Das wunderbar klare Herbstwetter trieb nicht nur uns sondern leider auch jede Menge Touristen auf das Parpaner Rothorn. Wir entschlossen uns kurzfristig, vor der Menschenmasse zu fliehen und ein ruhigeres und noch aussichtsreicheres Plätzchen aufzusuchen. Erst wanderten wir eine Weile auf dem geologischen Wanderweg Richtung Ostgipfel und zweigten dann nach rechts ab und gelangten in die Mulde zwischen Ostgipfel und Aroser Rothorn. Es sind Wegspuren vorhanden, auch sind einige alte weiss-rot-weiss-Markierungen zu erkennen (müsste nach meiner Einschätzung eher weiss-blau-weiss sein!!). Der Pfad folgt zunächst dem Grat, welcher immer wieder einige leichte Kraxelstellen aufweist. In einer nächsten Steilstufe weicht er einige Male in die Nordostflanke (?) aus, was ziemlich heikel war, da schon etwas Schnee lag. Den Gipfelaufschwung erklettert man in brüchigem Fels (steinschlägig!!). Exzellentes Panorama! Und alleine am Gipfel!
Abstieg wie Aufstieg über den Nordgrat zur Mulde zurück. Dort sprang uns das Älplihorn mit seinem schon von weitem sichtbaren Steinmann sofort ins Auge. Wir wanderten kurze Zeit auf dem verschneiten GeoWeg mit leichtem Höhenmeterverlust bergab und dann in einer Kehre zu einer Gratsenke hinauf. Da wir den richtigen Einstieg wegen des Schnees nicht fanden, gingen wir in direkter Linie dem Grat entlang. Einen kurzen Aufschwung gilt es zu überklettern und in brüchigem Gestein zu einer weiteren Gratsenke, wo wir nun auf den richtigen Weg trafen. Deutliche Spuren über P.2775 zum Gipfel, wo uns der prächtige 2-Meter-Steinmann begrüsste. Kein 360° Panorama, aber trotzdem lohnend!
Auf selbem Weg zurück zur zweiten Gratsenke, Danach über Schneefelder wieder zurück zum Parpaner Rothorn.
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