Pré-Paration


Publiziert von Henrik Pro , 26. März 2013 um 13:00.

Region: Welt » Schweiz » Jura
Tour Datum: 2 März 2013
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-JU 
Zeitbedarf: 2:00
Aufstieg: 100 m
Abstieg: 100 m
Strecke:PP Saignelegier sur des Chemins avec des Cavaliers
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV
Kartennummer:Ein Beobachtender

... „...sag mal, wo ist eigentlich der Briefkasten abgeblieben, am Bahnhofsausgang Ost, dem Nadelöhr, wo jeden Tag Tausende ein- und ausgehen (müssen)?“. Ich konnte die Antwort auch nicht liefern, denn erst durch die Frage von Claudia ist mir das Fehlen auch bewusst geworden. In der Schalterhalle fanden wir nichts ...dafür sind dort jetzt die Postomaten eingerichtet worden, die vorgängig die Pendlerströme auf der Passarelle täglich ätzend behinderten... und dort sind nun zwei Briefkästen eingebracht worden. Auch nicht gerade originell! Insbesondere kurz vor dem Gang auf die Perrons... Wahrscheinlich auch so eine Schreibtischentscheidung des Service Public!
 
... ich lud zum Klassenwechsel ein. Bei der Fahrt durchs Laufental entdeckte ich auf meiner alten Pendlerstrecke Basel – Laufen (2009 - 12) keine grossen Veränderungen, weder baulicher noch tektonischer Natur, störend und irritierend sind lediglich die Plastikabfälle, die in der Uferzone der Birs überall zu „entdecken“ sind! Auch hier kann getrost dieser Begriff eingefügt werden: «The Great Birs Garbage Patch».
 
... in Délemont hält die S 3 etwa 10 Minuten. Nicht die Birs entwässert das Delsberger Becken, es ist die Sorne. Das geht leicht vergessen, wenn der Baloîs in seinem geliebten Jura unterwegs ist. Die beiden Wasserläufe treffen aufeinander östlich des Kantonshauptortes – man begegnet ihnen, wer die Juraketten entlang wandert und schliesslich hier ein Etappenziel erreicht hat.
 
... mit dem Ausbau der Regiobahn in der Nordwestschweiz haben die beteiligten Kantone aufgerüstet: die Zustiege an den Bahnhöfen sind erstellt, markiert und jetzt kommen die (unbeheizten) Glasunterstände hinzu. In Glovelier hat die CJ den zwar m. E. durchaus witzigen Geleiseteil mitten auf der Strasse für historisch beendet erklärt und einen „neuen“ Bahnhof gebaut, dessen Auslastung mir ein Rätsel ist: da stehen jetzt drei Geleisestümpfe für einen einzigen Zug zur Verfügung? Kurioserweise ist die Baracke mit den schmuddligen Toiletten nach wie vor nicht verschwunden ... aber WC-Geschichten sind den Bahnverantwortlichen ja ohnehin fast keine Zeile wert oder anders nachgedacht, eine Unterlassung mit täglichem Ärgerpotential.
 
... CJ: le train rouge qui bouge! Im teils engen Combe Tabeillon liegt immer noch viel Schnee, je höher wir gelangen, sind schliesslich auch die Wege und Pfade bedeckt. Die Sonne zeigt sich nicht, auch nicht für den Rest des Tages. Wir sind heute nicht Blind-, sondern Nebelgänger. Der Vormittag endet mit der Ankunft in Pré-Petitjean: wir widmen uns zuerst den Tellern und Gläsern. Fast wäre eine Reservation empfehlenswert gewesen, erstaunlicherweise an einem Samstagmittag. Die Auberge ist kein Geheimtipp mehr, das verrieten der PP und die Fuss- und Schneeschuhgänger wie auch die Akteure des Ski de fonds. Wer hier nach Norden sich absetzt, hat Gefälle vor sich, entgegengesetzt eine leicht steigende Hochfläche, ideal eben für Oberflächenaktivitäten.
 
... beide bestellen wir das Steak de Cheval und lassen uns nicht durch die Skandale andernorts entmutigen oder stören. Wie ich in diesem Bericht geschrieben habe, hat das Pferd Tradition im Jura. Der Deutschschweizer kann nur lernen. 


... nach halb zwei brechen wir auf zu einem Spaziergang nach Saignelégier. Wer weder Tennisschläger noch Holzlatten bei sich hat, wird über besondere Pfade geleitet, kommt also nicht in Konflikt mit andern Akteuren und Aktivitäten. Konflikte im Freizeitbereich haben ja das Zeug zu Schlagzeilen und „arena“-artigen Quoten- und Einschaltspitzen. Die Natur wird eben immer noch als Platz des ungebändigten Ausbreitens wahrgenommen oder als Raum, wo ich tun und lassen kann wie ich will....
 
... für Winterspaziergänger „mäandern“ sich die Spuren durch hügeliges Gelände, durch Waldschonungen, an Landwirtschaftsgütern vorbei, an bellenden, aber sozialisierten Hunden, und über Anhöhen. Wir sind im Nebel unterwegs, aber nicht schilderfrei. Wir begegnen ausser ein paar  LL, auf einer offiziellen Piste, niemanden diese knapp zwei Stunden.
 
... bei den Pâturages de la neuve Vie, kurz vor Saignelégier, ist Koexistenz angesagt: die Langlaufpiste kooperiert mit dem Winterwanderweg und sogar mit dem Schneeschuhtrail – ein gemeinsame Spur. Beim Sportzentrum am Dorfrand ist der PP vollends belegt, von hier erstreckt sich für LL ein weitläufiges Paradies.
 
... nochmals zurück zum Pferd, das hier einen beachtlichen Stellenwert darstellt. Saignelégier ist bekannt für seine Veranstaltungen, dies drückt sich auch aus im wuchtigen Bau, der leicht erhöht am Dorfrand sich erhebt.
 
... ein kurzer Blick auf die Uhr veranlasst mich, die Schritte zu beschleunigen, können wir doch den Kurzzug, der uns nach Glovelier zurückbringt, gerade noch erreichen. Die Eile hätten wir uns sparen können, denn der Zug fuhr fünf Minuten später ab. Zeit hat am Rand der Schweiz hin und wieder eine andere Dimension. Grund war nicht eine technische Ursache, sondern ein gemütlicher Schwatz zwischen den Lokführern....
 
... der eingangs gelöste Klassenwechsel war weiterhin gültig, da Tageskarte. Erstaunt nahmen wir Kenntnis davon, dass auf dem Rückweg mit dem roten Bähnli, die Plätze fast durchwegs belegt waren. In La Combe rauschte die CJ vorbei, gleichermassen in Bollemont – keine Passagiere, die aufgenommen werden wollten.  In Glovelier hielten wir Ausschau nach der Katze, lediglich die Futternäpfe haben wir gesehen.  


Opération «Tram rouge»

Un tram « jurassien » pendant une année en ville de Bâle

Le Canton du Jura, les Chemins de fer du Jura (CJ) et Jura Tourisme lancent ensemble une action originale pour promouvoir la région à Bâle: un tram habillé aux couleurs jurassiennes sillonnera en effet la métropole rhénane pendant une année, du 1ermai 2013 au 30 avril 2014.Il circulera sur plusieurs lignes importantes de la compagnie BVB, toutes situées au centre-ville et passant toutes par le quartier de la gare centrale. Le tram offre différents espaces de communication, qui sont proposés à des acteurs économiques et touristiques du Jura. 




Spaziergang mit Claudia
 

Tourengänger: Henrik


Galerie


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