Wadi Mukheires


Publiziert von basodino Pro , 14. Mai 2013 um 18:11.

Region: Welt » Jordanien » Dead Sea
Tour Datum:10 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: JOR 
Zeitbedarf: 2:15
Aufstieg: 75 m
Abstieg: 75 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Das Mövenpick-Hotel ist leicht über die Hauptverbindung Amman-Dead Sea-Aquaba mit dem Auto oder Taxis erreichbar und liegt beinahe am Nordende des Toten Meers. Am Hotel und am benachbarten Marriot stehen Taxis für die Rückfahrt zur Verfügung.
Unterkunftmöglichkeiten:Das Mövenpick-Hotel ist eines von einem guten halben Dutzend Hotels in diesem Bereich. Alle haben Zugang zum Toten Meer und werden eher wegen diesem gebucht, als wegen der Wanderungen.
Kartennummer:leider keine verfügbar

Am Toten Meer vermutet man zunächst kein wirkliches Wandergebiet. Außerdem ist es dort oft sehr heiß, startet man doch meist bis zu 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Aber auf beiden Seiten dieses Binnengewässers steigen die Berge weit über 1000 Meter an und bilden oftmals Täler bzw. Schluchten, die einen Besuch wert sind. Wir haben während unseres ersten gemeinsamen Urlaubs dort das einfachste dieser Wadis besucht, das Wadi Mukheires.
Man beginnt gegenüber dem Mövenpick-Hotel, wo sich gerade eine Terrassensystem als Ablauf des Wadis im Bau befand. Man erkennt schnell, welche Wassermassen hier nach Regen bewegt werden, so dass eine Tour natürlich nur bei trockenen Bedingungen stattfinden kann, zumal man innerhalb der Wadis praktisch keine Chance hat, seitlich auszusteigen.
Die Wanderung selbst ist schnell beschrieben. Man folgt immer dem Bach, den man während unserer Tour sicher zwei Dutzend Mal überquert. Ich bin trockenen Fusses durchgekommen, Tourinette hingegen hatte früh den Vorteil der Fußkühlung entdeckt und öfters den Bach selbst als Route benutzt, was prinzipiell kein Problem ist, wenn einem nasse Füsse nichts ausmachen. Zu Beginn muss man noch die schwarzen Plastikrohre und einen künstlich anmutenden Damm hinter sich lassen (leicht links über rote Platten umgehbar). Dann hat man recht unverfälschte Natur vor sich. Links und rechts ist man von steilen, zum Teil sehr bröckelig anmutenden hohen Wänden eingerahmt, im Tal selbst meandert der Bach vor sich hin. Ganz allmählich wird der Bach durch immer mehr Felsen und Blöcke verstellt, so dass die Routenwahl zunehmend interessanter wird. Schwierig wird es hingegen nicht. Immer wieder trifft man auf niedrige Wasserfälle. Nach 1 h 15 min war für uns Schluss, da ein an sich lächerlich kleiner Fels den Weg versperrte, der aber entgegen dem Wadi Rum eine sehr glatte Oberfläche aufwies. Das Risiko wollten wir hier nicht eingehen, uns zu verletzen, was zur Umkehr zwang. Man kann das Tal eigentlich 4 km lang bewandern, bevor man zurück muss und es soll auch einen 20 Meter hohen Wasserfall geben. Bei der steigenden Tageshitze sollte man die Tour aber am frühen Morgen unternehmen, da es dann noch etwas Schatten im Tal gibt. 1 h 15 min rein und 1 h 00 min wieder raus, T3+, I.

PS: An unserem Tag wurde es dann noch ca. 35 Grad warm. Wir sind von 7.45 Uhr bis 11 Uhr unterwegs gewesen.

Weiter südlich gibt es noch mehr Wadis, die zum Teil weit spektakulärer sind und teilweise nur schwimmend durchquert werden können. Für Menschen, die Fels und Wasser gerne verbinden, sicherlich ein sehr lohnendes Ziel. Würde mich freuen, auch über die anderen Wadis hier mal ein paar Berichte zu finden.

Tourengänger: basodino, tourinette

Galerie


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