Berglauf: Monte Generoso (fast)
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Schönes Wetter wurde im Tessin an diesen Tag angesagt, leider traf dieses schöne Wetter erst etwas später ein. Mit dem Bus fuhren wir nach Rovio. Von dort aus starteten wir mit dem Ziel Monte Generoso. Dieser war noch schön mitten in den Wolken, wir hofften jedoch das es im Verlaufe unseres Aufstieges schön wird.
Bis zum Sattel beim Cima Crocetta lief alles wunderbar, das feuchte Wetter bot eine ganz eigenartig schöne Stimmung, die es wunderbar machte den steilen Weg raufzurennen. Doch ab da war nun alles eingeschneit mit hartem Schnee als Grundlage und drüber Neuschnee, dank denen man die Wegspuren nicht mehr sah. So liefen wir einfach den Berg hinauf, sanken aber immer wieder Knie tief ein, mit der Zeit war das laufen unmöglich und es war nur noch ein waten im Schnee. Mit der Zeit begann es dann auch noch zu schneien und fest zu winden (und wir in den kurzen Hosen:)).
Kurz vor dem Gipfel waren einige Schnee-Rinnen zu durchqueren, welche aber harten ungefährlichen Schnee aufwiesen. Kurz vor dem Gipfel, nach all den Strapazen nach dem warmen Tee im Gipfelrestaurant sehnend, kam dann leider ein unüberwindbare Stelle, eine Durchquerung einer steilen Rinne mit einer weichen, rutschigen Neuschneeansammlung. Ich wagte mich zuerst noch vorsichtig an die Stelle ran, doch nach dem ersten Abrutschen war der Fall klar, diese Stelle zu passieren ist zu gefährlich. Hier hätte leicht eine kleine Lawine entstehen können. Gerade in der Nähe dieser Stelle führte noch ein Drahtseil mit Stufen im Fels den Berg hoch. Da stiegen wir etwas hoch, doch dann führte das Drahtseil plötzlich gerade die Felswand hoch (ist das ein Klettersteig?), in der auch rutschiger Neuschnee lag. Das liessen wir dann auch sein.
So liefen wir frierend wieder den Weg zurück zum Cima della Piancaccia. Da wir den mühsam eingeschneiten Weg zum Cima Crocetta nicht wieder nehmen wollten, liefen wir auf einem riesen Umweg über die Alpe di Gotta und Alpe di Arogno zurück nach Rovia, dieser Weg war aber einiges mühsamer, da auch Schnee lag und immer wieder Gegensteigungen zu machen waren, ausserdem war es ein riesen Umweg. Vom Monte Generoso zurück nach Rovio hatten wir 2.5h, wegen Schnee und Erschöpfung.
Fazit: Wegen einer Passage von 2 Metern mussten wir das Gipfelglück begraben. Aber was solls, den Mut haben wenns zu gefährlich ist umzukehren gehört genau so dazu wie ein Gipfelglück zu geniessen.
Ja und das nächste mal nehme ich zur Sicherheit noch Handschuhe und Stülpen für die Beine, sowie genug zu Essen mit:)
Die Bewertung T4 bezieht sich auch die angetroffenen Verhältnisse, sonst wäre es wohl ein T2+ oder ein T3.
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Ergänzung vom 16.07 2008.:
Ich habe mit Bestürzung von dem Drama am Zugspitzberglauf erfahren, wo 2 Bergläufer wegen Unterkühlung gestorben sind. Bevor mich hier alle in den selben Topf werfen will ich noch ein paar Sachen ergänzen:
1) Wir waren nicht im Rahmen eines Wettkampfes unterwegs, hatten also unseren Kopf nicht nur aufs Ziel fixiert.
2) Wir hatten je einen Rucksack dabei, drin ein warmes Langarm shirt, sowie eine Wind/RegenJacke, zum laufen ausreichend oben bei 0 Grad. Unten hatten wir nur kurze Hosen und haben aber daraus gelernt dass auch Stülpen dazugehören, diese sind bei 0 Grad auch absolut ausreichend
3) Die Schuhe sind keine Turnschuhe, sondern Trailrunner, eigens für Berglaufen im anspruchsvollen Gelände gebaut, dh eine rutschfeste gute Sohle, die auch noch gestüzt sind. Die kamen auch bei dieser Tour nicht an ihre Grenzen. Diese sind erst bei zuviel Geröll ausgelastet.
