Auf den schönen Blankenstein (1768m)


Publiziert von Wumpltuk , 19. Mai 2013 um 16:19.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum:18 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Parkplatz "Hufnagelstube" - Weg via Siebli Alm Richtung "Risserkogel/ Blankenstein" - Blankensteinsattel - Blankensteingipfel - Blankensteinsattel - Riederecksee - Blankenstein-Alm - Parkplatz Hufnagelstube
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Rottach-Egern in Richtung Monialm, Valepp, Sutten. Mautstraße (2€). Parkplatz Hufnagelstube
Kartennummer:Alpenvereinskarte BY 15

Die letzten Wochen waren für mich eine gewisse Herausforderung: unter der Woche zumeist bestes Bergwetter und am Wochenende häufig verregnet, gewittrig, oder oder. Dementsprechend gefreut habe ich mich letzten Donnerstag, als ich endlich von einem Schönwetterfenster fürs Wochenende in den Bayerischen Voralpen erfahren habe, denn der Blankenstein stand schon länger auf meiner Liste. Also ab Donnerstag alle Verpflichtungen fürs Wochenende abgesagt, einem Freund die Tour schmackhaft gemacht und gefreut.
 

Aufstieg
Da mein Tourenpartner „a rechter Morgenmuffel“ ist, sind wir erst gegen 6.45 losgefahren, angekommen um halb 9 am Parkplatz „Hufnagelstube“ und gegen 10 losmarschiert. Am Ende des Parkplatzes folgten wir der Beschilderung „Risserkogel, Blankenstein über Sieblialm und Riedereck“ und wärmten uns zunächst auf Teerstraßen, dann auf dem rot markierten Steig immer schneller werdend auf. Bald erreichten wir einen Sattel auf dem sich ein schöner Gedenkstein findet. Ab hier liefen wir immer am Kesselrand über dem Riederecksee zwischen Risserkogel und Blankenstein entlang. Einige kleinere und größere Schneefelder mussten noch gequert werden (stellen aktuell keine Probleme dar, allerdings muss man auf Löcher im Blockgelände aufpassen, die vom Schnee verdeckt sind - der Schnee trägt vielerorts nicht mehr). Einen kurzen steilen Aufschwung am Ende des Kessels später steht man auf dem Blankensteinsattel. Für uns war das ärgerlich, denn wir hatten den Abzweig in Richtung Risserkogel verpasst, den wir eigentlich noch mitnehmen wollten. „Ach seis drum, dann halt ohne - gehma direkt aufn Blankenstoa“ - gesagt getan. Aber zuerst war eine Brezen-, Raucher- und Fotopause an der wunderschön gelegenen Bergwachthütte angesagt. Nach zwanzig Minuten gings aber dann doch weiter, vorbei an Kletterern, die links der Aufstiegsrinne ein paar recht akrobatisch aussehende Übungen machten. Wir folgten der ersten Rinne, die weniger abgespeckt war, als nach all den negativen Tourenberichten vermutet. Über mehrere Stufen gings hier ca. 30m nach oben (Stellen II). Oberhalb des kleinen Klemmblocks am Ende der Rinne querten wir nach links auf einem netten Pfad zum Kamin, der uns direkt zum Gipfel führen sollte (ca. 7 m, II). Geschafft, wir stehen auf dem netten Gipfel, der mit seiner Umrandung aus Felsen entfernt an den Turm einer Burg erinnert. Nach etwa 30 min Gipfelaufenthalt ging es auch schon wieder zurück auf dem Aufstiegsweg bis zum Blankensteinsattel. 

 

Abstieg
Vom Blanksteinsattel folgen wir einen kleinen (derzeit noch recht verwachsenen) Pfad entlang der Südwände immer weiter hinunter zum Riederecksee. Die Landschaft ist wunderschön, überall blühen Blumen und von unten leuchtet der See einladend türkis. Wir  entschlossen uns also doch noch eine etwas längere Pause am See einzulegen, bevor es dann weiter nach unten zum Parkplatz ging. Hierfür gingen wir zunächst wieder etwas nach oben zu einer kleinen Hütte und von dort immer den Schildern in Richtung „Sutten“ folgend. Gegen Ende machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einem Wasserfall, an dessen Fuß wir eine kleine Raucherpause einlegten. Von hier dann zurück zum Parkplatz wieder entlang der Schilder.

 

Fazit
Alles in allem eine wunderschöne Tour. Aber so gern ich nun behaupten würde, endlich mal eine „echte T6 - Tour“ gegangen zu sein, muss ich doch sagen, dass ich die Tour eher niedriger bewerten würde. Die Rinnen waren bis auf zwei IIer - Stellen, doch alles in allem nicht schwer und nicht wirklich ausgesetzt. Für den Notfall wären sogar Abseilstellen vorhanden. Der Rest der Tour ist wohl eher T3, aber landschaftlich sehr sehr reizvoll. Trotzdem handelt es sich beim Normalweg auf den Blankenstein sicherlich nicht mehr um eine leichte Bergtour!
Die angegebene Zeit ist mehr oder weniger die reine Gehzeit. Unterm Strich haben wir mit allen (Foto-)Pausen etwas mehr als 7 Stunden gebraucht.


Tourengänger: Wumpltuk

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Geodaten
 16069.kml

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