Ein recht unbekannter Ammergauer Gipfel und selten begangen: der Schellkopf


Publiziert von mabon , 2. Mai 2013 um 11:17.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Ammergauer Alpen
Tour Datum: 1 Mai 2013
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Zeitbedarf: 1 Tage 8:15
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m

Wenige Besuche erfährt der Schellkopf. Er liegt versteckt südlich der allseits bekannten Geierköpfe und auch der nordöstlich von ihm gelegene Schellschlicht ist ein beliebtes Wanderziel. Zieht das geistige Auge vom Schellschlicht eine imaginäre Linie gen Südwesten, trifft es auf eine durchaus selbstständige Erhebung namens Schellkopf, der mit einem besonders schönen Gipfelkreuz aufwartet.

Vom Naidernachtal aus, das hier beschritten wurde, ist er gar nicht zu sehen. Die 30 bis 40 Gipfelbucheinträge pro Jahr lassen erahnen, dass man hier die Schönheit und Stille der Natur ungestört genießen kann.Dabei ist der Tiefblick auf den Plansee ein ganz besonderer. Und auch die Kreuzspitze posiert hier in ungewöhnlicher Perspektive. Zudem ist der Blick auf die Wettersteinkette aller Ehren wert. 

Das Gelände ist meist gutmütig und man kommt in der Regel recht passabel voran im lichten Wald. Erst weiter oben versperren dichte Latschen den Weg. Anfang Mai sind aber einige von ihnen noch vom Schnee niedergedrückt, was ein Vorwärtskommen mit Schneeschuhen ganz gut bewerkstelligen lässt. Ist die Wurzerriß-Hütte gefunden, geht es von dort aus im Wesentlichen nordwärts in die Westflanke des Schellkopfes, um dann irgendwann nach Gefühl ostwärts gen Gipfel, der sich ganz bis zum Schluss versteckt hält, zu gehen. Ein sehr gutes Orientierungsvermögen ist in dem meist unübersichtlichen Gelände das Wichtigste. Daher: Immer wieder die Karte konsultieren und auf die kleinsten Geländehinweise achten. So sollte es passen.

Summa summarum: Ein absoluter Geheimtipp für all jene, die das Besondere und Verborgene in bekanntem Terrain suchen. Es gibt eben immer noch versteckte Winkel in den vermeintlich voll erschlossenen Ammergauern, die es wert sind, entdeckt zu werden. Von Grießen aus sollte der Weg zum Schellkopf, wegen des vermutlich übersichtlicheren Geländes, einfacher zu finden sein. Aber auch die hier vorgestellte Route ist spannend und befindet sich im noch gutmütigen Bereich, aber ist eben nur für - im wahrsten Sinne des Wortes - Pfadfinder geeignet.

Tourengänger: mabon

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Kommentare (3)


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DHM123 hat gesagt: und die richtige Fahne ...
Gesendet am 2. Mai 2013 um 21:16
nette Tour und der richtige Trend zur richtigen Fahne :D
LG, Detlev

mabon hat gesagt: RE:und die richtige Fahne ...
Gesendet am 3. Mai 2013 um 11:19
Du meintest Tüte? :*g*

weltenwand hat gesagt: :)
Gesendet am 5. Mai 2013 um 21:18
fein fein...


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