lange Wanderung auf den Mont Vully und um den Murtensee


Publiziert von Felix Pro , 5. April 2013 um 16:08. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum:31 März 2013
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR   CH-VD 
Aufstieg: 375 m
Abstieg: 375 m
Strecke:Sugiez, Bahnhof - P. 433 - Vaux de Nant - P. 571 - Mont Vully - P. 612 - Réduit du Vully - Lugnorre - Le Pra - Château de Mur - Mur - Le Pâquis - P. 501 - P. 506 - P. 523 - Vallamand-dessus - Grandes Vignes - P. 471 - P. 434 - STEP Bellerive - P. 436 - Le Chablais - Plage - La Plage - Le Vuat - Faoug, Bahnhof - P. 434 - Schlachtdenkmal - Murten - Murten, Bahnhof
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Häusernmoos, Burgdorf, Autobahn Kirchberg - Murten, nach Sugiez
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Murten - cff logo Sugiez
Kartennummer:1165

Beim Bahnhof in Sugiez erwarten uns Eisenplastiken von Bernhard Luginbühl; danach marschieren wir über die Brücke des Canal de la Broye ins Dörfchen, zu dessen Beginn der Wanderweg zu den Rebbergen hinaufführt. Noch verdeckt leichter Hochnebel die Sonne, wie wir durch jene auf dem Sentier viticole Richtung Vaux du Nant wandern; hier, bereits etwas angestiegen, bedeckt wenig Schnee den Boden. Durch einen kurzen Waldabschnitt geht es anschliessend weiter hoch auf eine erste Zwischenebene, bevor es ein weiteres malerisches Wäldchen zu durchqueren gilt, aus welchem wir auf Plan Châtel hinaustreten.

 

Hier, auf der hübschen Ebene des höchsten Punktes des Mont Vully herrscht eine spezielle winterliche Stimmung: schneebedeckte Weite, eine grosszügige Picknickanlage (heute wird sie sicherlich nicht benutzt - es ist zu kühl) und in der Ferne wolkenartiger Nebel, welcher die Sicht zu Jura, Neuenburger- und Bielersee verdeckt, und nur schemenhaft den Blick zum Murtensee freigibt.

 

Nach der Kurzbesichtigung eines Überbleibsels der Fortifikation (aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg) wandern wir weiter - an einem römischen Zeitzeugnis vorbei über den langgezogenen Mont Vully zum Réduit du Vully. Hier sind doch bemerkenswert viele der damaligen Bauten noch gut erkennbar, einige Unterstände kann man sogar betreten.

 

Zeitweise dringt nun die Sonne zaghaft durch; so wird es beim Abstieg nach Lugnorre etwas wärmer und behaglicher. Und sehr gefreut ist der kurze Kaffeehalt in der Auberge des Clefs im verschlafenen Dorf.

 

Noch ein paar Meter bergab und noch näher an den See gelangen wir anschliessend; oberhalb der Rebberge führt uns der Wanderweg trockenen Fusses zum stattlichen Château Mur im gleichnamigen Dörfchen.

 

Über Feldwege im landwirtschaftliches Gelände, später auf dem Strässchen erreichen wir den Aussenbezirk von Vallamand-dessus, wo wir uns zu einem Verpflegungshalt niederlassen, bevor wir auf der Hauptstrasse das Dorf durchmessen und ausgangs wieder auf einem Wanderweg länger durch die Rebberge bis zur kleinen, aussichtsreich inmitten dieser gelegenen Kirche (ob Salavaux) laufen, bevor wir etwas steiler zur Hauptstrasse absteigen, diese überqueren und an der STEP Bellerive vorbei zur Broye gelangen. Diese lässt sich nur weiter flussaufwärts auf der Brücke der Hauptstrasse überqueren, sodass wir erst nach diesem „Umweg“ in die Ferienhaussiedlung von Le Chablais gelangen.

 

Waren wir bis anhin meist alleine unterwegs, treffen wir nun am langen Strand resp. auf dem dahinter sich nahe am Murtensee durch den Wald schängelnden Weg zahlreiche Spaziergänger an; der See selbst spült einiges an Unrat an - und nach dem Campingplatz von La Plage nimmt das Ausmass des Abfalls enorme Dimensionen an: durch das hübsche Gehölz streifend, lässt dich der Güsel nicht annähernd zusammensammeln … so schön der Gang durch Le Vuat (mit dem Übergang über Le Chandon) zum Bahnhof Faoug, so deprimierend die Naturverschandelung seitens gedankenloser und geistig wohl minderbemittelter Menschen.

 

Ab hier wechselt die Szenerie: viele teilweise modernste und teuerste Villen säumen den Weg; doch auch die Natur beeindruckt uns wieder - im leichten Sonnenschein schlendern wir an mächtigen Bäumen mit unzähligen Misteln vorbei, und bewundern die unerhörte Anzahl von grossen Akazien, viele von starkem Efeubewuchs befallen. Bevor wir den Schlusspunkt unserer langen Tour erreichen, erhebt sich direkt vor uns der Obelisk, das Schlachtdenkmal, welches 1822 zur Erinnerung an die Schlacht von Murten (22. Juni 1476) errichtet wurde.

Durch den neueren Teil von Murten streben wir dem Schloss und der wunderschönen, bestens erhaltenen Altstadt zu; dabei nehmen wir die seeseitige Nebengasse unter die Füsse, um die uns empfohlenen Chesery www.chesery-murten.ch zu besuchen: echt originell - Beiz oder Brocante oder beides? Die Preise sind hoch, wir verbleiben nicht lange; wandern durch die Hauptgasse durch den historischen Kern zurück, und ausserhalb der Stadtmauern zum Bahnhof Murten, von wo aus uns der Zug innert weniger Minuten nach Sugiez zurückbringt.

 

Unterwegs mit Jumbo 


Tourengänger: Ursula, Felix


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