Gitschen


Publiziert von D!nu , 10. Mai 2013 um 20:03.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:21 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 6:00
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Via Isenthal ins Chlital bis zur Talstation des Gietisflue-Bähnli.

Der Gitschen hat's in sich! Schon manchmal haben wir den markanten Aufbau des Berges bei der vorbeifahrt bemerkt. Doch erst im WK, als wir direkt unterhalb des Gitschens bei Oberberg mit dem Super-Puma Kies hochgeflogen hatten und so den ganzen Tag im Schatten des Gitschens verbrachten, wuchs bei mir das Bedürfnis, da mal obendrauf zu stehen.

So machten wir uns früh morgens auf den Weg Richtung Uri. Bei Flüelen gingen wir ab der Autobahn und fuhren hinauf ins Isenthal. Im Dorf Isenthal selber zweigt man dann ins Chli Tal hinauf. Beim Gietisflue-Bähnli haben wir dann Parkiert und haben mit dieser kleinen Gondeln die ersten Höhenmeter genossen. Danach fängt die tortur bereits an. Mit starker Steigung wandert man, teils noch im Schatten Richtung Hinter Wang.

Auf dem Sattel angekommen, geht es auf dem Grat in derselben Steigung weiter. Die Alp Oberberg ist dann schon mal etwa die Hälfte, obwohl man das Gefühl hat, dass man direkt unter dem Gitschen steht, denn nun geht es auf, hoch zur östlichen Felswand des Gitschens um ihn von hinten zu erklimmen. Und hier fängt es dann auch schon an, ein wunderbarer Tiefblick auf einem schmalen Weg. Ein falscher Tritt und man ist in Seedorf.

Den Angriff von hinten auf den Gitschen passiert vielfach auf allen vieren. Der alpine Wanderweg war hier nicht gut markiert sodass wir mehr oder weniger gerade Hoch gekraxelt sind. Oben angekommen öffnet sich ein wunderbarer Blick Richtung Uri-Rotstock. Nur hier wurde es für uns zur Herausforderung. Auf dem Grat folgt man mehr oder weniger auf derselben Höhe Richtung Gipfelaufbau. Rechts und Links neben dem schmalen Pfad gehts Meterweise herunter. Rechts liegt Seedorf zu Füssen und links das Chli Tal. Kurz bevor man die letzten Höhenmeter macht gehts dann noch mit einer kurzen kraxelei cirka drei Meter an einem Stahlseil herunter. Der Gipfel selber ist einer der schönsten, die ich in den letzten Jahren besucht habe. Man hat das Gefühl man steht in Norwegen, oberhalb eines Fjordes auf einer Felsplatte! Eine Gigantische Aussicht öffnet sich. Man hat von hier oben den gesamten Urnersee im Blick. Dies war das erste Mal, dass ich den Gipfelwein etwas unterhalb des Gipfels, nach sicherem Gebiet geöffnet habe ;-) Retour nahmen wir denselben Weg.

Tourengänger: D!nu

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Kommentare (1)


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silberhorn Pro hat gesagt:
Gesendet am 10. Mai 2013 um 20:43
Den Gitschen kenne ich nur vom Reussdelta her. Ein kraftvoller Berg der einem magisch anzieht gäll:-)


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