Auf die Vorderkaiserfelden-Hütte von Ebbs


Publiziert von Gemse , 21. Juni 2013 um 00:02.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Kaiser-Gebirge
Tour Datum:16 Juni 2013
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 7:15
Aufstieg: 932 m
Abstieg: 932 m
Strecke:Ebbs - Vorderkaiserfelden-Hütte - Gasthof Veiterhof - Kufstein - Oberndorf - Ebbs (19 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Kufstein und mit dem Postbus nach Ebbs.
PKW: auf der BAB A93 bis Ausffahrt Oberaudorf/Ebbs/Erl. Weiter über den Inn, nach 5 km nach Ebbs. div. kostenlose P. Start an der Schule.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito.
Unterkunftmöglichkeiten:Vorderkaiserfeldenhütte: Ganzjährig. Betriebsurlaub siehe Hüttenhomepage
Ritzau-Alm (Alpengasthof) Ganzjährig geöffnet außer im November, montags Ruhetag
Kartennummer:Alpenvereinskarte Kaisergebirge 1:25.000

Heute will ich mal hoch hinaus, mal Höhenmeter bolzen. So fahre ich an den Rand des Zahmen Kaisers bis nach Ebbs in Tirol. Am Morgen wabern noch tiefhängende  Wolken um die Berge, durch den nächtlichen Regen, aber das Wetter soll heute schön werden und der Wetterbericht soll Recht bekommen.
 
Von der Volksschule gehe ich auf der Salitergasse nach Osten unter der St. Nikolaus Kirche vorbei. Ich biege zum Gasthaus Ederegger ab in die Kaiserbergstraße. Ich halte mich links in Richtung Aschinger Alm. Über freie Almwiesen geht es jetzt in Serpentinen hoch bis zum Wegweiser: Vorderkaiserfelden-Hütte Weg Nr. 811 auf der rechten Seite. Hier beginnt der Wanderpfad. Es geht mäßig steil hoch auf einem teilweise stark ausgewaschenen Weg. Durch den Regen in der Nacht ist der Weg sehr schmierig und rutschig. Ich überquere 3-mal eine Forststraße. Der Steig wird jetzt flacher und biegt nach Südwesten ab. An der sogen. "Musikantenrast" steigt der Steig wieder steiler an. Über viele Holzstufen geht’s jetzt unter die Felswände des Zahmen Kaisers durch. An einer etwas heiklen Stelle ist sogar ein Stahlseil gespannt. Hier ist der Steig nur noch 10cm breit und der Fels ist sehr rutschig. Ab dieser Passage verschwindet die Kamera in den Rucksack. Der Steig ist schlichtweg zu steil und teilweise zu ausgesetzt, da sollte man alle Hände frei haben. Immer wieder geht’s hart unter den Felsen entlang und dann wieder steil durch den Wald über steile Holzstufen hoch. Der Steig ist sehr rutschig und unangenehm zu begehen und sehr schmal und ausgesetzt, Ausrutschen oder Stolpern kann schlimme Folgen haben.
 
Nach langen 2 1/2Std. neigt sich der Weg in eine kleine Waldschlucht. Durch das Bachbett steige ich weiter, Gott sei Dank jetzt flacher und nicht mehr so ausgesetzt. Endlich erreiche ich einen Weidezaun, hier kann es nicht mehr schlimm werden. Ich trete aus dem Wald heraus auf die Weideflächen unter der Vorderkaiserfelden-Hütte. Über die bunte, blumenübersäte Weidefläche geht’s jetzt nach links hoch zur Vorderkaiser-Hütte (1384 m), 911 Hm ab Ebbs sind geschafft. Der Ansturm auf die Hütte hält sich in Grenzen. Trotz des schönen Wetters sind nur höchstens 20 Wanderer oben, die erstaunlich leise und ruhig sind.
 
