Biketreff: Jonen extended


Publiziert von Bombo , 16. Mai 2013 um 22:12.

Region: Welt » Schweiz » Zug
Tour Datum:16 Mai 2013
Mountainbike Schwierigkeit: WS - Gut fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-ZG   Albiskette - Höhronen   CH-ZH 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 940 m
Abstieg: 940 m
Strecke:siehe GPS-Datei
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Baar

Biketreff @ Bikeparadies Jonen

Ich dachte es werde ein "normaler" Bikeabend, ein bisschen Bewegung und vermutlich noch den einen oder anderen Platzregen. Alles falsch. Es war schlichtweg gigantisch, es wurde fast pausenlos bewegt und es blieb ständig trocken und dies sogar mit Temperaturen, wo man die gesamte Tour mit Shorts und T-Shirt fahren konnte. Ich verzichte auf die Nennung aller Details - wer den heutigen Stoke ebenfalls erleben möchte, dem sei der Download meines Tracks empfohlen und dann hopp dä Bäse! Wer dann noch enttäuscht ist, ist selbst Schuld.

Ein grosses Dankeschön an Guide Köbi - woher nimmst Du nur immer diese Orientierung? Fantastisch.




Hier noch der Text für die Biketreff-Homepage: 


Aus der Erfolgserie: Wo ein Köbi, da ein Trail
 
Heute: die Suche nach der Wahrheit
 
 
Es knirschen die Zähne, es surrt der Helm und irgendetwas schleimiges macht sich plötzlich lebendig und schnäggelt über meinen Arm. Sogar im Wald gibt’s blinde Passagiere – einige bzw. einer, ich komme noch darauf zu sprechen, meint, er hätte etwas Pelziges gesehen. Vermuetlich hat es noch Ooooaarrrrr gemacht, mit den Zähnen gefletscht und beim aufmerksamen Beobachter ständig die Krallen an dessen Reifen gewetzt. Ein richtiger Schlitzer und das im märchenhaften Steinhuserwald. Oder war’s jetzt bereits der Homberg oder der.. bzw. das… äh die… verdammt. Wir wussten schon nach wenigen Minuten nicht mehr wo wir waren und wussten es auch 2h später nicht, wo die Sonne jetzt auf und wo diese untergeht. Wir, das sind eben wir einfach ohne Guru Köbi (siehe unten), welcher die heiligen Pfade sogar dort fand, wo nicht einmal ein Grosswildjäger etwas Pelziges vermuten würde.
 
Leider blieb es nicht bei diesem einen Schwindel. Nach der Pelzbestie wurde plötzlich auch noch behauptet, man(n) sei die Treppen direttissima hoch gefahren. Mit 29er und Hardtail. Und dies dann nicht etwa mit einem Lächeln, nein nein, die Behauptung wurde ernst gemeint und hätte es einen Notar vor Ort gehabt, so stünde es morgen vermutlich im Guinessbuch der Rekorde. Ich muss präzisieren: Neben dieser mysteriösen Treppe hatte es so eine betonierte Warmduscher-Rampe. Warmduscher deshalb, weil alleine schon die Fahrt dort hoch ziemlich viel Wasser aus den Poren drückte und dieses Wasser war also schon sehr warm, wenn nicht heiss. Doch, es sei nochmals erwähnt, selbstverständlich sei man(n) direttissima hoch (kein Wunder, wenn die Pelz-Bestie vom blinkenden Skully angelockt reifenbeissend am Ar… klebt). Übrigens gestern im Bikecorner verteilte André freundschaftlich zeitlich fast abgelaufene Energieriegel. Kann es sein, dass der Pelz- und Treppenbezwinger sich davon vielleicht schon ein paar hinein gepfiffen hat und nun das Ablauf-Flash spürte? Fragen über Fragen.
 
Ach ja. Nachdem wir also vom einen Eldorado ins nächste Paradis spurteten, gab’s dann doch noch den „Plattä“-Schrei. Das ist aber nur das Warm-up für das, was nun folgt. Man stelle sich vor, es stehen 8 Biker – allesamt mit knirschenden Zähnen – völlig desorganiesiert mitten auf einer Schotterstrasse am Ufer des Türlersees (einer davon wie wild am pumpen). Dann kommen zwei so LC1-Joghurt-Chiccas dahingejoggt und plötzlich war der Platten inkl. der gesamten Pump-Action nur noch ein Nebenspielplatz. Und achtung, man glaubt es kaum: siehe da, bzw. siehe eben nicht mehr da, der Grosspelzjäger mit dem Treppentraum sucht seine Brille. Aha. Kann es sein, dass diese nun plötzlich verloren gegangene Brille gar nie erst auf der Spürnase sass? Wir wissen es nicht, aber die Brille wurde selbstverständlich wieder gefunden und der Reifen reanimiert (die Seitenlagerung üben wir nächstes Mal).
 
