Schwägalp - Ebnat-Kappel


Publiziert von Wisi , 6. Mai 2008 um 22:38.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum: 4 Mai 2008
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG   CH-AR   Alpstein 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 850 m
Abstieg: 1500 m
Strecke:Schwägalp (Passhöhe) - Ebnat-Kappel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit der Appenzeller Bahn bis Urnäsch. Von dort mit dem Postauto Richtung Schwägalp. Auf der Passhöhe aussteigen.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit der Südostbahn zurück. Oder mit dem Bus nach Wattwil, von dort im Zug nach Wil.
Kartennummer:T

Als ich auf der Schwägalp-Passhöhe aus dem Postauto steige, bin ich schwer beeindruckt: Der schneeweisse Säntis steht majestätisch vor mir, einen Moment lang glaube ich, dies sei der höchste Berg, den ich je gesehen habe. Fast beneide ich meine Mitpassagiere, die im Bus geblieben sind und erst an der nächsten Station aussteigen, wo sie sich dann auf den Gipfel fahren lassen.

 

Vielleicht wachsen in mir solche Gedanken, weil mir die Wanderung, die vor mir liegt, nicht so attraktiv wie angedacht scheint. Denn je höher das Postauto gefahren ist, desto grösser und zahlreicher werden die weisse Flecken, die sich auf Feldern breit machen. Schnee! Hier, auf nur 1200 Meter, scheint noch immer Winter zu herrschen.

 

Trotzdem stapfe ich Richtung Ennetbühl los. Über den Schnee. Ein mühsames Unterfangen, immer wieder sinke ich ein. Und immer heftiger zweifle ich an dieser Wanderung. Sie sollte mich zum Ofenloch führen. Eine tiefe Schlucht, die bedingt, dass man "unbedingt trittsicher und schwindelfrei" ist (Rother Wanderführer "Glarnerland"). Dabei habe ich schon auf dem freien Feld und im Wald schneebedingt Mühe mit meiner Feinmotorik! Ich beschliesse darum beim Chräzerenpass, dieses Naturschauspiel weiträumig zu umlaufen.

 

Ich wandere weiter über Horn, Ellbogen und auf den Hinterfallenkopf. Dort raste ich, ziehe Bilanz und merke: Wegen der durchaus sinnvollen "Abkürzung" wäre ich viel zu schnell an meinem Ziel. Darum fasse ich einen neuen Endpunkt ins Auge: Weil ich bisher noch nie im Toggenburg wanderte, will ich von dieser Gegen mehr sehen als nur Schnee und den Säntis - ich will nach Ebnat-Kappel.

 

Darum gehts weiter, immer schön auf und ab: Chlosteralp, Gössigenhöchi, Grundlosen. Es lohnt sich, die Schneefelder werden immer kleiner, schliesslich wandere ich nur noch auf grünen Wiesen und habe tatsächlich das Gefühl, dass nun der Frühling eingekehrt ist.

 

Kurz vor dem Weiler Bendel zeigt der Wanderwegweiser auf ein Feld, das aber eingezäunt ist. Weil die Strecke auf der asphaltierten Strasse nur minim länger scheint, bleibe ich der Weide fern. Mein Karma belohnt mich - beim Blick zurück sehe (und rieche) ich, dass auf dem Feld gerade eben Mist angelegt wurde!

 

In Bendel kehre ich ein und belohne mich in dem mit chächen Mannen gefüllten "Sternen" mit einem Bier. Ohne lange nachzufragen wird mir ein grosses hingestellt. Prost! Entsprechend beschwingt laufe ich dann ins Tal hinunter und folge der lärmigen Strasse bis zum Bahnhof von Ebnat-Kappel.


Tourengänger: Wisi

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Geodaten
 175.kmz Schwägalp - Ebnat-Kappel

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Kommentare (1)


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ossi hat gesagt: Schnee
Gesendet am 7. Mai 2008 um 09:20
Hoi Wisi

Die nördliche Alpsteinkette, an der Du warst, bildet die Alpenfront. Bei Nordwestlagen schmeisst es jeweils die ganzen Niederschläge an diese Mauer heran, deshalb auch der viele Schnee. Das Ofenloch ist ein Traum, da solltest Du im Sommer nochmals vorbeikommen.

Gruss
ossi


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