg bis zur Grubenberghütte war rasch bewältigt und wir konnten uns in der Grubenberghütte fürstlich bewirten lassen. Zur Belohnung gab es frische Aprikosenwähe aus dem Holzoffen und einen Kaffeebaileys. Den Schlussabstieg nach Mittelberg haben wir dann noch in sportlichen 10min abgespult.

Fazit: Die Gastlosen sind wirklich tolle Felsgestalten und ich hoffe ich kann dieses Jahr noch der Ruth die Ehre erweisen. Mich haben diese Zacken völlig in den Bann gezogen. Der Zuckerspitz ist wahrscheinlich bei trockenen Verhältnissen einfacher als heute bei diesem feuchten Untergrund.  Gewisse Stellen waren doch recht prickelnd. Deshalb denke ich ist ein T4+ gerechtfertigt wenn nicht sogar ein T5. Bei Nässe rate ich deshalb dringend davon ab. Unsere Route habe ich auf folgendem Foto eingezeichnet.

Bergmuzzä Tourenbericht:
http://www.bergmuzzae.ch/wp4/?p=228

Tourengänger: Bergmuzz, Gebi


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