4) Ich hatte meinen Pulsgurt dabei und mein Puls war keinenfalls ich intensiven Höhen. Er pendelte ganz oben im Schnee beim Laufen um die 140 bis 155, als noch im Grundlagenausdauerbereich (Hatte einen guten Tag, so locker ist es bis jetzt nicht mehr gegangen)
5) Wir sind umgekehrt, auch wenns nur noch kurz vor dem Gipfel war. Die waren die Verhältnisse (ausser die Kälte) zu anspruchsvoll. Erst bei dieser Passage wegen der Neuschneerinne. Da wir lebend nach Hause kamen wollte sind wir 50m vor dem Gipfel umgekehrt. Es war eine vernüftige und mutige Entscheidung, die ich bisher nie bereut habeund werde es auch wieder so machen.
6) Eingeschneit und kalt war es erst die letzten 300hm, vorher war es ideal Temperatur und genial zum Berglaufen.
7) Wir waren erschöpft, doch zumindest bei wir war es wegen Hunger. Zuwenig zuessen dabei zu haben und dabei einen Hungerrast einfangen, kann einem auch bei jeder Tour passieren, wo Traumbedingungen herrschen.
Und schliesslich: Es erreigenen sich viel mehr Unfälle beim Wandern oder Bergsteigen, als beim Berglaufen. Ebenfalls erreigenen sich mehr Unfälle bei Stadtmarathons (Hitze / Selbstüberschätzung).
Jedoch: Es ist klar, beim Berglaufen kann man nicht wie beim Bergsteigen oder Wandern einen riesen Rucksack dabeihaben. Man muss ich auf das nötigste beschränken, doch Trinken, Kalorienreiche Riegel, Ersatzunterwäsche, Langarmshirt, Lauf-Wind/Regenjacke und Stülpen, sowie ein paar Pfalster, Handy und Fotoapparat passen gut in einen Laufrucksack
Und doch: Berglaufen wird meist von Leuten ausgeführt, welche die entsprechende Kondition mitbringen, beim Berglaufen kann man schneller auf unvorgesehenes reagieren (zB Wetterumsturz), weil man eben schneller ist. Und Strecken mit viel Geröll, oder Hochtourengebiete, sind bei den Bergläufern sowieso Tabu, da es zu mühsam ist.
Bis zum Sattel beim Cima Crocetta lief alles wunderbar, das feuchte Wetter bot eine ganz eigenartig schöne Stimmung, die es wunderbar machte den steilen Weg raufzurennen. Doch ab da war nun alles eingeschneit mit hartem Schnee als Grundlage und drüber Neuschnee, dank denen man die Wegspuren nicht mehr sah. So liefen wir einfach den Berg hinauf, sanken aber immer wieder Knie tief ein, mit der Zeit war das laufen unmöglich und es war nur noch ein waten im Schnee. Mit der Zeit begann es dann auch noch zu schneien und fest zu winden (und wir in den kurzen Hosen:)).
Kurz vor dem Gipfel waren einige Schnee-Rinnen zu durchqueren, welche aber harten ungefährlichen Schnee aufwiesen. Kurz vor dem Gipfel, nach all den Strapazen nach dem warmen Tee im Gipfelrestaurant sehnend, kam dann leider ein unüberwindbare Stelle, eine Durchquerung einer steilen Rinne mit einer weichen, rutschigen Neuschneeansammlung. Ich wagte mich zuerst noch vorsichtig an die Stelle ran, doch nach dem ersten Abrutschen war der Fall klar, diese Stelle zu passieren ist zu gefährlich. Hier hätte leicht eine kleine Lawine entstehen können. Gerade in der Nähe dieser Stelle führte noch ein Drahtseil mit Stufen im Fels den Berg hoch. Da stiegen wir etwas hoch, doch dann führte das Drahtseil plötzlich gerade die Felswand hoch (ist das ein Klettersteig?), in der auch rutschiger Neuschnee lag. Das liessen wir dann auch sein.
So liefen wir frierend wieder den Weg zurück zum Cima della Piancaccia. Da wir den mühsam eingeschneiten Weg zum Cima Crocetta nicht wieder nehmen wollten, liefen wir auf einem riesen Umweg über die Alpe di Gotta und Alpe di Arogno zurück nach Rovia, dieser Weg war aber einiges mühsamer, da auch Schnee lag und immer wieder Gegensteigungen zu machen waren, ausserdem war es ein riesen Umweg. Vom Monte Generoso zurück nach Rovio hatten wir 2.5h, wegen Schnee und Erschöpfung.