Nach einer ausgiebigen Rast breche ich auf. Jetzt folgt der lange Hatscher durch das wunderschöne Kaisertal hinunter nach Kufstein. Auf dem breiten Fahrweg wandere ich in südwestlicher Richtung, immer das Inntal und den Pendling vor Augen. Ich erreiche die Ritzaualm (1153 m).  Zunächst will ich noch eine kleine Rast einlegen, aber ich flüchte – zu laut und restlos überfüllt.
Der weitere Abstieg führt nun angenehm und schattig durch den Wald, auch wenn der Fahrweg teilweise doch ziemlich steil ist. Kurz vor dem Gasthof Veiterhof kommt von links der Weg vom Stripsenjoch und Hinterbärenbad herunter. Kurz hinter  dem Gasthof Veiterhof (724 m) biege ich flach links ab, denn die Fahrstraße durch den Tunnel hinab nach Kufstein ist für Fußgänger gesperrt.
 
Der Weg führt jetzt rechts an einer Steilwand entlang, während es links steil zum Kaiserbach hinunter geht. Nach einigen hundert Metern beginnt die Sparchenstiege. Angeblich 247 Stufen bringen mich über 100 Höhenmeter hinab, nicht wirklich steil, aber doch etwas Kondition erfordernd. Ich habe die Stufen nicht gezählt, ich hatte die rund 900 Hm Aufstieg und auch dieselben Höhenmeter im Abstieg in den Knochen.
Im Tal biege ich jetzt Nordosten ab, immer dem Wegweiser Richtung Ebbs folgend. Es ist noch ein rund 8 km langer Talhatscher zu bewältigen, wichtig ist nur, es geht nicht mehr steil hoch oder runter. Teilweise durch den schattigen Wald erreiche ich Oberndorf (473 m) und von hier in einer guten halben Stunde meinen Ausgangsort Ebbs.
 
Kurzinfo: (laut Wanderführer)
   
Region: Kaisergebirge
Tourenart: Bergtour (mittel)
Dauer (Stunden): ca. 5 Stunden
Kinder: Kinder: nur mit guter Kondition (steil)
Hunde: ja
Anforderung:
   
Höhenunterschied: ca. 900 Hm
Schwierigkeit: mittel, sehr steil, an einigen Stellen ist der Steig durch Drahtseile abgesichert, Wegemarkierung teilweise schlecht erkennbar,
äußerste Vorsicht bei nasser Witterung (erhöhte Absturzgefahr)
 
Weg: mäßig schwer
Kondition: hoch
Technik: mittel
 
Meine Daten und Empfindungen: 
  •  Ebbs – Vorderkaiser-Hütte 3,5 Std. – 5,5 km
  • Vorderkaiserfelden-Hütte – Tal bei Kufstein 2,5 Std. – 5,5 km
  • Kufstein – Ebbs 1,25 Std. – 8 km
  • alle Pausen sind in den Zeiten enthalten
     
  • Unter den gegebenen Verhältnissen war die Tour ein Himmelfahrtskommando, das ich gut überstanden habe und nicht wiederholen möchte.
  • Bei optimalen Verhältnissen eine landschaftlich schöne Wanderung mit vielen Tiefblicken ins Tal. 

 Bergwanderer:    Karl  (Die Plüschtiere - Leo II  + Martin + Gustav)

Tour 157 <--- Tour 158---> Tour 159     (Tournummern nach Einstellungsdatum der Touren)


Tourengänger: Gemse


Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Geodaten
 16338.gpx 2013-06-16 Ebbs.gpx

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (2)


Kommentar hinzufügen

bidi35 hat gesagt: potz tuusig...
Gesendet am 21. Juni 2013 um 10:09
...du machst aber Sachen...alle Achtung!!!
LG Bidi

Gemse hat gesagt: RE: potz tuusig...
Gesendet am 21. Juni 2013 um 10:45
... , wenn ich die Wanderführer-Info vorher gelesen hätte, hätte ich die Tour so nicht gemacht.
Der Aufstiegssteig war bei diesen Wetterverhältnissenschon kriminell. Ab der Stahlseilpassage galt für mich nur noch: Augen zu und durch. Ein Abbruch und Rückkehr kam für mich nicht mehr in Frage.

LG Karl


Kommentar hinzufügen»