Start war auf dem Gemmipass. Eigentlich schon viel früher, denn die Anreise mit der Bahn durch den Lötschbergtunnel und Bus nach Leukerbad ist doch recht weit. So konnten wir erst um viertel nach Neun starten, aber der Zeitplan ging bis zuletzt gut auf. Auf der Gemmi erwartete uns ein strahlend blauer Himmel und verschneite Berge soweit das Auge reichte.
Zuerst will der lange Lämmerenboden durchschritten werden. Doch am Ende wartet eine kurze Steilstufe. Sie kann zur Schlüsselstelle der Tour werden, wenn alles hart und gefroren ist. Doch heute war der Schnee schon etwas weich und bald einmal standen wir auf der Höhe der Lämmerenhütte. Danach geht es in einem grossen Bogen um das Lämmerenhorn herum und hinauf über den Steghorngletscher dem Gipfel entgegen. Inzwischen war eben besagte Wetterverschlechterung eingetroffen. Es begann zu winden und hohe Wolken bedeckten den Himmel. Die Sicht wurde diffus, aber die Sonne durchbrach immer wieder für kurze Momente die Wolken. Da kamen uns auch noch bekannte Hiker's entgegen,
Nun wartete noch der Schlussspurt zum Gipfel, aber zog sich doch noch etwas. Der Wind wurde ruppiger und kälter und so musste ich mich schlussendlich noch gegen diesen stemmen. Aber das Kreuz kam näher und dann war's auch schon greifbar. Schön auf einem weiteren Gipfel zu stehen und ins Tal hinab zu sehen.
Lange habe ich mich nicht dem Wind ausgesetzt und in flottem Tempo steuerte ich die Lämmerenhütte an. Hier gab's ein Wiedersehen mit meinen Freunden und wir stärkten uns für die letzte Etappe.
Nach der Rast genossen wir eine kurze Abfahrt durch das steile Couloir östlich der Hütte hinunter zum Lämmerensee. Von hier wartete uns nochmal ein Aufstieg zu den Lämmerenplatten. Es wurde zunehmend warm und die Beine mochten auch nicht mehr so flott voran. Wie gut dass wir endlich oben waren und nun die letzten Meter Richtung Schwarenbach unter die Ski nehmen konnten. Bei der Roten Chumme gelangten wir auf den Gemmihighway und liessen es sausen, aber nicht ohne ein kühles Bier im Schwarenbach. Danach kämpften wir uns die letzten 60HM hinauf von der Spittelmatte zum Sunnbüel.
Eigentlich freuten wir uns auf die bequeme Heimreise, aber leider gab's unten im Tal kein Postauto, also durften wir noch 35 Minuten zum Bahnhof Kandersteg laufen. Aber, was uns nicht umbringt, macht uns stark.
Eine tolle Tour mit vielen up's and down's und das Wetter hat gehalten. Begleitet hat mich mein Kollege Theo.










Treuer Begleiter
Egal mit wem Du auf Skitouren gehst, einer sollte immer dabei sein: der "Glide 35+ ". Er bietet Platz für Skis, Snowboard, Schneeschuhe. Dank dem körpernahen Sitz kommt man nicht ins wanken. Ausserdem bietet er einen schnellen Zugriff zur Schaufel und zur Sonde.


Comments