Fazit: Wegen einer Passage von 2 Metern mussten wir das Gipfelglück begraben. Aber was solls, den Mut haben wenns zu gefährlich ist umzukehren gehört genau so dazu wie ein Gipfelglück zu geniessen.
Ja und das nächste mal nehme ich zur Sicherheit noch Handschuhe und Stülpen für die Beine, sowie genug zu Essen mit:)
Die Bewertung T4 bezieht sich auch die angetroffenen Verhältnisse, sonst wäre es wohl ein T2+ oder ein T3.
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Ergänzung vom 16.07 2008.:
Ich habe mit Bestürzung von dem Drama am Zugspitzberglauf erfahren, wo 2 Bergläufer wegen Unterkühlung gestorben sind. Bevor mich hier alle in den selben Topf werfen will ich noch ein paar Sachen ergänzen:
1) Wir waren nicht im Rahmen eines Wettkampfes unterwegs, hatten also unseren Kopf nicht nur aufs Ziel fixiert.
2) Wir hatten je einen Rucksack dabei, drin ein warmes Langarm shirt, sowie eine Wind/RegenJacke, zum laufen ausreichend oben bei 0 Grad. Unten hatten wir nur kurze Hosen und haben aber daraus gelernt dass auch Stülpen dazugehören, diese sind bei 0 Grad auch absolut ausreichend
3) Die Schuhe sind keine Turnschuhe, sondern Trailrunner, eigens für Berglaufen im anspruchsvollen Gelände gebaut, dh eine rutschfeste gute Sohle, die auch noch gestüzt sind. Die kamen auch bei dieser Tour nicht an ihre Grenzen. Diese sind erst bei zuviel Geröll ausgelastet.
4) Ich hatte meinen Pulsgurt dabei und mein Puls war keinenfalls ich intensiven Höhen. Er pendelte ganz oben im Schnee beim Laufen um die 140 bis 155, als noch im Grundlagenausdauerbereich (Hatte einen guten Tag, so locker ist es bis jetzt nicht mehr gegangen)
5) Wir sind umgekehrt, auch wenns nur noch kurz vor dem Gipfel war. Die waren die Verhältnisse (ausser die Kälte) zu anspruchsvoll. Erst bei dieser Passage wegen der Neuschneerinne. Da wir lebend nach Hause kamen wollte sind wir 50m vor dem Gipfel umgekehrt. Es war eine vernüftige und mutige Entscheidung, die ich bisher nie bereut habeund werde es auch wieder so machen.
6) Eingeschneit und kalt war es erst die letzten 300hm, vorher war es ideal Temperatur und genial zum Berglaufen.
7) Wir waren erschöpft, doch zumindest bei wir war es wegen Hunger. Zuwenig zuessen dabei zu haben und dabei einen Hungerrast einfangen, kann einem auch bei jeder Tour passieren, wo Traumbedingungen herrschen.
Und schliesslich: Es erreigenen sich viel mehr Unfälle beim Wandern oder Bergsteigen, als beim Berglaufen. Ebenfalls erreigenen sich mehr Unfälle bei Stadtmarathons (Hitze / Selbstüberschätzung).
Jedoch: Es ist klar, beim Berglaufen kann man nicht wie beim Bergsteigen oder Wandern einen riesen Rucksack dabeihaben. Man muss ich auf das nötigste beschränken, doch Trinken, Kalorienreiche Riegel, Ersatzunterwäsche, Langarmshirt, Lauf-Wind/Regenjacke und Stülpen, sowie ein paar Pfalster, Handy und Fotoapparat passen gut in einen Laufrucksack
Und doch: Berglaufen wird meist von Leuten ausgeführt, welche die entsprechende Kondition mitbringen, beim Berglaufen kann man schneller auf unvorgesehenes reagieren (zB Wetterumsturz), weil man eben schneller ist. Und Strecken mit viel Geröll, oder Hochtourengebiete, sind bei den Bergläufern sowieso Tabu, da es zu mühsam ist.
Hike partners:
groeberman,
runmountains





























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