Naturpark "Obere Donau" - Ein Bijou fast vor der Haustür


Publiziert von alpstein Pro , 11. Mai 2013 um 18:02.

Region: Welt » Deutschland » Südwestliche Mittelgebirge » Sonstige Höhenzüge und Talgebiete
Tour Datum:11 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 3:45
Aufstieg: 600 m
Abstieg: 600 m
Strecke:ca. 15 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Radolfzell - Stockach - Neuhausen ob Eck - Fridingen - Beuron; Parkplatz am nördlichen Ortseingang; 3 €/Tag
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Radolfzell - Eigeltingen - Heudorf - Neuhausen ob Eck - Beuron
Unterkunftmöglichkeiten:Jugendherberge Burg Wildenstein und im Wanderheim "Rauher Stein" oder in Beuron, z.B. Cafe Härtl
Kartennummer:von Outdoor-Active - Online-Karte siehe Link unter dem Bericht

Dem Wettergott hatte ich heute eine schöne Wanderung fast vor meiner Haustüre zu verdanken. Da die Prognosen nicht für eine Bergtour taugten, suchte ich mir ein anderes Ziel. Bei Recherchen bin ich im Donautal hängen geblieben, das durch seine Kletterfelsen eine gewisse Berühmtheit erlangt hat. Neben Rad- und Kanuaktivitäten locken auch zahlreiche interessante Wanderrouten in das von zahlreichen zerklüfteten Kalkfelsen gesäumte Tal.  Von Lokalmatador  maawaa und aus dem Internet mit Kartenmaterial versorgt, machte ich mich heute früh also auf den Weg.

Ich hatte mir eine Rundtour mit Ausgangspunkt Beuron (627 m) zurechtgelegt. Unweit des Ortes erreichte ich nach Überquerung der Holzbrücke den Wanderpfad, der vom Hotel Maria Trost zum Rauhen Stein (786 m) führt. Zwar war es fast den ganzen Tag stark bewölkt, dafür konnte die Natur heute mit einem prächtigen Grün der Laubwälder aufwarten, die  das ganze Donautal säumen. Mal hoch, mal runter ging es. Nach dem Aufstieg durch das Hirschental hatte ich bald einmal den ersten tollen Aussichtspunkt erreicht. Unzählige Aurikel leuchteten auf den Felsen am Abgrund.  Weitere Ziele diesseits und jenseits der Donau hatte ich schon mal im Blick, die ich nach und nach abklappern wollte.

Mit dem Eichfelsen (786 m) wartete ein weiterer prächtiger Aussichtspunkt auf, von wo der Blick weit in östlicher Richtung über das Donautal schweifen konnte.  Für mich hieß es nun erst einmal an die Donau abzusteigen. Nach Überquerung der Straße folgte ich weiter der Beschilderung Burg Wildenstein (810 m). Der Abstieg zum Donausteg auf einem Waldpfad war matschig und wegen nasser Wurzeln rutschig (T2). Der Aufstieg durch einen wildromantischen Tobel , über dem 200 m weiter oben der mächtige Bandfelsen (805 m) thronte, zählte, von den Aussichtspunkten abgesehen, zu den schönsten Wegabschnitten.  Die Burg ist zugänglich und beherbergt eine Jugendherberge und eine Burgschenke.

Über den Bandfelsen und weitere interessante Passagen könnte man von hier nach Hausen im Tal (593 m) gelangen. Ich wanderte westwärts in das 4 km entfernte Beuron zurück. Dabei ist man, im Gegensatz zu den bisher lauschigen Pfaden, auf Forstwegen unterwegs mit Abstechern zu weiteren Aussichtspunkten auf den Felskanzeln über dem Donautal.  In Beuron schloss sich wieder der Kreis. Im Cafè Härtl gab es bei einem Jugendfreund aus meiner Heimat im Schwarzwald noch ein verdientes Weißbier.

Fazit: Die Wanderung im Naturpark Obere Donau war interessant. Sicher war ich nicht zum letzten Mal dort. Es locken noch einige Aussichtspunkte dort bestiegen zu werden. Insider wüssten sicher noch die ein oder andere Route abseits der markierten Pfade. Als ich auf dem "Rauhen Stein" war, entdeckte ich eine Pfadspur, die über einen Sporn  führt und sicher eine Erkundung wert wäre. Allerdings muss man wissen, dass der Naturschutz dem Wanderer und Kletterer zum Schutz seltener Pflanzen auf den Felsen und Dohlenkolonien Einschränkungen auferlegt. Bei einer Wiederholung der Tour würde ich sie im Gegenuhrzeigersinn machen, weil ein Forstweg am Anfang noch nicht so langweilig ist, wie zum Schluss.

