Rundwanderung im Kanton Jura


Published by jobi , 7 May 2008, 20h29.

Region: World » Switzerland » Jura
Date of the hike: 4 May 2008
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-JU 
Time: 5:00
Height gain: 700 m 2296 ft.
Height loss: 700 m 2296 ft.
Route:Saignelégier (982 m) - Bahnhaltestelle Muriaux (962 m) - Sommêtres (1075 m) - (Abstecher zum Aussichtspunkt Refuge des Sommêtres) - Le Theusseret (507 m) - Goumois (493 m) - Les Pommerats (899 m) - Saignelégier (982 m)
Access to start point:Freiburg/Breisgau - Basel - Delémont - Saignelégier. Parken am Bahnhof
Access to end point:dito.
Accommodation:Einige in Saignelégier

Die Wanderung im Schweizer Jura führte uns in die Gegend von Saignelégier im Kanton Jura. Saignelégier ist die Hauptstadt der Freiberge (Franches-Montagnes), ein Hochplateau, das nur wenige Erhebungen aufweist. Wir waren an diesem Tag insgesamt 7 Personen - aufgrund der etwas längeren Anfahrtstrecke und dem Anspruch der Tour blieb die Gruppe wohl überschaubarer. Nach einer Anfahrt von ca. 2 Stunden über Basel - Delémont kamen wir beim Bahnhof Saignelégier (982 m) an. Vom Bahnhof liefen wir anfangs den Gleisen entlang und bogen bald nach rechts Richtung Muriaux ab. Am Ortsende liefen wir an einem riesigen Pferdestall vorbei - Die Freiberge sind für ihre zahlreichen Pferde bekannt. Fast eben ging es über freie Flächen zur Bahnhaltestelle Muriaux (962 m). Auf der ganzen Strecke sahen wir einige Frühlingspflanzen wie die Sumpf-Dotterblume und die Wald-Schlüsselblume, welche bei uns in der Ebene schon länger verblüht sind. Nicht umsonst gehören die Hochlagen im Jura zu den kältesten Gegenden der Schweiz. Von der Haltestelle stieg der Weg leicht Richtung Sommêtres (1075 m). Hier machten wir einen Abstecher zum Aussichtspunkt Refuge des Sommêtres. Auf diesem Aussichtsfelsen befindet sich eine gemütliche Hütte, welche wohl öfters von Kletterer benutzt wird. Die Aussicht reichte von dem unter uns liegenden Doubstal über die Juraberge im Westen bis zu den Vogesen im Norden. Anschließend ging es zur Weggabelung zurück, wo wir wieder dem Hauptwanderweg folgten. Bald ging es rechts ab und wir stiegen recht steil durch einen Wald ab. Auf halben Abstiegsweg kamen wir nochmals an einem kleinen Aussichtspunkt vobei. Nun folgte der schwierigste Teil der Tour: Ein steiler, teilweise rutschiger Abstiegsweg, der mit 2 Eisenleitern und Ketten gesichert war. Besonders beeindruckend war der "Urwald" von Theusseret, welcher seit 1992 sich selbst überlassen wird. Bei Le Theusseret  (507 m) erreichten wir den Doubs, den wohl bekanntesten Fluss im Jura. Leider war die Idylle im Doubstal durch eine Gaststätte gestört. Jedoch genehmigten wir auch uns einen Kaffee bzw. ein Bier und konnten die landschaftichen Schönheiten direkt von der Terrasse genießen. Ein Wasserfall stürzte direkt neben dem Restaurant in die Tiefe. Nachher verlief der Wanderweg am Doubs entlang. Der Waldboden war mit lauter Steinen übersät, die Bäume von Moos und Flechten überwuchert. Dies wäre eine ideale Kulisse für einen Märchenfilm. Im Wald fanden wir einige Exemplare des Stattlichen Knabenkrauts, einer Orchidee. Der folgende Ort Goumois (493 m) besteht aus einem schweizerischen und französischen Teil und war gleichzeitig auch Wendepunkt unserer Wanderung - Von hier an mussten wir wieder 600 Höhenmeter aufsteigen. Doch vor dem Aufstieg liefen wir noch kurz nach Frankreich. Der Aufstiegsweg führte am Anfang recht schweisstreibend über Wiesen und Weiden. Nach einiger Zeit traten wir wieder in den Wald ein. Es wurde endlich wieder schattiger, dafür aber der Weg noch steiler. Vor der Ortschaft Les Pommerats (899 m) erreichten wir wieder die baumlose Jura-Hochfläche. Nach dieser Ortschaft machten wir nochmals eine kurze Rast und verzehrten unseren letzten Proviant. Kurz danach ging es nochmals ein kleines Stück bergauf. Auf den Wiesen sahen wir einige Exemplare der Wilden Osterglocke, welche sonst eher in den Hochlagen des Jura wächst. Kurz oberhalb von Saignelégier hatten wir eine schöne Sicht zum schneebedeckten Chasseral (1607 m). Nach einem kurzen Abstieg kamen wir bald am Ausgangspunkt unserer Tour an.

Die Wanderstrecke betrug ca. 17 Km bei einer reinen Wanderzeit von ca. 5 Stunden und ungefähr 700 Höhenmetern.

Die Rückfahrt fühte uns über Delémont nach Ferrette und St. Louis zurück nach Wolfenweiler. Die Heimfahrt dauert nicht wesentlich länger, war aber um einiges reizvoller wie die Hinfahrt. Besonders schön waren die Laubwälder am Glaserberg, die Abendsonne und das Städtchen Ferrette.

Die Schlusseinkehr fand wie so oft im Nepomuk (
http://www.speedbase-server.de/homepage_modul.afp?id=_0PU1DUK0S) in Bad Krozingen statt.

Die komplette Bildergalerie findest Du unter www.straussenclique.com/bilder/freiberge.

 

 

Hike partners: jobi

Gallery


Slideshow Open in a new window · Open in this window


Post a comment»