Vor gut drei Wochen hatte ich zwischen Ochsehorn und Wyssgrat ein kleines Intermezzo, welches mit einem Helikopterflug mitten in der Nacht vom Wyssgrat (grosser Stein) nach Visperterminen endete (siehe mein Tourenbericht!). Alles hat ein gutes Ende gefunden und niemand wurde verletzt - das ist die Hauptsache. Und doch wurmt mich die Sache noch immer, nicht zuletzt auch darum, weil ich mit meiner Aktion Fr. 9'087.85 Kapital vernichtet hatte (Es kommen noch ein paar Franken dazu). Auf die Berge gehe ich jedoch immer noch - ich schnalle einfach den Gürtel etwas enger, um die angefallenen Kosten zu amortisieren.
Heute wollte ich mir mehr Klarheit darüber verschaffen, was bei meiner Tour Gamsen - Gebidem - Ochsehorn - Wyssgrat genau vorgefallen war. Ich bin daher von Gspon über den Wyssgrat auf das Ochsehorn gestiegen. Hurra mein 700. Tourentag! Doch wieder einmal war des Nebels wegen, wie schon so oft in dieser Saison, sehr wenig zu sehen. Die Schneeverhältnisse am Wyssgrat sind jetzt jedoch sehr gut. Von der Seilbahnstation Gspon weg musste ich die Skier nur zehn Minuten lang tragen, und abfahren konnte ich bis zur Seilbahnstation. Unglaublich: letztes Jahr, zehn Tage später, bin ich in Turnschuhen, ohne Schnee zu berühren bis auf den Weissgrat gestiegen (dies gemäss Gipfelbuch - 29.07.2007).
Ich konnte feststellen, dass ich bei meinem "Abenteuer" an der banausigsten aller banausigen Stellen die Nerven verloren, dann biwakiert und die Rettung alarmiert hatte. Damals meinte ich, mich an irgendeinem Abgrund zu befinden. Heute konnte ich feststellen, dass der "Abgrund" ein Idiotenhügel der beschämensten Art war. Und doch habe ich damals richtig entschieden - denn, wenn man in einen Hang nicht Einsicht nehmen kann, darf man doch nichts riskieren.
Wahrscheinlich führten auch psychische Gründe zu meinem Biwak: ich hatte vorher vielleicht zehn heikle Passagen gemeistert, und es war kalt, dunkel, neblig, es schneite und der Wind blies. Die heiklen Gratpassagen vom Rot- zum Ochsehorn hoch blieben mir des Nebels wegen heute verborgen. Hätte gerne ein paar Fotos geschossen. Also heisst es wohl, bald wieder einmal einen Versuch unternehmen.





















Treuer Begleiter
Egal mit wem Du auf Skitouren gehst, einer sollte immer dabei sein: der "Glide 35+ ". Er bietet Platz für Skis, Snowboard, Schneeschuhe. Dank dem körpernahen Sitz kommt man nicht ins wanken. Ausserdem bietet er einen schnellen Zugriff zur Schaufel und zur Sonde.


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