meine erste Tour auf den Blüemberg - ein Genuss!


Publiziert von Felix Pro , 4. März 2013 um 12:53. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 2 März 2013
Schneeshuhtouren Schwierigkeit: WT3 - Anspruchsvolle Schneeschuhwanderung
Ski Schwierigkeit: ZS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   CH-UR 
Aufstieg: 875 m
Abstieg: 875 m
Strecke:Gitschen - Lidernenhütte - Süfass - Lang Eggen - Blüemalpeli - Blüembergmulde - (P. 2348) - Blüemberg - Blüemalpeli - P. 1976 - Süfass - Lidernenhütte - Gitschen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Zell, Autobahn Sursee - Flüelen, Riemenstalden nach Chäppeliberg, LSB nach Spilau
Zufahrt zum Ankunftspunkt:LSB Spilau - Chäppeliberg, PW via Riemenstalden, Brunnen nach Muotathal, zurück via Autobahn Schwyz - Sursee, nach Zell und Wyssachen
Kartennummer:1172

Im dichten Nebel gelangen wir via Riemenstalden hinauf zur Talstation Chäppeliberg, wo wir sogleich hinauf nach Gitschen (Bergstation Spilau) befördert werden - während des zweiten Teils der Fahrt durchbrechen wir die Nebelobergrenze und gewähren nun eine immens schöne Sicht über die Wolkendecke und die umliegenden Berge, viele davon schon von der Sonne beschienen.

 

Die zum grossen Teil flache Verbindungsstrecke zur Lidernenhütte befindet sich, da nordseitig gelegen, meist noch im Schatten; in der schmucken SAC-Hütte genehmigen wir uns einen feinen Kaffee, bevor wir uns auf den längeren Weiterweg machen. Nach dem Süfass nehmen wir die erst geradeaus weiterführende Spur, müssen dafür jedoch einen Abstieg (Abfahrt) und Gegenanstieg um den nordnordwestlichen Ausläufer des Schnüerstockes in Kauf nehmen.Auf dieser Route bewegen wir uns lange im Schatten, erst nach dem Anstieg über Lang Eggen, etwa auf der Höhe von P. 1962, treten wir ans Sonnenlicht: dafür zeigt sich nun der Chronenstock und der Blüemberg mit der dazwischen aufsteilenden Mulde hervorragend und eindrücklich - eine herrliche Bergwelt eröffnet sich nun.

 

Übers Blüemalpeli geht es nun wieder etwas sanfter zur kurzen Abfahrt (Abstieg) in den Beginn der breiten, doch ansprechend steilen Blüembergmulde, die uns mittels zahlreicher Kehren zu P. 2348 hinaufführt. Erst kurz davor tauchen wir wieder aus dem Schatten hinaus und können einen beinahe unbeschreiblich schönen Blick in die faszinierende Ostflanke des Chronenstockes mit teilweise senkrechten Felsabbrüchen und überwechteten Felsabsätzen werfen. (Den P. 2348 betreten wir wohl nicht - zu gefährlich wäre dies wegen der auch hier grossen Wechten.)
 

Hingegen ist der Schlussaufstieg zum Gipfelplateau relativ gut machbar: die Skitourengänger packen die Skis auf den Rucksack; während ich mit den Schneeschuhen (an den Füssen) die zwar relativ kurze, doch etwas steile, gut mit an Eisenstäben befestigtem Drahtseil, gesicherte Passage emporschreite - und oben auf dem Blüemberg erwartet uns ein herrliches Panorama: nicht nur der gegenüber beeindruckend sich erhebende  Chronenstock begeistert uns; der Blick über Seealp, Wängi und Matten zu den Schächentaler Windgällen, zum Gross Ruchen und Gross Windgälle in diese Richtung, die Sicht zum nahen, mit dekorativen Felsbändern aufwartenden  Wasserbergfirst und weiter zu Silberen, Pfannenstock, Glärnisch und Säntis bezaubert. Und zuletzt ist auch die Weitsicht über das, das gesamte Mittelland bedeckende, Nebelmeer, aus welchem u.a. deutlich Niderbauen Chulm, Oberbauen, Buochserhorn, Pilatus und Rigi aufragen, sowie der lange, von dieser Seite her betrachtet abschüssige Grat vom Fronalpstock über Chlingenstock bis zum Driangel bemerkenswert.

Von dieser glanzvollen Kulisse umgeben, geniessen wir, inmitten zahlreicher anderer Tourengänger, die Mittagsrast.

Darauf trennen sich unsere Wege: die vier Skifahrer machen sich nun auf die lange (1800 Höhenmeter!) Abfahrt, welche sie v.a. in den oberen Bereichen bei guten Schneeverhältnissen geniessen können (viel befahren ist die Route jedenfalls), und gelangen via Rupperslaui, Achslenteuffi, Achslen, Ahöreli - wo sie ein Pause einlegen - und Hellweid, Bürgeli nach Muotathal.

 

Nachdem ich die gesicherte Stelle auch im Abstieg mit den Schneeschuhen gemeistert habe, kann ich in der breiten Blüembergmulde (35° steil) mehr oder weniger in der Falllinie absteigen und anschliessend unterhalb unserer morgendlichen Aufstiegsroute, mit wesentlichen weniger zusätzlichen Höhenmetern hinüber queren übers Blüemalpeli Richtung P. 1962.

Hier wähle ich die in Route 120b (SAC Alpine Skitouren Zentralschweiz-Tessin von Willy Auf der Maur), als „S“ angegeben (!), und quere unter den Felsen des Chli Chaisers (nach Führer 43° Hangneigung) auf einer schmalen Spur hinüber zu P. 1976.

 

Genussvoll kann ich anschliessend in der Nachmittagssonne via Süfass unter dem  Schmal Stöckli hindurch zurück zur Lidernenhütte marschieren.

 

Auf dem Weg zurück nach Gitschen kommen mir einige Tourengänger entgegen, welche wohl das sonnige Wochenende nutzen und auf den Samstagabend sich in der gemütlichen Hütte einquartieren; darüber hinaus kann ich beobachten, wie hinter dem  Schnüerstock eine Rega-Helikopter niedergeht und nach ca. zehn Minuten Richtung Luzern entschwebt …

Wir fünf jedoch, die wir uns in Muotathal (nach der Fahrt mit der LSB nach Chäppeliberg in den Nebel) wieder treffen, können uns eines herrlichen Erlebnisses in der Winterbergwelt erfreuen!

 

Unterwegs mit Dieter, Jumbo und Ruedi 


Tourengänger: Ursula, Felix


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