Mytikas, Olymp, Griechenland


Publiziert von Kaluzny , 9. Mai 2013 um 12:05.

Region: Welt » Griechenland
Tour Datum: 5 September 1973
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: GR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1800 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von Litochoro mit PKW oder Taxi nach Prionia zum Parkplatz
Unterkunftmöglichkeiten:Spilios Agapitós/Katafúgio A (Refugio A)

In meinen Semesterferien hatte ich bereits eine längere Reise durch Griechenland und der Türkei hinter mir. Zuerst war ich in Athen und bin dann über die Insel Chios nach Izmir gefahren. Nach längerem Aufenthalt im Südwesten der Türkei fuhr ich dann bis in die Osttürkei nach Sivas und weiter nach Samsun und Sinop am Schwarzen Meer. Nachdem ich mit dem Schiff nach Istanbul gekommen war und ich mir die Stadt angeschaut hatte, stand ich vor der Wahl: entweder über Bulgarien und Jugoslawien direkt zurück oder eine Abstecher durch Nordgriechenland einlegen. Ich entschied mich für Nordgriechenland.

Übernachtet hatte ich auf einem Campingplatz unterhalb von Litochoro.
Im Ort selbst konnte ich damals keine Karte für die Besteigung des Olymp erhalten. Lediglich eine kleine Strichzeichnung Angabe der Bergrücken, der Hütten und der Wege war zu ergattern.

Da ich damals am Trampen war, hatte ich den langen Marsch nach Prionia vor mir. Nette Menschen aus Litochoro brachten mich jedoch mit dem Auto hinauf.
Anschließend folgte ein schöner Aufstieg durch den Wald zur Hütte Spílios Agaptós. Von den Gipfeln war nichts zu sehen, da sie in den Wolken lagen.
Die Hütte war schon damals mit internationalem Publikum gut besucht, wenn auch nicht so stark wie heute. Sie wurde hervorragend bewirtschaftet.

Am nächsten Morgen ging es mit einigen anderen Gipfelaspiranten mit Beginn der Helligkeit los. Der Weg zum Gipfel Skala ist vorgezeichnet und praktisch nicht zu verfehlen. Je höher man kommt, umso großartiger wird das Panorama. Vom Gipfel der Skala konnte ich gerade noch einen Blick auf die umliegenden Gipfel und den Mytikas mit ihren Wänden werfen, bevor die aufziehenden Wolken alles verschluckten.
Den Abstieg von der Skala und den Aufstieg auf den Mytikas durch das steile Gelände habe ich mit seinen Schwierigkeiten garnicht richtig wahrgenommen. Alles verschwamm in einem wabberdem Weiß. Wir hatten jedoch noch ausreichend Sicht, um den richtigen Aufstieg nicht zu verfehlen.

Auch auf dem Gipfel wurde es nicht besser. Der Gedanke, den antiken griechischen Göttern nahe zu sein, hatte durchaus etwas Reizvolles. Wenn ich allerdings die Bilder der anderen Tourengeher bei Hikr sehe, kommt bei mir im nachhinein doch noch ein wenig Bedauern auf.

Erst beim Abstieg von der Skala kam ich wieder unter die Wolkendecke. Beeindruckend war, dass die Gipfel oberhalb in Wolken lagen und man von oben auf eine 2. Wolkendecke unten in den Tälern schauen konnte.
Nach einer Rast auf der Hütte stieg mit einem deutschen Paar hinab nach Prionia, die mich in ihrem Auto mit nach Litochoro und weiter bis zum Meer mitnahmen.

Die Qualität der Fotos ist sehr schlecht. Ich hatte nur alte Fotos als Grundlage, die schon angefangen haben, sich zu verfärben.


Tourengänger: Kaluzny

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Kommentare (1)


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Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 9. Mai 2013 um 12:20
Dennoch sind die Fotos für ein Alter von 40 bestens und ein so lange vergangene Tourenbericht über den Ólympos ist nichts alltägliches.

Gruss Sputnik


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