Besteigung der Elmauer Halt, Wilder Kaiser, Österreich


Publiziert von Schwarzbue , 22. Mai 2013 um 21:59.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Kaiser-Gebirge
Tour Datum:25 Oktober 2012
Wandern Schwierigkeit: T5- - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A   A-T 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1221 m
Abstieg: 1197 m
Strecke:Wochenbrunner Alm - Gruttenhütte - Ellmauer Halt - Gruttenhütte - Wochenbrunner Alm
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem Auto zur "Wochenbrunner Alm"
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem Auto zur "Wochenbrunner Alm"
Unterkunftmöglichkeiten:diverse Pensionen in der näheren Umgebung

Nach einem Abstecher im "Stubaital" erweiterten wir unseren Urlaub in Österreich und verlagerten uns zum "Kaiser-Gebirge", wo sich schon mein Freund Bernhard einquartiert hatte. Bei "Scheffau am wilden Kaiser" bezogen wir eine nette Pension. Das Wetter verhiess verheissungsvolles. Nachdem wir tags darauf die nähere Umgebung erkundeten, war die Zeit reif etwas anspruchsvolleres zu unternehmen. Am Abend, bei einer Flasche Wein beschlossen wir einen Gipfel am "Wilden Kaiser" zu erklimmen. Die Entscheidung fiel auf die "Elmauer Halt", die etwa in der Mitte des Gebirgszuges lag. Angelika war noch ein bisschen misstrauisch, da sie noch nicht so Erfahren war am Berg. Ihre Zweifel legten sich aber bald und sie entschloss sich ins Abenteuer zu stürzen.
Die Entscheidung ein Seil mitzunehmen, erwies sich später als eine gute Entscheidung. Bepackt mit dem Nötigsten fuhren wir früh morgens mit dem Auto zur "Wochenbrunner Alm", wo unsere Tour starten sollte. Der Aufstieg zur "Gruttenhütte" war eher einfach und zumeist im Wald. Noch immer war von den Gipfeln nichts zu sehen, da sich der typische Nebel im Herbst noch nicht aufgelöst hatte. Zusehends wurde die Nebeldecke immer dünner und schon bald lachte uns die Sonne ins Gesicht. Zum Greifen Nahe standen sie da, die hellen Gipfel aus Kalk. Hinter uns bewunderten wir das imposante Nebelmeer, das das ganze Tal bedeckte. Was für ein Anblick!!! Bei der "Gruttenhütte" machten wir kurz eine Pause und bemerkten dabei, dass das Gelände wohl zunehmend schwieriger wird. Über ein grosses Geröllfeld  gelangten wir an den Fuss der gigantischen Zinnen. Von nun an galt es Trittsicherheit zu bewahren und konzentriert aufzusteigen. Auf der Traverse passierten wir einige schwierige Stellen, die aber teils mit Fixseilen gesichert waren. Manchmal war der Fels auch ziemlich lose. Wie es da wohl unserer unerfahrenen Berggängerin erging. Sie meisterte dies jedoch mit Bravour!
Am Ende der Traverse beim der "Roten Rinne Scharte" ging die Route ein Couloir hoch, wobei man teilweise auch klettern musste. Die schwierigeren Passagen wurden jedoch durch Metallsteigen vereinfacht. Trotzdem war es ein anstrengender Aufstieg. Die letzten Meter auf den Gipfel waren einfach nur noch ein Genuss. Oben angekommen genossen wir das Panorama, nördlich sah man in die Ebene Deutschlands und auf der Südseite verzauberte uns noch immer das dichte Nebelmeer. Nach einer etwas längeren Pause und gestärkt, stiegen wir auf derselben Route wieder ab. Dabei benutzten wir vermehrt das Seil, um die schwierigeren Stellen sicher zu meistern. Gut in der Zeit stiegen wir gemächlich hinab und genossen die herrliche Bergwelt. Nur einmal wurden wir in unserem Treiben gestört, wobei wir auf einen eher seltsamen Zeitgenossen aus unserem nördlichen Nachbarland trafen, dessen Kommentar sich hier erübrigen lässt. Nach einem kurzen Zwist, versuchten wir ihm zu verstehen, dass er hier oben wohl eher nichts zu suchen hat.
Unbeirrt setzten wir unseren Abstieg fort. Ziemlich zeitgleich ging dabei die Sonne unter und veränderte die Licht und Schattenverhältnisse im Minutentakt. Kurz oberhalb der Nebelgrenze genossen wir die letzten Sonnenstrahlen, ehe wir wieder in die graue Suppe eintauchten. Bei Knödel und Bier philosophierten wir über das eben erlebte und jeder war glücklich und müde auf eine unvergessliche Tour.

Tourengänger: Schwarzbue

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