Piz Muot 2669,9 m - Über den Arvenwäldern der Albulaalpen


Publiziert von Ivo66 Pro , 16. Juni 2013 um 17:39.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Albulatal
Tour Datum:16 Juni 2013
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 890 m
Abstieg: 890 m
Strecke:Preda - Val Zavretta - P. 2134 m - Muot Surent - Südflanke - Ostgrat - Piz Muot P. 2669,9 m
Kartennummer:1:25'000 Albulapass

Das Albulatal mit seinen wilden, herrlich duftenden Arvenwäldern und den sich darüber auftürmenden felsigen Berge ist für mich einer der schönsten Landschaften der Schweiz. Es steht dem Engadin und dem Schweizer Nationalpark in nichts nach und bietet unzählige Tourenmöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade. Im Gegensatz zum Letztgenannten sind hier Einsamkeit und Abgeschiedenheit garantiert, und wer Ruhe und unvergleichlich schöne Berglandschaften sucht, der wird hier in jedem Fall fündig.

Der Piz Muot, nicht gerade ein markanter Berggipfel, trohnt auf einem langen Gratkamm, der in der Fortsetzung den sich von hier mächtig präsentierenden Piz Zavretta erreicht und weiterverläuft bis zum Piz Üertsch, um in der Folge über den Piz Blaisun Richtung Engadin auszulaufen. Die letzten gut 150 Höhenmeter sind weglos und verlaufen durch steile Geröllhalden, die aufgrund des losen Gesteins kraftraubend sind. Die Tour ist aber mehr als lohnend, und vom vergleichsweise niedrigen Gipfel präsentiert sich ein nicht für möglich gehaltenes Panorama. Besonders beeindruckend tritt auf der gesamten Tour immer wieder der stolze Piz Ela in Erscheinung; alleine diese Ausblicke rechtfertigen eine Besteigung in jedem Fall.

Gleich von Beginn an wird man auf dieser Tour in fast märchenhaft anmutende Welten versetzt: Besonders nach diesem endlos langen Winter, dem verregneten bzw. verschneiten Frühling, ist es ein doppelter Genuss, auf dem gemütlich ansteigenden Wanderweg von Preda aus durch die betörend duftenden Arvenwälder aufzusteigen. Nachdem man die Alpweiden oberhalb der Wälder erreicht hat, wird die Tour zunehmend aussichtsreicher. Die Querung durch sehr steile Bergflanken nach der Alp Zavretta, die man allerdings rechts liegen lässt, verlangt dann sauberes Gehen; der Pfad ist dort schmal und immer wieder sind kleinere Runsen zu queren. Eine davon ist sogar mit Ketten gesichert.

Für die Gipfelbesteigung sollte man mit lebendigen Geröllhalden etwas vertraut sein. Der Wanderweg verläuft von der kleinen Hochebene unter dem Gipfelaufbau in der Folge absteigend weiter und führt bis nach Bergün hinunter.

Routenbeschreibung:

Preda - Alp Zavretta (T2)

Von Preda aus ist der meist nur leicht ansteigende Bergwanderweg Richtung Alp Zavretta bzw. Muot Surrent ausgeschildert und stets gut sichtbar bzw. markiert. Gleich zu Beginn, wo der Weg am Hotel vorbeiführt, ist er noch breit (hier nicht gleich nach etwa 10 Metern dem besser ausgeprägten breiten Weg nach rechts folgen, sondern gerade aus weitergehen). Man steigt nicht bis ganz zur Alp Zavretta weiter auf, sondern überquert den Bach auf ca. 2230 m. ü. M nach links (Wegweiser Richtung Muot Surrent vorhanden, zur Zeit liegt dieser aber etwas abseits der eigentlichen Abzweigung am Boden).

Alp Zavretta - Muot Surrent (T3)

Der schmale Bergpfad quert nun bald sehr steile Halden; Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier Voraussetzung, um sich wohl zu fühlen (Kettensicherung vorhanden an einer ziemlich ungemütlichen Stelle in einer schuttigen Runse). Heute mussten wir kurz vor Muot Surrent noch zwei Schneefelder umgehen, was aber problemlos war, in steilem, aber gut gestuften Gelände. In einer Woche dürfte der gesamte Aufstieg schneefrei sein.

Muot Surrent - Piz Muot (T4)

Von Muot Surrent gilt es zunächst mal, den richtigen Gipfel zu identifizieren: Der markanteste ist der Piz Muot. Man steigt in steilem Geröll den Hang aufwärts an beliebiger Stelle und sucht sich einfach das Gelände aus, welches einem am ehesten behagt. Der Gipfel wird am besten in Aufstiegsrichtung gesehen von rechts über den kurzen Grat erreicht (teilweise im oberen Bereich Wegspuren vorhanden). Der Gipfelgrat ist in einem kurzen Abschnitt ausgesetzt, aber gut begehbar. 


Tourengänger: Ivo66, Lena


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