Donau - Zollernalb - Weg ( Etappe VIII )


Publiziert von maawaa Pro , 18. Mai 2013 um 21:07.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Schwäbische Alb
Tour Datum:18 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 1005 m
Abstieg: 723 m
Strecke:21 Kilometer
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem PW bis nach Messstetten ( 907m ), mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt Albstadt - Ebingen ( 750m )
Kartennummer:gps - tracks.com ( 1 : 25.000 )

Schönes Wetter war angesagt - Hurra ! Da musste ich wieder auf Wanderschaft gehen, keine Frage. Auf der achten Etappe des Donau - Zollernalb - Weg geht es von Albstadt - Ebingen ( 750m ) hinauf auf die Alb nach Messstetten ( 907m ), eine der höchstgelegen Städte Deutschlands.

Vom Busbahnhof in Ebingen aus schlendere ich zunächst durch die Innenstadt. Am Wegweiser Friedrichsstrasse beginnt dann der recht steile Aufstieg zum Aussichtspunkt Schnecklesfelsen ( 920m ), die Sonne brennt schon gnadenlos und die Softshell verschwindet rasch im Rucksack. Immer nah an der Albkante entlang führt ein schöner Pfad zum Parkplatz Kälberwiese ( 910m ). Hier befinden sich ein paar Absperrungen, und ein Ordner weist mich freundlich daraufhin das ich aufpassen soll, ein Mountainbike - Rennen ( es handelt sich dabei um den UCI Mountain Bike Worldcup Albstadt ) findet statt, und ich könnte leicht über den Haufen gefahren werden. Leider bin ich wohl etwas zu früh dran und sehe keinen Radler vorbeirasen ( ...ich hätte es ja auf Sabine " Radbine " Spitz abgesehen, aber die Mädels gehen erst morgen an den Start... ).

Nach dem Parkplatz verlasse ich den offiziellen Weg weil ich unbedingt auch auf den Katzenbuckel ( 948m ) will. Mir ist schleierhaft warum die Strecke relativ langweilig um den Hügel herumführt, auf die paar Höhenmeter wäre es nun auch nicht mehr angekommen. Ein toller Pfad führt auf diesen Aussichtsgipfel, und realtiv steil und rutschig geht es auf der Westseite wieder hinab. Vorbei an der Gaststätte Ochsenberg ( 906m ) geht es rasch hinauf zum nächsten Gipfel, dem Wachtfels ( 950m ). Schwierigkeiten gibt es auf dieser Etappe übrigens keine, man ist überwiegend auf T1 - T2 Gebiet unterwegs. Ab und an steht man nah an der Kante, da kann ein Stolperer der letzte sein. Aber abgesehen davon hat man auf diesem Abschnitt eher mit dem teilweise rutschigen und schlammigen Untergrund zu kämpfen, der ewige Regen der letzten Tage hat seine Spuren hinterlassen. 

Nach dem Wachtfels ( 950m ) möchte ich auf jeden Fall auch einen kurzen Abstecher zu seinem höheren Nachbarn, dem Kugelbergle ( 954m ), machen. Mehr noch als der lustige Name reizt mich hier die Burgruine Wildentierberg. Allerdings wird schnell klar warum auf diesen Hügel nicht mit einem Wegweiser hingewiesen wird - von der Burg ist bis auf ein paar herumliegende Steine absolut nichts mehr übrig. Nun geht es abwärts Richtung Margrethausen ( 702m ), und am Flüsschen Eyach entlang ins Zentrum der beschaulichen Ortschaft  Lautlingen ( 680m ).

Im Ort zieht es mich natürlich sofort zum Friedhof, dort befindet sich die Gedenkstätte für Claus Schenk Graf v. Stauffenberg und die Widerstandskämpfer des 20.Juli 1944. Auf dem Friedhof sind diverse Angehörige von Stauffenberg beerdigt, seine Leiche selbst wurde auf Weisung von Himmler verbrannt und die Asche bei Berlin verstreut. Im Stauffenberg - Schloss kann man sich zum Thema eine Ausstellung ansehen, neben einer musikhistorischen Sammlung die hier auch noch untergebracht ist. Das Schloss selbst ist augenscheinlich gut in Schuss und der kleine, schnucklige Schlosspark penibel sauber und gepflegt. Ich werde auf jeden Fall mal wieder kommen und mir die Ausstellungen ansehen !

An einem Viadukt am Ortsrand verlässt man Lautlingen nun wieder, man wandert in weiten Schlaufen aufwärts Richtung Etappenzielort Messstetten ( 907m ). Zunächst lege ich aber einen weiteren Abstecher ein, es geht zum Wachtbühl ( 966m ) - dem höchsten Punkt der heutigen Etappe. Nach diesem Hügel wandert man auch über den Autenwang ( 955m ) und zum Torfelsen ( 945m ). Die Rückseite vom Torfelsen gleicht einem Boulderklotz, es juckt mich in den Fingern auf den Felsen zu kraxeln. Es sind vom Wanderweg aus nur 4 - 5 Meter hinauf, die sind aber senkrecht bis leicht überhängend, nichts für schwache Nerven... Vor allem nicht wenn es an den Abstieg geht. Hinauf würde ich vielleicht noch kommen. Und von oben lacht mich ein Abseilring an, Seil und Gstältli liegen aber daheim im Schrank, also lasse ich das lieber bleiben...

Das letzte Stück des Weges führt mich vorbei an ehemaligen Bundeswehrwohnungen wieder zurück in die Stadtmitte von Messstetten wo ich den Wagen parkiert habe.



Fazit :

Viel im Wald unterwegs, schönes Wetter und ein wenig Geschichte - eine wirklich schöne Etappe !




 

Tourengänger: maawaa

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Geodaten
 15912.kml Donau - Zollernalb - Weg VIII

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