Sonne, 3000er Schitouren und Puschlaver Gastlichkeit (2)


Publiziert von goppa , 2. April 2008 um 14:12.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Val Poschiavo
Tour Datum:29 März 2008
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   I 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1550 m
Abstieg: 1550 m
Strecke:Rif Saoseo 1986m, P Ursera 3032m, Vedreit da Camp, Sciapadus
Kartennummer:SLK 269 S, SLK 1278

Pizzo Ursera 3032m, Pizzo Paradisin 3302m.

Eigentlich möchten wir heute den Corn da Camp, 3232m, besteigen. Nach einem ausgiebigen Frühstück um 07:30 Richtung N, vorbei beim Ristorante Camp, NW ins Val Mera, hoch zum verschneiten Lago Roan. Beeindruckend die steil aufragende, abweisende Felsbastion des Corn da Camp. Die steile, triebschneegefüllte Nordrinne ist nicht machbar. Der weitere Aufstieg wäre über den Passo da V. Mera möglich.
Wir entscheiden uns für den problemlosen Aufstieg zum Pizzo Ursera - W über Cima di Cardan und N zum Gipfel. Ein kurzer verwächteter Grat, Schidepot.
Der 40° steile SO-Hang unterm Grat ist auf einer Breite von 20m und Höhe von 60m kurz vorher von einer einfahrenden Tourengruppe ausgelöst worden sein. Das etwa 50 cm hohe Schneebrett, eingeblasener Triebschnee des gestrigen Tages auf der harten eisigen Altschneeschicht, dürfte einen der fünf verschüttet haben. Sie haben ihn bereits ausgegraben und zwei trampeln nun mit ihren Schi auf einer nahen Kuppe einen Hubschrauberlandeplatz. Das Lawinenopfer steht zwar auf dem Lawinenkegel, dürfte aber verletzt sein.
Ich steige über den steilen Gipfelaufschwung hinauf zu Gerald und Charly beim Gipfelkreuz auf 3032m Höhe, als der Rega-Hubschrauber über den Berninapaß näherkommt.
Schöne Abfahrt im Pulverschnee bis auf 2670m beim Passo da V. Mera. Es liegen 20-50 cm Pulverschnee auf einem hartgepreßten eisigen Altschneedeckel, welcher herrlich trägt. Super Verhältnisse bei überlegter Routenwahl!
Aufstieg zum kleinen Gletscher und der Scharte (3040m) zwischen Cno di Campo und Pizzo Paradisino. Gerald und Charly besteigen vom Gletscher links hoch den Pizzo Paradisino. Steiler Aufschwung zum Schidepot unterm Grat und heikle Verhältnisse auf den schneebedeckten Felsen beim Gipfelanstieg erfordern für sie einen zusätzlichen Zeitaufwand von 2,5 Stunden.

Die steile Abfahrt von der Scharte durch die enge Rinne ins Hochtal von Scispadus bringt wechselnde Schneeverhältnisse, wenn die Sonne noch ein paar Tage scheint, dürfte es firnig und besser werden. Unterhalb von 2400m ist der Schnee weicher und  bietet eine genußreiche Abfahrt zur Hütte.

 


Tourengänger: goppa

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