Irgendwo dann – man meinte wieder Baarer- bzw. Blickensdorfer Luft zu riechen – verabschiedete sich unser Guru samt Guru-Vater mit den Worten: „Ihr wisst jetzt ja wo durch“. Klar, ein bzw. sechs Männlein stehen im Walde und… eben ja. Erstaunlich aber, dass gerade unser Adlerauge sich zu Wort meldet und selbstverständlich auch in dieser nun wirklich sehr verzwickten Situation eine Lösung sah. Zwar keine Treppe aber immerhin den richtigen Pfad, um wieder nach Hause ins Tipi zu kehren.
 
Ich sag‘ Euch: das Dschungelcamp ist ein Dreck dagegen. Es lebe der Biketreff!
 
Ach ja, bevor ich’s vergesse. Ich leide selbstverständlich nicht an Zähneknirschen. Aber selten habe ich derart viel Dreck gefressen, wie heute Abend – das wollte ich meiner Trisa-Hybrid-Atom-Zahnbürste einfach nicht antun. Glaubt mir, wenn die Zähne knirschen wegen Dreck, der aufgrund einer völlig gestokten Biketour zwischen den Zahnlücken klebt, dann ist das einfach nur geil. Und wie sagte schon Chris von Rohr? „Meh Dräck!“ Hey Chris Du Kompost-Rocksoftie: Geh doch mal mit Köbi biken und Du würdest Dir wünschen, mal wieder Zuckerwatte statt Schlamm zu fressen! Nämlich.
 
Beim Surren dachte ich, es sei das Kleinhirn, welches auf Reserve noch die letzten Hirnzellen verbrannt hat, doch stellte sich heraus, dass ich heute vom Opfer (siehe Dreck) zum Täter wurde. Man möge es mir verzeihen, dass ich still und heimlich die halbe Natur unter dem Helm versteckt habe und nein, ich bringe das laubartige Diebesgut nicht mehr zurück! Pasta.
 
Über den Schnägg wurde auch noch philosophiert. Einerseits würde dies nun aber den Rahmen dieses Berichtes sprengen, andererseits könnte man aufgrund der verwendeten Wortwahl meinen, wir sässen schon beim 4. Goldmannli in André’s Tipi äh Biker-Bunker, dabei standen wir wie Rotkäppchen im Wald, verlassen von der guten Fee Köbi und umzingelt von gefährlichen, blutrünstigen, mit Zähne fletschenden Bestien. Gäll André.
 
Köbi – Du warst heute erneut unser Mann. Oder Häuptling. Nein, Du warst  unser Guru – anders kann ich mir den übernatürlichen Stoke, welchen wir heute erleben durften, nicht erklären. Holy Shit und thanks man!
 
 
Ich geh‘ dann mal die Zähne putzen.




Daten gemäss GPS:

Distanz: 37.44km
Avg Moving Speed: 16.1 km/h
Max. Geschwindigkeit: 63.9 km/h
Pos. Höhenunterschied: 944m
Neg. Höhenunterschied: 937m
Min. Höhe: 424m
Max. Höhe: 752m
Zeit in Bewegung: 2h 20min


Tour mit Biketreff Baar.

Tourengänger: Bombo

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Kommentare (3)


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MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 17. Mai 2013 um 08:18
Soviel zum Thema Schnäggä...äh....Dräckfrässer ;-)

Ganz lässig gschriebä - fählt nur nu äs Bild vom Dräck zwüschä dä Zänd!

LG

Bombo hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. Mai 2013 um 13:09
Nimm mal echli Spinat is Muul, chäuen so richtig dure, lan Dir vomene Chind e Hampfle Dreck is Gsicht rühre (Sunnebrülle vorher aalegge...) und denn grinsisch mit emene überdimensionale Lache in Spiegel. Das wär denn öppe s'Foti, wo gester Abig entstande wär ;-)

Salutti

MaeNi hat gesagt: RE:
Gesendet am 17. Mai 2013 um 13:23


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