Gran Paradiso 4'061m - Stau im Paradies


Publiziert von Paet , 9. Mai 2013 um 20:41.

Region: Welt » Italien » Aostatal
Tour Datum: 4 Mai 2013
Ski Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: I 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2200 m
Abstieg: 2200 m
Strecke:Pont-Rif. Vittorio Emanuele-Gipfel
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto bis Pont
Unterkunftmöglichkeiten:Rif. Vittorio Emanuele II
Kartennummer:101 - Gran Paradiso-La Grivola-Cogne

Das Glück war auf unserer Seite: die Tour war seit langem geplant und just an diesem Wochenende spielte auch das Wetter perfekt mit. Am Samstag sind wir von Pont in 2.5h zum Rifugio Vittorio Emanuele aufgestiegen. Die anfängliche Freude über den Schnee bis ins Tal verging rasch, als wir schon nach kurzem im Wald die Skis an unsere Rucksäcke binden und zu Fuss weiter aufsteigen mussten... Auf dem Sommerweg stiegen wir die ersten paar hundert hm auf, bevor wir dann endlich den Rest des Aufstiegs mit Skiern unter den Füssen bewältigen konnten. Bei unserer frühen Ankunft im Rifugio herrschte noch rel. wenig Betrieb. Dies sollte sich jedoch bald ändern: die Hütte war - bei den super Bedingungen wenig überraschend - voll. Wie voll, hat sich dann v.a. am nächsten Morgen um 05.00Uhr gezeigt, als man sich zwischen (nicht übertrieben) >100 anderen Alpinisten durch die Gänge quetschen musste, um sein Material zusammen zu sammeln... 

Über die normale und oft beschriebene Route stiegen wir zum Ghiacchio del Gran Paradiso auf. Wir waren nicht alleine unterwegs - ein wahrer Massandrang von Skitourengängern, die alle Richtung Gran Paradiso unterwegs waren. Beim Schiena d'Asino, wo die Aufstiegsroute vom Rif. Vittorio Emanuele II auf diejenige des Rif. Chabod trift, erhöhte sich der Verkehr weiter. So viele Skitourengänger an einem Berg habe ich bis jetzt noch nie gesehen (und dieses Erlebnis muss sich auch nicht unbedingt wiederholen). Schlussendlich kamen wir mit gefühlten 1000 (in Wirklichkeit wohl um die 100, und noch mehr, die sich noch im Aufstieg befanden) anderen Berggängern im Sattel, kurz unterhalb des Gipfels, an. Nachdem wir die Steigeisen montiert hatten, machten wir uns auf zum finalen Gipfelsturm. Doch ziemlich bald mussten wir einsehen, dass das an diesem Tag leider nichts werden würde. Min. 50 Leute drängten sich schon kurz vor der Schlüsselstelle vor uns und so entschieden wir uns, die Abfahrt anzutreten, ohne mit der Madonnen-Statue posiert zu haben.

Für die Abfahrt folgten wir der Aufstiegsspur. Im oberen Teil super Schneebedingungen, dann zunehmend hart und bruchharschtig... Ein paar 100hm unterhalb des Rifugio hiess es dann schliesslich wieder Ski tragen und Abstieg nach Pont.

Das Seil blieb übrigens während dem ganzen Tag im Rucksack - MARIOs Rucksack, welcher 1300hm lang heldenhaft geschleppt hat ;-)

Unser Zeitbedarf:
Pont-Rifugio Vittorio Emanuele II: 2.5h
Rifugio - Gipfel Gran Paradiso (also quasi): 4h
Gipfel - Pont: 2.5h

Vielleicht schaff ich's im Sommer ja nochmals ganz hoch - dann hoffentlich mit etwas weniger Stau am Berg und ev. vom Rif. Chabod aus.

Tourengänger: Paet, zaissmo, sake

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Kommentare (4)


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MicheleK hat gesagt:
Gesendet am 9. Mai 2013 um 22:31
Hello,
Der Aufstieg vom Chabod ist sicher lohnenswert. Etwas anspruchsvoller da spaltenreich, aber klar weniger ueberlaufen.

Gruss,
Michele

Paet hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Mai 2013 um 20:44
Falls es mich im Sommer nochmals dorthin verschlägt, schau ich mir die Route auf jeden Fall genauer an! Es scheinen sich ja alle einig zu sein, dass der Aufstieg vom Chabod aus reizvoller ist...

Grüsse, Patrick

Bergfex78 hat gesagt:
Gesendet am 10. Mai 2013 um 08:15
Kommt mir bekannt vor. Da haben sich am Gipfel Dinge abgespielt, die als Lehrbeispiele in der Ausbildung herhalten sollten. Unglaublich. Wir sind vor 2 Jahren allerdings vom Chabod aufgestiegen, was wir als deutlich schöner empfanden. Konntet ihr den Gipfelbloch nicht umgehen und von der Rückseite kurz raufklettern? Ist zumindest im Sommer eine Option.

Paet hat gesagt: RE:
Gesendet am 10. Mai 2013 um 20:42
Danke für den Tipp mit der Rückseite! Nachdem was ich an dem Gipfel gesehen habe, wundert es mich schon, dass nicht mehr Leute dort abstürzen (Überholmanöver, keine Steigeisen, Gedrängel...).

Grüsse, Patrick


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