Route: Beuron – Maria Trost – Placidiushütte –Hirschental -  Rauher Stein – Eichfelsen – Felsengarten – Donausteg – Burg Wildenstein – Altstadtfels – Jägerfels – Beuron

Gutes Kartenmaterial mit einer Wegbeschreibung ist hier zu finden

Bericht über meinen ersten Besuch im Naturpark Obere Donau hier

Tourengänger: alpstein

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Kommentare (11)


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maawaa Pro hat gesagt:
Gesendet am 11. Mai 2013 um 19:40
Hallo Hanspeter,

sehr schön, es freut mich zu hören das Du die Tour gemacht hast ! Tolle Bilder hast Du mitgebracht !

Viele Grüsse, Marco

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 11. Mai 2013 um 21:22
Hallo Marco,

danke, mir hat es sehr gut gefallen. Den Abschnitt von Wildenfels nach Hausen werde ich mal machen, wenn wieder mal nicht so tolles Bergwetter ist.

Viele Grüße
Hanspeter


churfirst hat gesagt:
Gesendet am 11. Mai 2013 um 20:48
Schöne Tour mit ebensolchen Bildern. Macht einem doch gleich Appetit auf einen Abstecher ins Donautal!

Gruß

Michael

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 11. Mai 2013 um 21:25
Hallo Michael,

vielen Dank. Der Abstecher hat sich rentiert. Wäre ich noch bis Hausen gelaufen, hätte es sich auf über 1300 Hm summiert (sh. Bericht von mawaa vom 13.10.12. Den Bus und Bahnfahrplan für die Rückfahrt findet man hier

Grüße
Hanspeter

silberhorn Pro hat gesagt:
Gesendet am 11. Mai 2013 um 23:18
Währe da nicht die Doanu wähnte man sich in der Nordwestschweiz

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 12. Mai 2013 um 08:14
Hallo Maria,

hier wie dort werden es Kalkfelsen sein. Der Schweizer Jura ist nur um einiges höher.

Noch ein paar Informationen zum Donaudurchbruch in dieser Gegend. Nach einer Versickerung taucht sie ja später wieder wieder auf.

Infos

Grüße
Hanspeter

silberhorn Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 12. Mai 2013 um 08:52
Sali Hanspeter

vielen Dank für den sehr interessanten Link!
Habe mich auch zur Breg gegooglet und nebst dem Text Bilder angeschaut. Ein äusserst schöner Fluss der im Grossen und Ganzen intakt sein darf:-):-).

Mit dem Umzug vom Schwarzwald an den Zellersee hast Du quasi eine Kehrtwendung vollzogen;-). Zum Schwarzwald sehe ich oft aber wie Du zuvor mit dem Donautal war ich, ausser virituell, noch nie im "schwarzen Wald".

E guete und schöne Sunntig und Gruess
maria

Renaiolo hat gesagt:
Gesendet am 12. Mai 2013 um 18:57
Ein schönes Schlechtwetterprogramm hast Du Dir ausgesucht - mir völlig unbekannt. Danke, Hanspeter. HG Ruedi

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 12. Mai 2013 um 19:10
Danke, Ruedi

Warum den ich die nebligen Berge schweifen, wenn's auch trocken in der Nähe geht. Heute hätte man sogar noch Chancen auf einige sonnige Phasen gehabt.

HG in die Toskana
Hanspeter

Felix Pro hat gesagt:
Gesendet am 12. Mai 2013 um 21:11
das sieht echt sehr hübsch aus - da würde ich gern auch hin ... Danke dir, Hanspeter, sehr für diesen anschaulichen, motivierenden Bericht!

lg, Felix

alpstein Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 13. Mai 2013 um 06:30
Danke, Felix

Wenn es in den Bergen wettermäßig nicht geht, ist das eine willkommenes Ausweichrevier, das es noch weiter zu erkunden gilt.

HG, Hanspeter


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