Entlang des Überlingersees und durch die Marienschlucht von Wallhausen nach Bodman-Ludwigshafen


Publiziert von marmotta , 13. Mai 2013 um 22:49.

Region: Welt » Deutschland » Alpenvorland
Tour Datum:12 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 100 m
Abstieg: 100 m
Strecke:Wallhausen - Marienschlucht - Bodman - Ludwigshafen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit Bus, Auto oder Fahhrad nach Wallhausen. PW-Abstellplätze hat es in ausreichender Anzahl am Ortseingang beim Strandbad
Zufahrt zum Ankunftspunkt:von Ludwigshafen (Baden) mit der Regionalbahn der DB nach Überlingen, vom Bhf Überlingen 5-10 min Fussmarsch zur Promenade (Landungsplatz) mit der Schiffsanlegestelle (Personenfähre Giess nach Wallhausen)

Lädt das Wetter in den Nordalpen mal wieder nicht zu einer Bergtour ein, rücken die unmittelbar vor der Haustür gelegenen Ausflugsziele wieder ins Blickfeld. Unzählige Male war ich bereits in der Marienschlucht - doch wenn ich mich recht erinnere, bin ich entweder mit dem Bike via Echoschlucht hindurchgefahren oder bin im Rahmen einer Rundtour wieder an den Ausgangsort zurückgekehrt. Daher wollte ich nun (endlich) auch einmal die klassische Durchquerung des Uferstreifens zwischen Wallhausen und Bodman unter die Füsse nehmen, mit einem Abstecher durch die Schlucht selbst hinauf zur Burguine Kargegg. Hängt man anschliessend noch den Bogen um das Kopfende des Überlingersees bis nach Ludwigshafen an, ergibt sich eine schöne Halbtagswanderung mit guten Anschlüssen an den öffentlichen Nahverkehr und den Fährbetrieb zwischen Überlingen und Wallhausen. Die gesamte Wegstrecke beträgt knapp 15 km.
 
Die Wetterprognosen versprachen für diesen Sonntagnachmittag mehrheitlich trockenes Wetter mit einigen sonnigen Abschnitten - also schnappe ich meinen Drahtesel und radle gemütlich nach Wallhausen, wo ich mein Velo am Schiffsanlegesteg abstelle, an dem ich später aus Überlingen mit dem kleinen Personenschiff der Fam. Giess (Sommerfahrplan) wieder ankommen werde.
 
Die Wegführung ist absolut logisch und bedarf daher keiner Erläuterung. Infolge der feuchten Witterung sind die Wege derzeit sehr matschig und dementsprechend rutschig, insbesondere auf der ersten Hälfte bis zur Schiffsanlegestelle "Marienschlucht" mit Kiosk und Grillstelle - bis hierhin bewegt man sich meist auf schmalen Pfaden direkt über dem Uferstreifen. Mit etwas Vorsicht ist aber auch dieser Weg gut mit Turnschuhen begehbar, etwas Profil auf den Sohlen kann jedoch nicht schaden…
 
Dieser erste Abschnitt ist naturgemäss mit Velos und Kinderwägen nicht passierbar - im übrigen ist das Fahrradfahren auf der gesamten Länge des Uferwegs zwischen Wallhausen und Bodman nicht gestattet!
 
Den Abstecher vom besagten Grillplatz mit Kiosk durch die eigentliche Marienschlucht hinauf zur Burgruine Kargegg sollte man unbedingt machen: Zum Einen steigt man über (insgesamt 230!) Holztreppenstufen zwischen den bemoosten Molassewänden hindurch, das rauschende Bächlein unter einem - zum Anderen ist der Tiefblick auf das in Ufernähe geheimnisvoll grün schimmernde Wasser des Überlingersees auch durch das Blätterdach des dichten Buchenwalds hindurch eindrücklich! Von der Burg Kargegg steht nur noch eine Aussenwand, dennoch ein schöner Platz zum Verweilen.
 
Der Name Marienschlucht soll übrigens auf den Grafen zu Bodman zurückgehen, der seiner Verlobten, einer Gräfin namens Maria diese Schlucht gewidmet haben soll. Genaueres weiss ich darüber leider nicht…
 
Will man nach Bodman-Ludwigshafen, steigt man nach Besichtigung der Burgruine und der Marienschlucht am besten auf gleichem Weg wieder hinab und nimmt den restlichen Abschnitt  -nun auf deutlich breiterem Forstweg- in Angriff. Immer wieder gibt es interessante Ausblicke auf den See und das gegenüberliegende Ufer bei Sipplingen. Im Sommer bietet sich ein Sprung ins kühle Nass an - wobei: heiss ist es in der Marienschlucht eigentlich nie wirklich, insbesondere am Nachmittag erhält das Nordufer keinen einzigen Sonnenstrahl.
 
Nach Passieren des Örtchens Bodman mit dem feudalen Schloss wird die Wanderung durch den schönen Uferweg nach Ludwishafen durch das Ried abgerundet. Der schmale Wanderpfad ist hier dank einer angenehm weichen Rindenmulchauflage einigermassen trocken, zwischenzeitlich wärmt auch die Maiensonne.
 
Als der Bahnhof Ludwigshafen (Baden) nach insgesamt ca. 3 h Gehzeit endlich in Sicht kommt, bin ich doch einigermassen froh: Da ich solche Distanzen sonst nur joggend zurücklege, habe ich nun doch ziemlich müde Füsse. Nach Überlingen geht´s mit der Regionalbahn in einer Viertelstunde, dort gibt´s das vielleicht beste Eis im gesamten Bodenseeraum und anschliessend noch einen Cappuccino an der Seepromenade.  
 
Das Wetter hat überraschend während der gesamten Wanderung gehalten, oft schien sogar die Sonne. Erst auf der Heimfahrt mit dem Fahrrad hat mich ein Regenschauer eiskalt (bei ca. 9°C wortwörtlich) erwischt. Egal, ein schöner Ausflug war´s dennoch - trotzdem werde ich nächstes Mal wohl wieder eher mit dem Bike die Höhenzüge oberhalb der Marienschlucht unsicher machen… :-)  

Tourengänger: marmotta

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (2)


Kommentar hinzufügen

alpstein Pro hat gesagt:
Gesendet am 16. Juni 2013 um 18:58
Seit Deiner Mai-Tour muss am Überlinger See ein ziemlicher Sturm gehaust haben. Zahlreiche Bäume direkt im Bereich des Pfades zwischen der Marienschlucht und Wallhausen sind in den See gestürzt und der Weg teilweise abgerutscht. Ungefähr auf Höhe des Teufelstisches ist er bis Wallhausen gesperrt. Wir versuchten zwar durchzukommen, was mir aber mit normalen Turnschlappen nicht mehr geheuer war. Ein Pickel hätte beim Ausweichen über den Steilhang gute Dienste getan.

Wir sind dann den Weg zum Burghof hoch und von dort über den hangkantennahen Höhenpfad zum PP Marienschlucht zurückgelaufen, eine absolut empfehlenswerte Alternative zum überlaufenen Uferweg.

Grüße
Hanspeter

marmotta hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. Juni 2013 um 19:19
Aha, interessant - und gut, zu wissen! Falls Dein Besuch der Marienschlucht gestern war, hätten wir uns fast treffen können. War dort mit dem Bike unterwegs, allerdings obendurch und dann downhill durch´s Echotal...


Kommentar hinzufügen»