Bike & Hike - Federispitz (1865 m) mit neuem (?) Zustieg


Publiziert von PStraub , 15. Mai 2013 um 15:01.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:15 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Mountainbike Schwierigkeit: L - Leicht fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: Speerkette   CH-SG   Speer-Mattstock   Zürcher Hausberge   CH-GL   Oberseegruppe 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 1550 m

Wenn die Klimaerwärmung bei uns eine unmittelbare Folge hat, ist es die: Die Hoch- und Tiefdruckgebiete ziehen nördlicher vorüber als noch vor wenigen Jahren. Statt dass sich über den Alpen ab und zu ein stabiles Hoch bildet, sind die jeweiligen Zentren über Norddeutschland oder Norditalien. Und wir liegen in der Druckausgleichszone dazwischen - was entweder Bise oder Föhn bedeutet.
Heute wurden wir wieder mit Föhn "beglückt". Bei uns im Westbalkan (= Ostschweiz) heisst das: trocken, windig und warm in den Tälern. Oder: Gut genug für eine Bike & Hike-Tour. 
 
Mein heutiges Ziel war der Federispitz. 
"Unterländer" nehmen dafür vorteilhaft die Bergstrasse Schänis bis P. 1182 (unterhalb Schwanten), die sehr bike-freundlich zu fahren ist. Für Glarner ist die Variante Weesen - Matt naheliegender. Auch diese ist gut ausgebaut und kann bis Unterfidertschen befahren werden.
 
Schon während der Anfahrt durchs Riet blies der "Oberländer" (Föhn aus dem Rheintal) kräftig - natürlich immer schön von vorn. Die Wolkendecke sah eher bedrohlich aus. Doch die Druckdifferenz über die Alpen war so deutlich, dass es keinen Zweifel daran geben konnte, dass es trocken bleiben würde.
 
Ab Weesen die Bergstrasse hoch, am Gufler und oben an den Hütten von Matt vorbei bis nach Unterfidertschen. Das letzte Stück ist etwas rauh, aber noch gut befahrbar.
Hier Tenue-Wechsel, dann auf dem markierten Weg nach Oberfidertschen. Der direkte Aufstieg ab hier geht direkt über Fidertschenboden zum Gipfel. Das wollte ich aber nicht, sondern eine neue Variante versuchen: Über die Südostkante des Plättlispitzes. Dafür nahm ich den markierten Weg Richtung Obernäten. Der hat unter dem harten Winter arg gelitten und ist zZ. nur unter Vorbehalt - eher T4 als T3 - begehbar.
 
Auf ca. 1500 m verlässt der Weg den Wald, ab hier bin ich mehr oder weniger dem Grat gefolgt. Das geht deutlich besser, als man von unten vermuten würde, so an der Grenze zwischen T4 und T5. 
Allerdings darf einen trockenes, letztjähriges Gras nicht stören. Und man sollte auf mässig steilen Nagelfluhfelsen gehen können, also den nicht immer allzu fest sitzenden Steinen vertrauen. Dann macht dieser Aufstieg durch den doch recht steilen Hang richtig Spass.
 
Vom Plättlispitz-Gipfelkreuz wieder alles auf dem markierten Weg zum Federispitz-Gipfel. Hier oben war ich nun voll dem kalten und böigen Föhn ausgesetzt, das war nicht wirklich ein Vergnügen.
 
Geplant hatte ich, via Fidertschenboden abzusteigen. Aber hier liegt noch massenhaft Schnee in den steilen Mulden, das war mir mit meinen leichten Schuhen dann doch zu heiss. 
Also zurück Richtung Plättlispitz und dort im windgeschützten, schneegefüllten Couloir in kürzester Zeit nach Obernäten und von dort zurück nach Oberfidertschen. 
 
In Oberfidertschen auf 'Bike'-Ausrüstung wechseln und dann schön gemütlich nach Weesen hinunter. Dort war es zwar fast tropisch warm, aber praktisch windstill - der Glarner Föhn war anscheinend noch nicht bis ins Tal vorgestossen.

Tourengänger: PStraub

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