Mont Ventoux


Publiziert von Mo6451 Pro , 17. Mai 2013 um 14:06.

Region: Welt » Frankreich » Provence » Vaucluse
Tour Datum: 8 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: F 
Zeitbedarf: 3:00
Strecke:Mont Serein (1.411m) - Baume de l'Or (1.416m) - Mont Ventoux (1.912m)
Kartennummer:IGN 3140 ET Mont Ventoux

Verwegenes Mühen alles zwingt.
Den höchsten Berg dieser Gegend, den man nicht unverdientermaßen Ventosus, den Windigen nennt, habe ich am heutigen Tag bestiegen. (Francesco Petrarca)


Der Mont Ventoux lässt sich am besten mit einem Haufen jenes Schotters vergleichen, den man zum Unterhalt der Straßen benötigt. Der aus Splittern und riesigen Blöcken bestehende Trümmerhaufen wächst unmittelbar aus der Ebene empor, ohne Vorgebirge, ohne eine Folge von Stufen, die den Aufstieg gliedern und dadurch weniger mühsam gestalten würden. Der Aufstieg beginnt sogleich auf steinigen Pfaden und der Aufstieg wird immer steiler bis zum Gipfel auf 1912 m.
Jean-Henry Fabre

Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, doch ein paar persönliche Eindrücke will ich hier wiedergeben. Der Mont Ventoux ist eher unter den Radfahrern bekannt, weil er häufig als Etappenort auf dem Programm steht. So auch in diesem Jubiläumsjahr (100. TdF). Berühmt berüchtigt ist er vor allem wegen der Wetterverhältnisse. Stets heftig umwindet, trifft man auch häufig auf Nebel und Regen, was nicht nur den Aufstieg gefährlich werden lässt sondern auch die Sicht erheblich beeinträchtigt.

Angereist bin ich mit dem Zug von Luzern über Genf nach Avignon. Das ÖV-Netz in Frankreich steckt noch in den Kinderschuhen, so dass ich mir in Avignon ein Auto gemietet habe um zum Ausgangspunkt Mont Serein zu kommen. Mont Serein, auf der Nordseite gelegen ist der ideale Ausgangspunkt, da unmittelbar hinter dem Campingplatz der Wanderweg beginnt. Übernachtet habe ich eben auf diesem Campingplatz campingventoux.com, so ziemlich die Einzige auf dem Platz. Um es vorweg zu nehmen, die Wetterbedingungen waren optimal, Sonne, klare Sicht und nur ein leichter Wind.

Ein schmaler, gut gängiger Pfad führt anfangs durch den Wald hinauf. Zwei Drittel des Weges sind nicht mehr als ein T2. Im oberen Drittel allerdings wird es anspruchsvoller, nämlich dann, wenn man die Baumgrenze verlässt. Dann trifft man auf dieses oben beschriebene Geröll. Ein Fehltritt ist hier nicht empfehlenswert. In langen Serpentinen zieht sich der Weg hinauf und es gibt zwei Schlüsselstellen (T3), die wenig Trittfläche bieten. Das Gipfelbild ist aus den Tour de France - Übertragungen hinlänglich bekannt. Verschandelt mit Kommunikationsanlagen und breit asphaltierten Straßen, die man in der Qualität kaum in einem Dorf dieser Region findet. Trotz allem beeindruckend.

Ursprünglich wollte ich für den Abstieg den Weg am nördlichen Hang nehmen, der sich in einer langen Traverse nach unten zieht. Schon in der Beschreibung wurde vor den zwei schwierigen Runsen gewarnt, kein Grund es nicht zu versuchen. Allerdings habe ich mir bereits beim Aufstieg die Sache angeschaut und musste feststellen, dass die Combe de Fouride noch voller Schnee lag, dessen Qualität ich nicht einschätzen konnte. Also kein Risiko, sondern auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Tour im Alleingang.


Tourengänger: Mo6451

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Geodaten
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