Die Bergtour 2002 (1) - Pce di Termorgio 2669 m


Publiziert von basodino Pro , 26. April 2013 um 15:06.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:20 Juli 2002
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Poncione di Vespero   Gruppo Pizzo Campolungo 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 563 m
Abstieg: 847 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Rodi erreicht man per Auto oder Bus von Airolo bzw. Bellinzona durch die Leventina. Parkplatz an der Talstation der Seilbahn.
Unterkunftmöglichkeiten:Rif. Tremorgio (1848 m, privat, bewirtschaftet), Cap. Leit SAT (2257 m, bewirtschaftet), Rif. Garzonera (1973 m, Selbstversorger, Reservierung obligatorisch)

Eine erneute Rundtour durch das nördliche Tessin startete ich 2002. Dieses Mal war Beginn und Ende Rodi Fiesso bzw. der Lago Tremorgio. In 10 Tagen ging es nun gegen den Uhrzeigersinn auf einen "Rundkurs".

Am ersten Tag gab es noch nicht viel zu tun. Nach der luftigen Fahrt zum Lago Termorgio hielten wir uns an der gleichnamigen Hütte nicht lange auf. Dahinter geht es zwischen den Bäumen bald links des Sees hinauf. Man ersteigt die Flanke des Kessels in wenigen Kehren auf ein Plateau, an dem man links abbiegt (ca. 2080 m). In wenigen Minuten erreicht man am Passo Vanit (2138 m) auffällige Kreidestrukturen. Nun eine Querung nurmehr wenig ansteigend bis zur Capanna Leit (2257 m), die damals noch nicht durchgehend bewirtschaftet war. Der dahinter liegende See ist immer einen Abstecher wert. T2, 1 h 25 min.

Am nächsten Tag stiegen wir auf dem anderen Hüttenzustieg zur Ebene der Alpe Campolungo (2136 m) ab. Dort setzt ein Weg an der gegenüber der Hütte den Hang links hochzieht und weiter oben einen Weg vom Passo Campolungo trifft (2298 m). Dort rechts abbiegen und weiter ansteigend die Hänge queren. Links taucht in einer Senke der Lago Leiarozza (2366 m) auf, zu dem man nicht absteigt. Man nimmt den Rücken nördlich des Sees und steigt weiter an. Die Spuren wurden immer spärlicher. Wenn man sich an die Tälchen hält, erreicht man aber leicht den Übergang, der mit Valle dei Cani (2534 m) angegeben ist. T3, 1 h 50 min.

Am Pass ließen wir die Rucksäcke für einen schnellen Abstecher auf den Poncione di Tremorgio (2669 m) liegen. Diesen kann man ohne Schwierigkeiten über den Grat oder durch die Hänge südlich des Grates ersteigen. T3, 30 min hin und zurück. Auf dem Gipfel hat man dieses eigenartige Gefühl, da man einerseits von der Zivilisation weit entfernt ist, andererseits unten im Tal die Autobahn zu sehen und bei entsprechendem Wind auch zu hören ist.

Der westseitige Abstieg vom Valle dei Cani wird schnell immer gerölliger und eine durchgängige Spur war nicht auszumachen. Um weniger an Höhe zu verlieren, querten wir südlich des Lago di Cara auf ca. 2430 m durch, was sehr mühsam sein kann, wenn man mit Blockgeröll nicht vertraut ist. Ein wirklicher Zeitvorteil entsteht durch die Querung wohl nicht. Jenseits des Sees erreicht man einen weiteren Sattel, den Passo di Cara (2458 m). T4-, 0 h 50 min.

Vom Passo steigt man dahinter weiterhin über jede Menge Geröll ab. Es gab damals auch dort kaum Wegspuren. Man erreichte ein Schneefeld, welches durch zwei Geröllhügel eingefasst war (ähnlich wie bei Moränen). Die zweite (linke) steigt man rückseitig ab und erreicht einen weiten Kessel, welchen man auf ca. 2300 m bis zum Nordgrat des Poncione Sambuco ohne großen Höhenverlust traversiert. Der Grat wandelt sich in einen wenig definierten Rücken, dem man in nördlicher Richtung folgt. Den Laghetto Quota (2204 m) habe ich damals kaum wahrgenommen, in diesem Bereich findet man aber immer mehr Vegetation und eine Spur wieder, die bis zur Alpe Garzonera (2005 m) führt, wo man auf breitere Wege stösst. Hinter einem Hügel findet sich nordseitig das heimelige Rifugio Garzonera (1973 m). T3+, 1 h 50 min.

Fortsetzung!

Tourengänger: basodino


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