Üntschenspitze 2135m - unterwegs im 'Revier'


Publiziert von Jackthepot , 7. Mai 2013 um 23:06.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum: 5 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:Hopfreben - Vorder-Üntschenalpe - Häfnersattel - Üntschenspitze und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Rheintalautobahn A 14 - Bregenzer Wald-Bundesstrasse B200 - Au - Schoppernau - Bad Hopfreben
Kartennummer:Kompass Nr. 3 Allgäuer Alpen / Bregenzer Wald

Alle Jahre wieder ein Erlebnis ... die Üntschenspitze. Obwohl schlechter angesagt, doch überraschend sehr gutes Wetter lockten mich spät aus der heimischen Bude. Um 11:30h gings los in Bad Hopfreben um 16h wieder zurück - ein anstrengender aber herrlicher Tag auf einem Aussichtberg in den Allgäuer Alpen der definitiv die besten Ausblicke in den nördlichen Teil des Lechquellengebirges bietet. Nirgendwo sonst hat man schönere Einblicke in diese kleine, jedoch äußerst abwechslungsreiche und schroffe Berggruppe. Die Üntschenspitze ist ein typischer Grasberg mit steilen fast baumlosen Flanken. Ich hoffte darauf, dass die warme Aprilsonne in der breiten Südflanke am Neuschnee der vergangenen Woche gründliche Arbeit geleistet hatte und freute mich auf einen relativ trockenen und schneefreien Auf- und Abstieg  über den Normalweg ab Bad Hopfreben im hinteren Tal der Bregenzerach.

Der Aufstieg: Der Weg ab Bad Hopfreben ist bestens beschildert und nicht zu verfehlen. Vom Parkplatz nahe der Bundesstrasse folgt man zuerst nordostwärts einen Fahrweg bis an den Waldrand am Ende der Almwiese. Ab hier geht's nach links steil bergauf, bis man nach knapp 1km auf den Forstweg von Schoppernau heraufführend trifft. In schier endlosen Kehren, mal mehr, mal weniger steil zieht dieser Fahrweg nun hinauf zur Vorderen Üntschenalpe 1757m. Kurz vor der Alpe weicht der der Hochwald jäh zurück und der Blick wird erstmals ungehindert frei auf das Tagesziel. Im Osten lugt der mächtige Widderstein durch das Üntschenjoch hindurch, im Süden bauen sich Hochkünzelspitze und Hochberg imposant auf. Dieses Jahr war die Alpe noch komplett eingeschneit. ALLERDINGS dahinter die Almwiese übersät mit tausenden Krokossen - also endlich einmal "schöne Krokantenwiese"- nicht eine 'VIELE' in den schneeumschlossenen Grasinseln. Oben ist bereits der Wegweiser am Häfnerjoch zu erkennen - die nächste Zwischenetappe. 1/2h verkündet der Wegweiser und die waren gerademal so zu schaffen, denn ab jetzt ging es -trotz Südlage- nur noch über mehr oder minder tiefen, jungfreudigen (weil spurlosen) aber durch die heftige Sonneneinstrahlung total aufgeweichten Papp-/Matschschnee. Ab Häfnerjoch ist es immer noch eine halbe Stunde bis zum Gipfel - der Weg ist weit. Er führt zumeist direkt an der Gratkante entlang -zwei, drei Stellen ein bisserl luftig und nur schuhbreit - an der Nordseite noch immer von überhängenden Wechten verziert. Kurz vor dem Gipfel steilt das Gelände nochmal kurz auf und schon steht vor dem spartanischem Gipfelkreuz.

 Der Abstieg: über den Grat wieder zurück in Richtung Häfnerjoch, dann im Pappschnee hinunter zur Üntschenalpe. Vor dort Abstieg über die Almstraße mit schier endlosen, unzähligen Kehren hinab ins Tal - im Unterschied zum Aufstieg jedoch sinnvolle Abkürzer über Almwiesen nutzend. Die zunehmende Wärme und die lange Wegstrecke setzen zu ...dankbar genoss ich es wieder im bequemen Auto zu sitzen.


Tourengänger: Jackthepot

Galerie


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