Nach einer gemütlichen Nacht im Bivacio Rossi e Volante CAI machen wir uns auf zum nächsten Gipfel, dem Castor. Die breite Ostflanke ist imposant, zwei grosse Bergschründe sind schon von weitem sichtbar. Sind sie überwindbar?
Zuerst fahren wir vom Biwak hinab auf den Gletscher gleich in die Nähe vom Schwarztor. Nun beginnt die Spur gleichmässig ansteigend zur Ostflanke. Bald wird es so steil und hart, dass die meisten ihr Skidepot machen. Wir lassen unser Material auch zurück und mit Steigeisen und Pickel steigen wir weiter in einer guten Spur. Wir erreichen den ersten Schrund, breit und gähnend tief wie eine grosse Spalte. Aber es gibt eine stabile Brücke, aber nicht sehr breit. Mit zwei grossen Schritten wuchten wir uns darüber hinweg. Nun kommt eine relativ steile Flanke, etwa 40° während etwa 80HM. Dann wird es wieder etwas flacher, aber immer hinauf. Unter dem Gipfel erreichen wir den zweiten Schrund, er ist kleiner aber ebenso tief. An dieser Stelle stellt sich die Flanke auf, 60° steil. Der Schrund ist auch hier überwindbar, man stellt sich einfach auf seine Kante, schlägt den Pickel in den Firnhang und zieht sich über die Spalte. Hier kann ich meinen Eispickel bestens gebrauchen. Ich komme oben auf den Grat und zuerst ragt nur mein Kopf darüber und ich sehe genau hinüber zur Dufourspitze. Leider nur für einen kurzen Moment, es tauchen Wolken auf und ziehen über das Monte Rosa Gebiet. Vom Ausstieg führt nur noch ein schmaler Grat zum Gipfel. Mein Traum auf einem solchen Grat zu laufen. Andere tun sich schwer an dieser "Schwerelosigkeit", doch für mich sind solche Moment unvergesslich schön! Bald endet der Grat auf dem Gipfel und
Wir geniessen die Gipfelmomente bei angenehmem Klima, fast kein Wind aber leider immer mehr Wolken um uns herum. Vom Felikjoch kommen uns Berggänger entgegen, sind das unsere beiden Biwakgenossen? Sie wollten zum Liskamm, der ist jetzt dick in den Wolken. Wir warten aber nicht weiter, die Wolken mahnen zum Abstieg.
Im Abstieg auf dem Grat überholen wir ein französisches Pärchen. Sie waren schon am Abstieg als wir an ihnen aufstiegen. Die Frau ist völlig überfordert. Sie klammert sich am Grat und wimmert vor sich hin. Ihr Freund kann sie nicht mehr zum Weitergehen bewegen. Andi ist schon weiter unten in der Flanke, so helfe ich den beiden. Rittlings rutscht sie dan schmalen Grat ab und an der Flanke steige ich voraus ab und setze ihren Fuss Tritt um Tritt an die richtige Stelle. Ihr Freund sichert sie am Seil von oben. So erreicht sie schlussendlich glücklich und erleichtert die Stelle unterhalb des Schrundes. Von hier wird sie es schaffen. Der restliche Abstieg ist einfach, bald erreichen wir unser Skidepot. Endlich gönnen wir uns eine Mittagpause.
Nun können wir ein gutes Stück Skifahren, vorbei am Zwillingsjoch bis an den Fuss der Roccia Nera. Dann heisst es wieder anfellen und die lange Strecke hinauf zum Breithornpass überwinden. Wir müssen uns auch überwinden, es ist noch weit, warm und die Querung unangenehm schräg. Solche Passagen sind vor allem mental zum Beissen, körperlich ist es ja nicht so streng. Auf dem Breithornpass werde ich übermütig und lasse mich von der Erhebung Gobba di Rollin anstacheln. Diesen Gipfel könnten wir doch noch mitnehmen! Ich ziele darauf zu und kann Andi auch dazu anstacheln. Aber wieder zieht sich die Strecke. Schlussendlich beisse ich alle Zähne zusammen bis ich oben bin. Cool, wir schaffen es! Nun gehts von hier 1'000HM sausend auf Skipisten hinunter. Was für ein Leckerbissen nach einem solchen Tag!
Am Ende erwartet uns im Tal der Frühling und eine lange Heimreise. Es ist schon dunkel als ich zu Hause ankomme, aber das zufriedene Lächeln blieb mir bis zum Einschlafen........




















Schraube locker!?
Egal. Hauptsache deine Knochen bleiben ganz. Dafür sorgt der "Edge 25" mit eingebautem Rückenprotektor. Der Rucksack ist mit einem weichen Schaum ausgestattet, der sich bei einem Schlag verhärtet und dämpft und somit die Wirbelsäule schützt.


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