Heidenkopf (1685m)


Publiziert von Tef Pro , 29. April 2008 um 20:31.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:27 April 2008
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 3:30
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 650 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Vom Riedbergpaß kommend: kurz vor Balderschwang- Dorf rechts ab auf kleiner Teerstraße. An der Hauptstraße zahlreiche, gebührenpflichtige Parklpätze.
Kartennummer:Kompass Nr. 3

Das Tal rund um Balderschwang wird auf der Nordseite von schönen Nagelfluhbergen begrenzt. Die Hänge fallen oft sehr steil ab und sind überall von fotogenen Felszacken und -fluhen durchsetzt.
Auch hier liegt noch viel Schnee, selbst im Tal auf gut 1000 Meter Höhe kann man noch Langlaufen.
Wir starteten (von Österreich kommend) kurz nach dem Dorfzentrum links bergan auf einer schmalen Teerstraße. Nach circa 10 Minuten erreichten wir die größte Sehenswürdigkeit von Balderschwang, eine über 2000-jährige Eibe. Sie ist gar nicht mal so groß, aber an ihrem zweigeteilten Stamm kann man erahnen, wie viele Stürme sie schon gesehen hat.
Bereits hier konnten wir unsere Schneeschuhe anschnallen und folgten dem Weg gleichmäßig ansteigend Richtung Nordost meist über freie Flächen, später dann Richtung West zur malerisch gelegenen Balderschwanger Alpe. Bereits hier ist der Ausblick in die Allgäuer und Schweizer Bergwelt beeindruckend. Nördlich der Alpe öffnet sich eine von steilen Nagelfluhgraten begrenzte zum Sattel ansteigende Mulde. Links und rechts waren schon Lawinen abgegangen. Trotzdem war der weitere Aufstieg möglich, da uns in der Mitte der Mulde ein schwach ausgeprägter Rücken zu Hilfe kam. Lediglich ein, zwei Stellen haben über 30° Steigung, doch kann man sich hier zwischen vereinzelt stehenden Fichten durchmogeln. Gegen Ende flacht der Rücken ab und man ereeicht den Sattel zwischen Girenkopf und Heidenkopf, wo wir zum ersten Mal nach Norden auf die Nagelfluhkette blicken können. Nun kommt eine heikle Stelle: um auf den Gipfel zu gelangen, muß man kurz auf die Nordseite und dort eine steile, abschüssige Grasflanke queren, auf der teilweise noch Schnee lag. Es gab eine Stapfspur. Da der Schnee noch gefroren war wagten wir die Querung.(bei weiterer Erwärmung ist äußerste Vorsicht geboten!) Es sind nur etwa 50 Meter, danach wird's wieder einfacher zum kleinen Gipfelkreuz mit fantastischer Rundschau!
Beim Abstieg wurde der Schnee in der prallen Sonne immer sulziger, so daß wir trotz Schneeschuhen patschnaß wurden.

Tourengänger: Tef

Galerie


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