Vorfrühlingstour zum Lago d'Alzasca


Publiziert von Zaza , 8. April 2008 um 07:54.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 5 April 2008
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT4 - Schneeschuhtour
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Cramalina   Gruppo Rosso di Ribia 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2800 m
Abstieg: 2100 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:(ab Bern) Zug bis Ponte Brolla, Bus bis Someo
Zufahrt zum Ankunftspunkt:(nach Bern) Bus Russo - Intragna Ponte, dann via Domo nach Bern
Unterkunftmöglichkeiten:Capanna d'Alzasca, Rifugio Ribia
Kartennummer:1291, 1311

Der Lago d’Alzasca wurde vor einigen Jahren bei einer Umfrage einer Tessiner Zeitung zum schönsten Bergsee des Kantons erkoren. Die Gegend ist denn auch eine Reise wert, sei es im Sommer oder im Winter. Für den Zugang zur Capanna d’Alzasca gibt es verschiedenste Möglichkeiten; als Ausgangspunkte kommen Someo, Riveo, Cevio, Linescio, Dall’Ovi di Dint, Niva oder Vergeletto in Frage. Freilich sind nicht alle dieser Routen für den Winter geeignet.
 
Wir sind in Someo gestartet und zunächst dem normalen Wanderweg Richtung Alzasca gefolgt, wobei man zunächst eine der wackligen Maggia-Fussbrücken überquert. Bei P. 714 haben wir diese Route, die wir zur Genüge kennen, verlassen und sind weiter in der Nähe des Talgrundes des Val Soladino aufgestiegen. Dabei kommt man zu einer schönen Bogenbrücke, welche die tief eingefressene Schlucht überwindet. In Piandalevi lag noch reichlich Schnee, der aber bestens trug. Nun ging es weiter taleinwärts, bis zu der Stelle, wo der neu markierte Weg über Arbeia steil anzusteigen beginnt. Hier überquerten wir den Bach und folgten einer inoffiziellen Markierung, die sehr steil durch den Wald hinauf nach Corte di Fondo führt. Von hier ist die Capanna d’Alzasca in Kürze erreicht. Danach genossen wir das schöne Wetter, indem wir einen abendlichen Ausflug zum Pizzo d’Alzasca machten. Dies ist nur dann ratsam, wenn die steile Südflanke im oberen Teil ausgeapert ist.
 
Anderntags ging es zunächst wieder zur Bocchetta di Cansgei. Von hier muss man etwa 150 hm absteigen, um dann den Anstieg zur Bocchetta di Catögn in Angriff nehmen zu können. Vom Pass stiegen wir über den einfachen Grat hinauf zur Cima di Catögn, die einen schönen Blick zu den weiteren Felsgipfeln des Massivs des Rosso di Ribia bietet. Die Steinböcke, die in der Gegend heimisch sein sollen, liessen sich leider nicht blicken. Zurück bei der Bocchetta muss man zunächst eine steile Rinne absteigen. Bei Hartschnee kann das unangenehm sein (darum hatten wir einen Pickel mitgeschleppt), aber heute war es problemlos. Danach querten wir die offenen Hänge mit etwas Auf und Ab bis zu P. 2241. Hier tritt man in die Geländekammer der Alpe Ribia ein, die mit einer hohen Querung zu erreichen ist. Beim Rifugio machten wir eine Mittagspause, bevor es an den steilen Abstieg ging. Das war im oberen Teil recht angenehm, weil noch genügend Schnee für schöne Rutschpartien lag. Im unteren Teil, unterhalb der Alp Pianaccio, ist der Weg sehr steil und durch das viele Laub war er auch recht rutschig. Mit leicht zittrigen Knien erreichten wir schliesslich die Talstrasse bei Piei, von wo es noch rund 4 km Marsch bis Vergeletto sind. Erst kurz vor Vergeletto nahm uns dann ein barmherziger Autofahrer mit bis nach Russo, wo wir beim Ristorante Posta aufs Poschi warten konnten. Da kamen bereits die ersten Rennvelofahrer daher und wunderten sich über unser winterliches Gepäck...der Frühling ist da!

Tourengänger: Zaza, Aurora

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